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Hoher Krankenstand

K
Kabean
Jul 2024 bearbeitet

Guten Morgen, ich vermute, auch bei Euch ist der Krankenstand hoch. Was wird bei Euch getan um die Quote zu senken? Wir haben unregelmäßig "Bewegungstage" und Vorträge mit der AOK, kostenloses Mineralwasser, Jobrad, Hansefit, Kantinenzuschuss, Fahrgeld, Kindergartenzuschuss (auch Anteil ein einem Betriebskindergarten).......

Wir haben aber den Eindruck, dass eine Vorgesetztenschulung bezüglich Mitarbeiterführung notwendig und sinnvoll ist. In manchen Abteilungen würde ein besseres Betriebsklima evtl. helfen.

Die Idee einer "Anwesenheitsprämie" finden wir nicht so toll, welche Meinung habt Ihr dazu?

Danke schon mal

730040

Community-Antworten (40)

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Meph1977

03.07.2024 um 09:41 Uhr

Eine Anwesenheitsprämie wird eigentlich nur dazu führen das sich Leute die eigentlich ins Bett gehören sich auf die Arbeit schleppen und die halbe Belegschaft anstecken. Ich werd das auch nie wieder machen beim letzten mal hat sich ein Kollege angesteckt der dann 8 Wochen mit ner schweren Lungenentzündung flachgelegen hat.

Der Krankenstand war bundesweit dieses Jahr ziemlich hoch das ist zwar nicht toll aber ich würde da nicht nur auf die absoluten Zahlen des Unternehmens schauen sondern wie es sich gegenüber dem Bundesdurchschnitt verhält. weicht man da nicht großartig nach oben ab sehe ich eigentlich keinen Grund für Maßnahmen. Eventuell könnte man mit einer anonymen Umfrage noch schauen ob die Ursache eher im psychischen Bereich oder im körperlichen Bereich liegen. Wenn alle die Grippe haben hilft auch die beste Vorgesetztenschulung nicht beim Krankenstand.

F
Fried

03.07.2024 um 10:13 Uhr

@Kabean ... das würde ja bedeuten, dass ein besseres Betriebsklima, Mineralwasser, Zuschuß zum Mittagessen etc. dazu führt, dass sich der Krankenstand senkt. Sind diese Personen dann gar nicht krank? Macht man einfach auf Kosten anderer paar Tage blau? Wäre das dann nicht der Ansatz, anstatt blau machen zu belohnen?

M
Moreno

03.07.2024 um 10:23 Uhr

Die Antwort von Fried nicht beachten ist nur ein Troll! Bloß keine Anwesenheitsprämie wie Meph richtig schreibt schleppen sich dann Leute zur Arbeit die eigentlich krank sind! Auch bei uns gingen dies Jahr einige Grippewellen und Magen Darm Sachen rum so, dass der Krankenstand relativ hoch war. Den Ansatz die Vorgesetzten zu schulen ist natürlich auch vernünftig da seid ihr als Betriebsrat ja in der Mitbestimmung und habt auch Initiativrecht.

J
jutti1965

03.07.2024 um 10:29 Uhr

@Fried du bist einfach nur ein Dummschwätzer! Selbstverständlich senkt ein gutes Betriebsklima den Krankenstand. Natürlich soll sich niemand mit einer Grippe zur Arbeit schleppen aber es gibt einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Führungsverhalten von Vorgesetzten und den Fehlzeiten ihrer Mitarbeiter. Führungskräfte prägen im Unternehmen die Einstellung, die Mitarbeiter zu Ihrer Arbeit haben. Vorgesetzte haben eine direkte Vorbildfunktion. Wenn MA merken dass sie ernst genommen werden, ihr Probleme nicht auf taube Ohren stoßen, und ihnen Hilfen wie z.B. höherverstellbare Schreibtische, ergonomische Stühle usw. zur Verfügung gestellt bekommen fühlen sie sich ernst genommen und gut aufgehoben. Das alles senkt den Krankenstand, das konnten wir in unserer Firma sehr gut beobachten. Anwesenheitsprämien sehe ich aus den oben genannten Punkten in den Beiträgen sehr kritisch, soll jemand der z. B. eine schwere Erkrankung hat auch noch "bestraft" werden?

