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Inventur live zu filmen und diesen Film live nach china zu streamen

K
KKMz
Dez 2024 bearbeitet

ist es erlaubt eine Inventur live zu filmen und diesen Film live nach china zu streamen bezüglich Arbeitsrecht und Datenschutz

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Community-Antworten (7)

S
seehas

19.12.2024 um 14:02 Uhr

Wer wird dabei gefilmt? Welche Personen sind zu sehen?

K
KKMz

19.12.2024 um 14:06 Uhr

Es sollen keine Personen gefilmt werden, aber das keine Personen gefilmt kann auch nicht sicher gestellt werden,

K
Kehler

19.12.2024 um 15:24 Uhr

Ich hab mal ChatGPT mit der Frage gefüttert: Sehr interessant.

Das Filmen und Live-Streamen einer Inventur, insbesondere ins Ausland (z. B. nach China), berührt sowohl das Arbeitsrecht als auch den Datenschutz in Deutschland und der EU. Hier sind die wichtigsten Aspekte, die zu berücksichtigen sind:


Datenschutzrechtliche Aspekte

  1. Grundsatz der Datenminimierung: Nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) dürfen nur so viele personenbezogene Daten verarbeitet werden, wie unbedingt notwendig ist. Wenn bei der Inventur Personen (z. B. Mitarbeitende) im Bild oder Ton zu erkennen sind, liegt eine Verarbeitung personenbezogener Daten vor.

  2. Einwilligung der betroffenen Personen:

    • Alle Mitarbeitenden, die gefilmt werden könnten, müssen vorab ausdrücklich informiert werden und freiwillig ihre schriftliche Einwilligung geben.
    • Ohne Einwilligung dürfen keine Aufnahmen gemacht oder gestreamt werden, auf denen Mitarbeitende erkennbar sind.
  3. Datentransfer ins Ausland:

    • Ein Live-Stream nach China stellt eine Übermittlung personenbezogener Daten in ein Drittland außerhalb der EU dar.
    • China wird von der EU nicht als Land mit einem ausreichenden Datenschutzniveau eingestuft. Daher ist eine zusätzliche rechtliche Absicherung erforderlich (z. B. Standardvertragsklauseln oder andere Garantien gemäß Art. 46 DSGVO).
  4. Rechenschaftspflicht: Der Arbeitgeber muss nachweisen können, dass alle Datenschutzvorgaben eingehalten werden. Dies umfasst Dokumentationen, Einwilligungen und technische Maßnahmen.


Arbeitsrechtliche Aspekte

  1. Betriebsvereinbarung:

    • Wenn ein Betriebsrat existiert, muss eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen werden, die das Filmen und den Zweck regelt. Der Betriebsrat hat hier ein Mitbestimmungsrecht nach § 87 BetrVG.
  2. Schutz der Persönlichkeitsrechte:

    • Das Persönlichkeitsrecht der Mitarbeitenden darf nicht verletzt werden. Ein Filmen ohne Einwilligung oder klare gesetzliche Grundlage ist unzulässig.
  3. Verhältnismäßigkeit:

    • Der Arbeitgeber muss prüfen, ob es verhältnismäßig ist, die Inventur zu filmen und diese Daten nach China zu übertragen. Weniger eingriffsintensive Alternativen (z. B. schriftliche Berichte oder Fotos ohne Personen) sollten bevorzugt werden.

Fazit

Das Live-Filmen und -Streamen einer Inventur nach China ist arbeits- und datenschutzrechtlich äußerst problematisch. Es erfordert:

  • Die Einwilligung aller betroffenen Mitarbeitenden,
  • Eine rechtliche Grundlage für die Übertragung personenbezogener Daten nach China,
  • Die Abstimmung mit dem Betriebsrat (falls vorhanden),
  • Die Beachtung der DSGVO und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).

Ohne die Einhaltung dieser Vorgaben wäre ein solches Vorgehen rechtswidrig. Es ist ratsam, vorab eine Datenschutzberatung oder rechtliche Prüfung einzuholen.

M
Muschelschubser

19.12.2024 um 18:10 Uhr

Das ist sehr interessant, allerdings muss man ChatGPT gerade bei rechtlichen Fragen mit Vorsicht genießen.

Die KI lässt sich z.B. gerne von der Fragestellung beeinflussen, oder weicht vom Thema ab indem sie unpassende Rechtsquellen heranzieht. Alles schon gehabt.

Allerdings sieht das in diesem Fall sehr passend aus.

K
Kehler

20.12.2024 um 08:03 Uhr

Das war das erste Mal wo ich es ausprobiert habe. Danke für den Hinweis.

G
GabrielBischoff

20.12.2024 um 10:33 Uhr

Als "Ideengeber" ist ChatGPT überhaupt nicht verkehrt. Man muss natürlich selbst nachprüfen, ob da eine Halluzination rausgepurzelt ist oder was belastbares.

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