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Rassismus am Arbeitsplatz

GG
Gilmore Girl
Sep 2024 bearbeitet

Hallo liebes W.A.F. Team, ich hoffe ich darf euch ein eigenes Problem schildern und würde mich sehr über eine Antwort freuen. Es geht um Rassismus am Arbeitsplatz um genau zu sein in meinem eigenen Team, wir sind 4 Personen in einem Büro. Meine Kollegin (die auch eine gute Freundin war) hat sich vor dem gesamten Team so bösartig rassistisch geäußert, dass ich daraufhin einen Tag später als die nächste rassistische Bemerkung gefallen ist, mich dazu entschlossen habe dies meinem Vorgesetzten zu melden. Es gab bis auf ein Gespräch mit der Geschäftsführung und dem Vorgesetzten keine arbeitsrechtliche Konsequenz. Hinzukommt dass die Person als Ersatzmitglied in unserem Betriebsrat tätig ist. Sie ist schon seit vielen Jahren für den BR tätig und ein angesehenes Mitglied was auch dazu führt, dass sie sich aufgrund der Unkündbarkeit sehr sicher fühlt. Ich trau mich tatsächlich nicht zu meinem Betriebsrat zu gehen, weil es erstens schon im Juni passiert ist und zweitens ich denke, dass es nichts bringen wird sondern mir nur mehr Probleme bescheren könnte. Ich finde es aufgrund der Äußerung die von meiner Kollegin getätigt wurde, als sehr bedenklich dass sie nach wie vor sehr aktiv im BR ist wenn sie anscheinend etwas gegen Menschen mit einer nicht weißen Hautfarbe hat. Was habe ich für Möglichkeiten dagegen vorzugehen?

Im übrigen habe ich ihr im Vorfeld gesagt, dass ich bei meinem Vorgesetzten war und sie hat sich daraufhin bei uns allen in Team entschuldigt. Jedoch steht für sie nur der „Verrat“ von mir im Vordergrund, weil ich es gewagt habe mir Hilfe bei meinem Vorgesetzten zu holen. Sie hätte sich gewünscht, dass ich hätte mit ihr reden sollen! Nach wie vor sitzen wir alle in selben Büro und müssen zusammen arbeiten und schweigen uns bis auf arbeitsrelevante Dinge an.

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Community-Antworten (5)

C
celestro

26.09.2024 um 19:23 Uhr

1.) ich wüsste nicht, das hier Personen vom W.A.F.-Team mitdiskutieren.

2.) Die Person hat sich entschuldigt. Ist danach nochmal etwas vorgefallen, oder geht es rein um eine "Bestrafung" für die Aussagen, die im Juni gefallen sind?

OH
Olav HB

26.09.2024 um 19:53 Uhr

Zum Thema Rassismus muss man denke ich sehr genau schauen. Ich kann mir vorstellen, dass jemanden eine Bemerkung macht (vielleicht auch mehrfach) ohne sich zu realisieren, dass diese von andere Menschen als rassistisch erfahren wird. In solche Fälle denke ich, dass ein persönliches Gespräch die bessere Lösung ist. Anders ist es, wenn jemanden in seine ganze Haltung zeigt, Menschen mit ein anderen Herkunft, Sprache, Religion oder sexuelle Orientierung als "minderwertig" zu betrachten. Da hilft nur die klare Grenze, nicht in meine Anwesenheit, nicht in mein Büro, in meine Firma.

Ich kann mri aber auch gut vorstellen, dass Du nicht wußtest wie du mit der Bemerkung oder die Bemerkungen umgehen solltest und aus dieser Position das Gespräch mit dem Vorgesetzten gesucht hast. Nicht in erster Linie um arbeitsrechtliche Konsequenzen zu fordern, sondern um Hilfe im Umgang zu bekommen. Die hast Du, soweit ich die Schilderung verstehe, dann auch bekommen. Gespräche und Entschuldigung.

In Deinem Fall würde ich die Kollegin um ein Gespräch bitten und erklären, dass Du nicht gewußt hast, wie Du handeln solltest. Zurückschauend wäre es vielleicht besser gewesen erst ein persönliches GEspräch zu suchen, doch in der Situation und aus dem Gefühl heraus verletzt worden zu sein (was du auch warst, unbestritten) nicht anders handeln konntest. Dieses Gespräch kann Klarheit bringen und auch wenn die Beziehung (Du hast sie als Freundin bezeichnet) nicht mehr das sein wird was sie mal war, es kann dazu beitragen wieder ein vernünftiges Miteinander zu finden.

Wenn Du nicht weißt wie du das angehen kannst oder befürchtest, die Kollegin könnte zumachen, würde ich dir trotz bedenken raten mit jemanden deines Vertrauens im BR zu sprechen. Vieleicht nicht primär als BRM, sondern als jemanden der eine Klärung initiieren könnte.

Viel erfolg

C
Catweazle

27.09.2024 um 02:43 Uhr

Die einzigen Möglichkeiten sind Anzeige zu erstatten oder sich daraus zu halten. Mit mehreren Leuten darüber zu reden bringt sicher keine Lösung.

K
Kehler

27.09.2024 um 09:35 Uhr

"dass sie sich aufgrund der Unkündbarkeit sehr sicher fühlt"

vielleicht sollte man der Dame mal mitteilen, das sie NICHT Unkündbar ist.

Von der Rechtsprechung wurde dies zum Beispiel in folgenden Fällen anerkannt:

- Diebstahl am Arbeitsplatz
- Beleidigungen des Chefs
- sexuelle Übergriffe
- rassistische Beleidigungen
T
titapropper

27.09.2024 um 10:12 Uhr

Oh jeh- Rassismus. Wenn ich das höre schrillen alle Alarmglocken. War es wirklich rassistisch oder eine unbedarfte Äußerung die rassistisch aufgefasst wurde? Was sagt denn die betroffene Person selbst dazu? Und noch ne Frage: du warst bei deinem Chef und hast es angezeigt. Der hat reagiert, aber anscheinend nicht nach deinen Wünschen: was willst du (jetzt nach soviel vergangenen Monaten) noch erreichen?

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