F
Fried

03.07.2024 um 10:38 Uhr

Also sind die Leute doch nicht krank, sondern genehmigen sich einfach mal ein paar Tage? Nichts anderes hast Du gerade selber geschrieben.

Anwesenheitsprämien bestrafen niemanden, sondern belohnen Personen. Die Abwesenden erhalten ja das gleiche, wie vorher.

Ich schätze, dass durch Mißbrauch von "krank" ein hoher Millionenbetrag zustande kommt und BR Personen legen noch schützend die Hand darauf! Bestes Beispiel User: Jutti.

D
DummerHund

03.07.2024 um 10:52 Uhr

@ In der Tat ist es so das andere MA belohnt werden. Nämlich in der Form das sie sich kostenlos bei den MA anstecken können dies sich krank zur Arbeit schleppen um die Anwesenheitsprämie auch zu erhalten. Die Jungs und Mädels hier (bis auch einen User) haben es schon treffend beschrieben. Man kann MA auch dazu anhalten schon bei den ersten Anzeichen des Unwohlsein vorsichtshalber einen Arzt auf zu suchen. Das kann den Vorteil haben das man Rechtzeitig Medikamente bekommt und weiter arbeiten kann, oder aber der Arzt zieht einen nur kurzzeitig aus dem Verkehr bevor man Langzeit flach liegt.

A
Andi67

03.07.2024 um 10:57 Uhr

Schon mal dran gedacht das es auch psychische Erkrankungen gibt, ausgelöst durch Stress, schlechte Arbeitsumgebungen, schlechte Vorgesetzte, miese Arbeitgeber ? Natürlich kann man durch ein gesundes Betriebsklima und Führungsverhalten solchen Erkrankungen begegnen und damit Krankenstände senken.....

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XYZ68

03.07.2024 um 11:04 Uhr

Prüft was denn bei euch die treibenden Faktoren sind. Gibt es hohe körperliche Belastung, schaut was ihr tun könnt, um diese zu verringern (Jobrotation, Hilfsmittel etc. )Sind es eher psychische Gründe, schaut was hier möglich ist. Solche Auswertungen kann man von den Krankenkassen bekommen.

Von einer Anwesenheitsprämie halte ich auch nichts.

Eine Schulung der Führungskräfte, das Angebot von Karenztagen kann durchaus den Krankenstand mindern. Wenn ich mich als Mitarbeiter wertgeschätzt fühle, reagiere ich wahrscheinlich anders, als wenn ich denke, dass ich nur eine Nummer bin. Wenn ich nur einen leichten Infekt habe, reicht vielleicht auch mal 1 bis 2 Tage Schonung zu Hause, ohne Arztbesuch und Krankschreibung.

Führt ihr BEMs durch? Einige unserer häufig erkrankten haben von einer Verkürzung der Arbeitszeit profitiert. Das wird bei uns sehr individuell gehandhabt und immer nur für eine bestimmte Zeit vereinbart. So kann der MA auch wieder zurück in die normale Arbeitszeit.

NB
nicht brauchen

03.07.2024 um 11:16 Uhr

Was sehr stark unterschätzt wird ist das Klima am Arbeitsplatz. Meine damit Zug, Hitze Kälte usw. Auch die Fußböden soll man nicht unterschätzen. An einer Maschine ist es zum Beipiel gut wenn man nicht auf Beton steht. Tragen und Heben ist sicher auch immer ein Thema. Helfen würde zum Beispiel mal eine Umfrage, was am Arbeitsplatz verbessert werden könnte. Helfen tut Frieds Gelaber aber nicht.

F
Fried

03.07.2024 um 11:22 Uhr

Einfach nur traurig, wie man den Fakt ignoriert, dass Mißbrauch beim Thema "krank" tagtäglich der Fall ist und genau das zu einer Mehrbelastung der restlichen AN führt.

Aber gut, was will man von BR Leuten halten, die selber zu Hauf Langzeitkrank sind und das "Amt" nur als Alibi innehaben.

