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Dienstpläne

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AndreasGlob
Feb 2018 bearbeitet

Guten Morgen,

wir haben vor kurzem unseren Betriebsrat gegründet. Da wir noch keine Gelegenheit für Schulungen hatten würde ich gerne hier mal unser erstes Problem schildern:

Bei uns werden die Dienstpläne sehr oft erst Freitag oder Samstags für die nächste Woche erstellt. Die Mitarbeiter stören sich ganz massiv daran. Wir haben auf unserer ersten Sitzung unser Mitbestimmungsrecht beschlossen und bei der Marktleitung geltend gemacht. Wir haben auch eingefordert das die Dienstpläne 3 Wochen im voraus erstellt werden müssen, damit unsere Kollegen genug Planungssicherheit etc. haben in Zukunft.

Nun zu meiner Frage: Ich rechne damit das der AG sich darauf nicht einlassen wird, was für Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung um dieses durchzusetzen, wie ist der Ablauf dazu? Sind 3 Wochen zu viel? Es handelt sich bei uns um einen Baumarkt und da sollte es möglich sein soweit im voraus zu planen.

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Community-Antworten (6)

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Pjöööng

12.02.2018 um 11:53 Uhr

Zitat (AndreasGlob): "Wir haben auf unserer ersten Sitzung unser Mitbestimmungsrecht beschlossen und bei der Marktleitung geltend gemacht. Wir haben auch eingefordert das die Dienstpläne 3 Wochen im voraus erstellt werden müssen, damit unsere Kollegen genug Planungssicherheit etc. haben in Zukunft."

Rechtlich ist das nicht zu beanstanden. Ob es aber auch geschickt ist?

Ihr habt, wenn ich Dich richtig verstehe, zum ersten Male einen Betriebsrat. Das heißt: Euer Arbeitgeber muss erst lernen, wie man mit einem BR umgeht und Ihr müsst noch lernen wie Ihr als BR mit dem Arbeitgeber am besten umgeht. Die ersten Wochen prägen das spätere Verhältnis beider Parteien ganz erheblich. Wenn Ihr Pech habt, dann fühlt sich Eure Marktelitung angegriffen und in die Ecke gedrängt und beginnt sich zu wehren. Damit könnte gleich beim ersten Punkt eine Eskalatuionsspirale eingeleitet werden aus der Ihr nicht mehr so leicht rauskommt. Ich hielte es für geschickter zuerst einmal den Dialog zu suchen. Einfach mal beim Monatsgespräch die Problematik ansprechen, hören warum das aus Geschäftsleitungssicht so schwierig sein soll ("... und wenn dass plötzlich die Grippeepidemie ausbricht ..."), Lösungsvorschläge unterbreiten ("... könnte man nicht eine langfristige (regelmäßige) Planung machen und über ein Verfahren der Dienstplanänderung bei Grippeepidemien sprechen ...") und so die Angelegeheit im Dialog lösen.

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michalski0709

12.02.2018 um 20:53 Uhr

Also ersteinmal gibt das Arbeitszeitgesetz ne klare Richtlinie vor. 3 Werktage vor dem Inkrafttreten des Schichtplans muss er für die Mitarbeiter zur verfügung stehen. Ansonsten kann der Mitarbeiter die Planung ablehnen und den AG eine Alternative anbieten. Auch der BR kann die Planung ablehnen, da dies wie der Ag es macht nicht rechtens ist.

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Pjöööng

12.02.2018 um 22:33 Uhr

michalski, ich ahne was Du evtl meinen könntest, für den Fragesteller ist Dein Qualitätsbeitrag aber eine Zumutung.

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nicoline

12.02.2018 um 22:50 Uhr

michalski ich lerne so gerne dazu.Bitte erklär doch mal, wo im Arbeitszeitgesetz du diese klare Richtlinie von 3 Werktagen gefunden hast. Im Gegensatz zu meinem Vorredner bin ich nämlich völlig ahnungslos.

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AndreasGlob

12.02.2018 um 23:59 Uhr

Hallo und guten Abend,

danke für die unterstützenden Antworten. @Pjöööng: Ja wir sind neu im Betriebsratsgeschäft, die Marktleitung hat schon Erfahrung.

Sicherlich hast du Recht erstmal im Dialog die Probleme lösen zu wollen, das wird auch in den meisten Fällen geschehen. Erst heute gab es wieder Gespräche wo wir dadurch Lösungen geschaffen haben.

Was den konkreten Fall der Dienstpläne angeht so sahen wir hier aber dringlichsten Handlungsbedarf. Hier wird gegen aus unserer Sicht mehrere Gesetze verstoßen.

  • Dienstpläne werden mehrmals die Woche umgeschrieben
  • dadurch werden auch die Ruhezeiten immer wieder mal verletzt
  • Manche Mitarbeiter haben schon wieder sehr viele Überstunden angehäuft, obwohl diese vor kurzem erst ausbezahlt wurden (gegen den Willen der Betroffenen) weil Personal nicht Zeitnah ersetzt wird und erstmal abgewartet wird ob die verbliebenen das nicht auch schaffen irgendwie.
  • Man kann eigentlich sein Privatleben gar nicht mehr Planen weil man nicht weiß was als nächstes Passiert, bzw. wie man wann arbeiten soll. Das geht seit Monaten so und Besserung ist nicht in Sicht....

Es gibt noch mehr Gründe, aber ich weiß noch nicht wie ich die Beschreiben soll.

Wir haben den BR ja auch nicht gegründet weil es uns so gut geht oder wir langeweile haben ;)

Unsere Beschlüsse wurden heute unter die Lupe genommen, morgen ist Abteilungsleitersitzung mal sehen ob was dazu zu hören ist. Melde mich, danke erstmal.

N
nicoline

13.02.2018 um 16:21 Uhr

michalski0709 magst nicht mehr antworten?

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