Ergebnis des Monatsgesrpäches an die Belegschaft anhand eines Newsletters
Hallo zusammen,
wollte noch andere Meinungen dazu hören. Ich möchte der Belegschaft anhand des Newsletters mitteilen, welche Themen wir mit der GR & HR im Monatsgespräch besprochen haben und was dabei rauskam. Einige vom Gremium sind dagegen und meinen, es wäre alles geheim, was ich für schwachsinn sehen. Wir sind ja da um sich für die Interessen der MA einzusetzen und nichts anderes. Danke
Community-Antworten (2)
24.02.2025 um 12:49 Uhr
Geheim bzw. vertraulich ist nur das, was der AG explizit als solches kennzeichnet. Dies kann z.B. die Mitteilung sein, dass man mit bestimmte neue Kunden in Verhandlung ist.
Die Frage die ich aber zu bedenken gebe ist, ob es wirklich notwendig ist alles was besprochen wurde am schwarzen Brett zu nageln? Bei den Gespräche die wir haben sind sowohl AG als auch BR sehr offen, was manchmal interessante Einblicke gibt in Hintergründe von Entscheidungen. Diese Offenheit würde ich gefährdet sehen, wenn der AG davon ausgehen muss, dass alles anschließend an der Wand genagelt wird. Die dringend erforderliche (und vom Gesetzgeber vorgeschriebene) vertrauensvollen Zusammenarbeit sehe ich da gefährdet.
Als frischer BR (vor zehn Jahre) haben wir so ungefähr alles was besprochen wurde und nicht explizit als vertraulich deklariert war, ungefiltert geteilt. Der AG fühlte sich dabei zunehmend unwohl und wurde immer "sachlicher". Ein alter, sehr erfahrenen, Kollegen eines anderen Unternehmens gab uns damals den Rat nicht alles sofort zu teilen. Nicht weil es geheim oder vertraulich wäre, sondern weil es zu ein vertrauensvollen Zusammenarbeit gehört auch mal "ungefiltert laut denken zu dürfen". Wir haben das geübt und sind heute (3 BRs weiter) an dem Punkt, wo die Monatsgespräche sehr aufschlussreich sind, weil der AG weiß, er kann uns vertrauen. Das hilft uns bei der Entscheidungsfindung, gibt auch Verständnis für die Position des AGs, nimmt aber nicht weg, dass wir manchmal völlig unterschiedliche Positionen vertreten und uns dann vor Gericht in ein Beschlussverfahren gegenüber sitzen. Der AG respektiert unsere Sichtweise genauso wie wir seine und wenn wir kein Kompromiss erreichen, sehen sowohl der AG als auch der BR als völlig normal an, wenn da ein völlig unbeteiligten Richter*In sitzt der diesen Kompromiss herbei führt.
Deswegen meine Empfehlung: Offenheit zur Belegschaft jeder Zeit aber wohl überlegt ob diese Offenheit im Einzelfall auch zu dem gewünschten Ergebnis führt.
24.02.2025 um 14:25 Uhr
Sehe das ähnlich - insbesondere in direkter Folge des Monatsgespräches halte ich das für taktisch unklug.
Noch dazu werden im Monatsgespräch keine Beschlüsse gefasst. Viel sinnvoller ist es, erst die Informationen zu verarbeiten und nachher Ergebnisse zu teilen.
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