M
Moreno

03.07.2024 um 11:29 Uhr

Admin bitte schnell den Quatsch vom Troll löschen ist sicher nicht gut für ein BR Forum solche idiotischen Beiträge stehen zu lassen!

K
Kabean

03.07.2024 um 11:47 Uhr

Ergonomische Maßnahmen (höhenverstellbare Tische, Stühle......) wurden schon umgesetzt. BEM wird gemacht und es fanden Begehungen der externen Sicherheitsfachkraft und des Betriebsarztes statt.

Wir sind der Meinung dass man eine Mitarbeiterbefragung bezüglich des Betriebsklimas und des Vorgesetztenverhaltens machen sollte. Außerdem sollen die Führungskräfte/Vorgesetzten in Mitarbeiterführung geschult werden.

Der Einwand, dass nicht nur wir einen hohen Krankenstand haben lässt der Geschäftsführer nicht gelten, er wird uns nächste Woche darüber informieren, was er sich so "überlegt" hat. Angefangen hat es schon, wir haben seit einiger Zeit so viele krankheitsbedingte Kündigungen auf dem Tisch wie noch nie.

J
jutti1965

03.07.2024 um 11:52 Uhr

@ Fried wenn ich solche Kollegen wie dich hätte würde ich auch krank feiern nur um deinen Quatsch den du von dir gibst nicht anhören zu müssen!

B
brvGS

03.07.2024 um 12:00 Uhr

Hallo kabean, auch bei uns ist die Quote hoch, 2023 nochmal gestiegen, bei uns sind es Langzeitkranke. Schulungen haben unsere Führungskräfte seit ettlichen Jahren, bringt aber kaum was. Das BEM hat eine neue Kraft bekommen, die sich sehr engagiert (keine Gefahr von Kündigungen seitens des AG). Wir arbeiten mit ihr zusammen und hoffen hier etwas zu erreichen. Außerdem möchten wir eine MA-Umfrage starten, um so besser auf die Belange der MA eingehen zu können. Habt ihr das schon probiert? Grüße brvGS

F
Fried

03.07.2024 um 12:12 Uhr

Da haben wir es doch, es wird krank gefeiert, dass ist das eigentliche Problem in D. Das Betriebsklima und die Vorgesetzten sind jetzt Schuld, bringt mich bitte nicht zum Lachen.

Die Leute haben keinen Bock, wenn der Vorgesetzte sie kritisiert oder Personen beim Quatschen oder surfen ertappt, ergo Krankmeldung kommt, nach dem Motto "dem zeig ichs mal". BR's nehmen solche natürlich in den Schutz, anstatt klare Kante zu zeigen, dass Ergebnis sieht man ja ... hoher Krankenstand.

F
Fried

03.07.2024 um 12:15 Uhr

Um das mal zu untermauern ...

https://www.vividabkk.de/de/presseportal/pressemitteilungen/pressedetails/blau-machen-am-brueckentag

Aber stimmt, alles kein Ding, sind ja die Vorgesetzten Schuld dran.

J
jutti1965

03.07.2024 um 12:23 Uhr

F
Fried

03.07.2024 um 12:25 Uhr

Die Leute sind aber nicht krank, dass ist der Unterschied, dass Leute wie Du, die blau mach ok finden, es nicht kapieren, geschenkt. Kein Wort zu meiner Umfrage ... läßt tief blicken.

R
RudiRadeberger

03.07.2024 um 12:29 Uhr

Ich war mal ein großer Fan dieser Prämie. Mittlerweile sehe ich das etwas differenzierter.

Der für mich große Nachteil ist, dass sich MA zur Arbeit schleppen, die ins Bett gehören.

Das Argument, dass ältere oder chronisch kranke Personen hier benachteiligt werden, sehe ich weniger. Ein entgangener Vorteil ist in meinen Augen kein Nachteil. Ich persönlich würde mir ab und zu auch wünschen, dass ein AN zwischen "krank" und "arbeitsunfähig" unterscheidet. Das ist nicht immer zwingend dasselbe. Aber vermutlich bin ich in einer anderen Zeit aufgewachsen.

