W.A.F. LogoSeminare

Arbeitsausfall

B
Berty
Dez 2024 bearbeitet

Hallo zusammen Unser AG hat sehr kurzfristig entschieden einen Teil der Produktion für 2 Schichten ausfallen zu lassen. Grund sei der sprunghaft angestiegen Strompreis und das 10 fache an der Strom Börse Wer trägt das Risiko in solch einem Fall? Kann der AG die betroffenen MA einfach zuhause lassen mit Urlaub, oder gar unbezahlten Urlaub?

308011

Community-Antworten (11)

D
DummerHund

12.12.2024 um 14:56 Uhr

https://www.haufe.de/personal/haufe-personal-office-platin/betriebsrisiko_idesk_PI42323_HI520709.html

Der AG befindet sich demnach im Annahmeverzug. Wenn ein BR vorhanden dann wäre der auch mit im Boot.

B
Berty

12.12.2024 um 15:10 Uhr

Ich bin im Betriebsrat und auch von der Maßnahme betroffen. Wir wurden sehr kurzfristig darüber informiert. Gestern 2 Stunden vor Feierabend.

D
DummerHund

12.12.2024 um 15:40 Uhr

Der BR wäre nicht nur zu informieren, sondern in der Mitbestimmung. Die Strompreise sind ja kein Tagesgeschäft und daher nicht von einer auf die anderen Stunde exorbitant in die Höhe geschnellt. Macht genau das dem AG mal klar und auch das er die MA zu bezahlen hat. Hier noch mal was zum Annahmeverzug. https://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Annahmeverzug.html

Ergänzung Bei Arbeitszeitänderungen ist der Betriebsrat ein wichtiger Partner. Er hat gemäß§ 87 Abs. 1 Nr. 2 BetrVG ein Mitbestimmungsrecht bei Änderungen der Lage der Arbeitszeit, also wann genau gearbeitet wird. Ohne die Zustimmung des Betriebsrats sind solche Änderungen unwirksam. Sollte der Arbeitgeber versuchen, Änderungen ohne die Zustimmung des Betriebsrats durchzusetzen, kann dieser die Einigungsstelle anrufen (§ 76 BetrVG). Diese entscheidet dann verbindlich über die strittigen Punkte.

P
Pickel

12.12.2024 um 19:25 Uhr

Dummerhung, lese dich doch mal über die Spot-Preise am Strommarkt ein, Wissen hilft ungemein, nicht einfach nur eine falsche Behauptung selbstsicher rauszuhauen.

D
DummerHund

12.12.2024 um 21:10 Uhr

Die Empfehlung gebe ich gerne zurück:

C
celestro

12.12.2024 um 21:55 Uhr

Ein AG der quasi "stundenaktuell" an der Börse seinen Strom einkauft? Wie dumm könnte ein AG sein?

D
DummerHund

12.12.2024 um 22:06 Uhr

Ach weißt du, als Vermieter befasse ich mich öfters mit den Preisen. Desweiteren ist mein Schwager noch Selbständiger Elektromeister mit eigenem Lampengeschäft. Werde mich da also nicht mit Pickel rumstreiten.

P
Pickel

12.12.2024 um 23:05 Uhr

reiht dich natürlich gleich mit ein. Für viele auch eher kleine Unternehmen ist der Einkauf am Spot-Markt ganz normal und übers Jahr gesehen auch deutlich günstiger. In der industrie ist das alles andere als ungewöhnlich.

Aber msl wieder ein typischer celestro: überhaupt kein Verständnis, dass auch noch ungewollt offenlegen - und dabei sich über andere erheben und diese als dumm zu bezeichnen und zu glauben schlauer zu sein.

D
DummerHund

12.12.2024 um 23:38 Uhr

Dennoch, ob Klein- oder Großunternehmer...ich beobachte den Strompreismarkt. Da kann es nicht sein das ich von jetzt auf gleich sage wegen Strompreis lasse ich ne Schicht weg. Das kann man drehen wie man will, das geht nie nicht Und schon gar nicht wenn ein BR in der Mitbestimmung ist.

C
celestro

13.12.2024 um 01:26 Uhr

Hat jemand vielleicht mal ne Anti-Pickel-Creme?

D
DummerHund

13.12.2024 um 02:32 Uhr

Da halte ich mich dann mal raus. Das müssen Ehepartner unter sich ausmachen. Duckundwechflitz. :-)

Ihre Antwort