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Vertrauensarbeitszeit?

K
Koelngazelle
Jan 2018 bearbeitet

Hallo miteinander,

ich wurde von einem Mitarbeiter folgendes gefragt. Er hat 2000 schriftlich darauf verzichtet seine Stempelkarte zu nutzen, hat also Vertrauensarbeitszeit. Da er aber durchschnittlich 45 Std. in der Woche arbeitet und in unserem Bereich 38,5 Std/Woche gelten, kommt er sich ungerecht behandelt vor. Dazu muss noch gesagt werden, dass er KEIN AT ist und ihm der seit 2000 zu Verfügung gestellte Firmenwagen letzten Monat abgenommen wurde. Kann man hier etwas machen ??

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Community-Antworten (3)

R
Rollie

07.04.2006 um 14:23 Uhr

Zur Arbeitszeit, wenn auch für ihn 38,5 Stunden gelten, dann liegt es ja auch in seinem Ermessen, nur diese Zeit zu arbeiten. Allerdings könnte es sein, das vertraglich vereinbart ist, das Mehrarbeit im Gehalt abgegolten ist.

Wenn ein Betriebsrat besteht, hätte dieser ggf. eine Mitbestimmung, denn wenn die 38,5 Stunden für den Mitarbeiter gelten würden, bedürfte die Mehrarbeit ggf. der Zustimmung des Betriebsrats, will sagen, wenn der Vorgesetzte der Meinung ist, es müsse über die 38,5 Stunden hinausgehende Zeit noch Arbeit erledigt werden, soll er sie anordnen und sich vom BR genehmigen lassen.

Zum Dienstwagen, hier kommt es darauf an, was vertraglich vereinbart war.

K
Kölner

07.04.2006 um 16:28 Uhr

Was hat der Firmenwagen mit der Arbeitszeit zu tun?

R
rj05

07.04.2006 um 16:32 Uhr

Was ist Vertrauensarbeitszeit? Vertrauensarbeitszeit bedeutet für mich, dass ich als MA keinen Zeitnachweiß für meine Arbeitszeit erbringen muss. Es kann nicht sein, dass das bedeutet, dass ich mehr als die tariflich Geschuldete Arbeitszeit erbringen muss. Der AG ist verpflichtet, die entgegengenommene Arbeit zu bezahlen. Selbst wenn er ein AT MA (was ist eine AT MA???) wäre und Vertraglich geregelt ist, dass in seinem Gehalt die Überstunden abgegolten wären, heißt das noch lange nicht, dass er dafür ohne Ende Überstunden leisten müsste, sondern auch hier gibt es Grenzen (BAG, Urteil vom 28. September 2005 - 5 AZR 52/05 -). Nun ist also zu klären, was er genau Unterschrieben hat… Zum Firmenwagen ist zu sagen, dass wenn die Nutzung in seinem Arbeitsvertrag geregelt ist, dieser nicht einfach abgenommen werden kann, ansonsten hat man meiner Meinung nach keine Handlungsmöglichkeit…

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