F
Fried

03.07.2024 um 12:39 Uhr

Das zeigt auch mein Link, die jungen machen öfters blau, als ältere Mitarbeiter. Solange man die Vorgesetzten dafür schuldig spricht, anstatt mit den blaumachern, wird sich daran nichts ändern, sondern noch verstärken. Tatsächlich ist das ein gesellschaftliches Problem, die Ergebnisse liegen für jedermann offen.

K
Kabean

03.07.2024 um 12:39 Uhr

@fried, das "eigentliche" Problem sind nicht die "Blaumacher", die hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben.

Ich sehe ein großes Problem im Verhalten mancher Vorgesetzten. Es findet keine Wertschätzung statt, man redet mit den MA nur wenn es etwas zu meckern oder Anweisungen gibt statt auch mal zu loben. Man nimmt sich keine Zeit für die MA und sitzt manche Dinge nur aus.

So motiviert man keinen AN und wenn dann die Psyche leidet, greift das auch auf die Physis über. Das ist dann kein "krankmachen", das ist arbeitsunfähig.

Wir haben z.B. einen MA der in einer Abteilung sehr oft krank war. Er war psychisch so fertig, dass er bei mir im Büro geheult hat. Nach verschiedenen Gesprächen hat er sich in Behandlung begeben und einige Monate gefehlt. Danach wurde er in eine andere Abteilung versetzt und arbeitet dort zufrieden und ohne viele Fehltage schon seit Jahren.

Ich habe hier um Anregungen und eigene Erfahrungen gebeten was man tun kann um die Krankheitsquote zu senken und nicht darum, alle kranken AN "über einen Kamm zu scheren" und als Faulpelze und Simulanten darzustellen wegen der notorischen Blaumacher die es in jedem Betrieb gibt.

I
IlkaB

03.07.2024 um 12:42 Uhr

Wir kämpfen auch mit einem recht hohen Krankenstand. Neben dem hohen Altersdurchschnitt der Belegschaft sind zur Zeit die Enge in den Montagehallen und daraus resultierende Arbeitsunfälle (eine neue Halle ist auf dem Weg zur Baugenehmigung) sowie arschige und/oder gleichgültige Vorgesetzte das Problem.

All das was euer AG so bietet gibt es hier nicht, es wird nur gemacht was gesetzlich vorgeschrieben ist. Mobiles Arbeiten ist (für die Büroarbeiter) möglich und wird auch genutzt, allerdings von manchen exzessiv.

Nachdem der BR dem AG wiederholt vorgerechnet hat, wieviel Stellen wir zusätzlich benötigen zusätzlich zu den wenigen zugestandenen (3x so viel wie ursprünglich genehmigt) und die detaillierte Berechnung auch andernorts gesehen - und verstanden - wurde, werden immerhin Leute eingestellt - wenn wir denn geeignetes Personal finden. Wir sind Spezialmaschinenbauer, da wachsen die Leute nicht auf den Bäumen.

Im Herbst gibt es auch endlich einen Gesundheitstag. Wir wollten den letztes Jahr schon durch den BR organisieren, aber das wurde uns aus der Hand genommen (sollte an allen Standorten stattfinden statt nur hier und daher ist erst mal ganz lange nicht passiert) und ich bin gespannt, wieviel lokale Vereine etc. denn wohl eingebunden sind und ob nur die Konzerneigene KK dabei ist oder auch die TK, bei der der Löwenanteil der Belegschaft ist...

M
Moreno

03.07.2024 um 13:02 Uhr

statt auch mal zu loben....Zitat Kabean

In BaWü sagt man ,,nicht gemeckert ist genug gelobt ;-)

M
Muschelschubser

03.07.2024 um 13:03 Uhr

Großes Lob an den TE für den sachlichen Umgang mit gewissen Usern hier.

F
Fried

03.07.2024 um 13:11 Uhr

"Ich sehe ein großes Problem im Verhalten mancher Vorgesetzten. Es findet keine Wertschätzung statt, man redet mit den MA nur wenn es etwas zu meckern oder Anweisungen gibt statt auch mal zu loben. Man nimmt sich keine Zeit für die MA und sitzt manche Dinge nur aus."

Ist das so? Bist Du bei jedem Gespräch dabei oder erzählen das speziell die psychisch labilen? Bei diesem Personenkreis ist eh sehr vieles negativ, aber sorry kein Vorgesetzter hat ein Psychologiestudium. Es kann nicht sein, dass wenn man 1 kritischen Satz äußert, man Angst haben muß, dass die betroffene Person morgen fehlt.

Kenne auch so Leute, jetzt ist alles super und 30 Minuten später naht das Ende der Welt. Und ja die sind arbeitsunfähig und gehören NICHT auf den Arbeitsmarkt, sondern in Behandlung. Diese psychischen "Erkrankungen" nehmen auch spürbar zu, da sich die Leute in Situationen reinsteigern und durch soziale Medien völlig überfordert sind. Da geht es ja bereits los, weshalb teile ich mein ganzes Leben auf yx, da man Aufmerksamkeit/Bestätigung braucht.

M
Moreno

03.07.2024 um 13:17 Uhr

Kenne auch so Leute, jetzt ist alles super und 30 Minuten später naht das Ende der Welt. Zitat Fried

Na sicherlich aus Deiner Therapiegruppe?

J
jutti1965

03.07.2024 um 13:26 Uhr

grööööööhhll , 1:0 für moreno ????

VB
Vic Brom

03.07.2024 um 13:27 Uhr

Ihr habt ja schon eine Menge ausprobiert offenbar ohne großen Erfolg. Nun treibt ihr mit der Vorgesetztenschulung den nächsten Pflock in die Erde. Die Frage ist wieder: Wird es etwas an der Ursache drehen? Meiner Meinung nach, ist erst einmal eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Belegschaft gefragt. Wenn die Euch nicht sicher das erzählen, was sie umtreibt, braucht ihr auch nicht fragen.

Dann solltet ihr Euch ggf. unter Hinzuziehung externen Sachverstands auf die Suche nach Krankheitsfaktoren machen. Damit Fried sich endlich gehört fühlt: Auch Blaumacher machen ja nicht blau, weil es so geil ist, sondern weil ihnen Arbeiten keinen Spaß macht. Ja, man soll es nicht glauben, Menschen arbeiten auch mal zum Spaß. Jedenfalls sind die Arbeitsergebnisse besser und die Zufriedenheit steigt und das Betriebsklima verbessert sich, wenn die Arbeit auch noch Spaß macht.

Wenn jemand sich entscheidet, lieber zuhause die Kopfschmerzen auszukurieren, statt mit einer Schmerztablette im Hals zur Arbeit zu gehen, dann kann das an mangelnder Identifikation mit der Arbeit zusammenhängen - muss aber nicht. Die Benefits, die Du da aufzählst lassen so manchen Arbeitnehmer vor Neid dahinschmelzen. Aber dadurch scheint mir eher der Blick auf die Probleme vollgepflastert zu sein und der Arbeitgeber wird irgendwann die Lust daran verlieren solche Angebote zu machen, wenn sie nicht wirklich Erfolg bringen.

Wenn sich KollegInnen krank zur Arbeit schleppen kann das auch eine Gefahr sein. Vielleicht ist das dann ein Symptom des Pflichtgefühls, das Mitarbeitenden haben, weil sie liebe KollegInnen haben, die sie nicht im Stich lassen wollen. Ist da vielleicht zu viel Arbeit und zu wenig Personal? Gibt es da viele Einzelkämpfer und wenig verteilte Fähigkeiten, so dass jeder nahezu unersetzbar ist?

Wie wäre es mit einer Gefährdungsbeurteilung - insbes. auch einer psychischen Gefährdungsbeurteilung? Da kommt ihr schnell dahinter wo der Schuh drückt und könnt gezielt gegensteuern.

Ja, es gibt auch externe Faktoren. Beispielsweise wenn die örtliche KiTa, die die Kinder der KollegInnen betreut wegen Personalmangel oft zu hat - das kann der Arbeitgeber zwar nicht beeinflussen, wirkt sich aber auf die (psychische) Gesundheit aus. Manchmal reagiert die Politik da schneller, wenn die Wirtschaft Druck macht. Schließt nicht die Augen vor Dingen, nur weil ihr sie meint nicht ändern zu können. Wenn man die Knackpunkte kennt, kann man mit ihnen arbeiten.

Wenn es Vorgesetzte sind, die hier schlecht geschult sind, kann auch ein Feedback helfen. So manche Führungskraft musste sich schon mal vor dem Chef für die anonym abgegebenen Bewertungen rechtfertigen.

Auch wenn man unterstellen könnte, dass anonym jeder was schlechtes und unwahres behaupten kann, so ist es aber doch so, dass dazu kein Grund besteht, wenn jemand zufrieden ist.

Ergründet zunächst einmal gründlich, warum der Krankenstand so hoch ist und ob das untypisch ist bei Eurer Altersstruktur, in eurer Region und in eurer Branche. Dann benennt offen die Knackpunkte und geht sie an (z.B. mit BEM, mit weiteren Maßnahmen) und prüft dann wieder erneut - wer aufhört sich zu verbessern hört auf gut zu sein.

F
Fried

03.07.2024 um 13:37 Uhr

Krasser Beitrag, der "blaumachen" rechtfertigt. BR's haben wohl ein völlig gestörtes Verhältnis zur Arbeitswelt, ok deswegen sind die wenigsten in leitenden Funktionen tätig.

Man kann nur noch den Kopf schütteln, über soviel Blauäugigkeit. Kein Wunder, dass die Wirtschaft aktuell den Bach runter geht, Firmen trotz steigender Arbeitslosenzahlen keine Fachkräfte mehr finden.

H
Halbprofi

03.07.2024 um 14:16 Uhr

Jawoll. Deutschlands Betriebsräte haben das Wirtschaftswachstum auf dem Gewissen.

Haben wir das auch geklärt. ???

A
Andi67

03.07.2024 um 14:36 Uhr

Gestört aber Geil ???

K
Kabean

03.07.2024 um 14:54 Uhr

@moreno, "nit goscht isch au globt". Das habe ich auch schon auf einer Betriebsversammlung gesagt und anschließend "übersetzt". Ich komme auch aus Ba-Wü

K
Kabean

03.07.2024 um 15:08 Uhr

@Vic Brom, hättest Du meine Beiträge komplett gelesen, würdest Du wissen, dass wir sehr viele BEM's machen, Begehungen mit einer externen Sicherheitsfachkraft und daraus resultierend Gefährdungsbeurteilungen und Verbesserungen

Die Zeiten, in denen allen MA alles geglaubt wurde sind schon lange vorbei. Allerdings haben wir im Gremium auch Mitglieder, die in Abteilungen arbeiten, in denen man nur eine "Nummer" ist.

Ich kenne persönlich so gut wie alle Abteilungsleiter/Vorgesetzten und habe bestimmt schon mit allen nicht nur einmal gesprochen. Welcher Vorgesetzte sich Zeit für die MA nimmt und welcher nicht und alles nur aussitzt ist mir bekannt. Es gibt Vorgesetzte die bitten mich bei Gesprächen dabei zu sein, anderen ist es nicht so recht, wenn mich MA "mitbringen".

Selbst wenn man bei der einen oder anderen Aussage Abstriche macht, es bleiben immer die gleichen Personen übrig, bei denen eine Schulung angebracht ist.

Mittlerweile bin ich 40 Jahre in diesem Betrieb. Ich habe miterlebt, wie er von ca. 150 MA auf 700 MA in DE und weltweit 1300 MA gewachsen ist und leider auch, wie der Umgang miteinander sich negativ verändert hat.

Unser Krankenstand ist nicht höher als der in unserer Branche und Gegend, wir suchen dennoch nach Möglichkeiten, diesen zu senken

M
MarketingW.A.F.

03.07.2024 um 15:18 Uhr

Liebe Foren-Mitglieder, jeder Einzelne von euch ist ein wertvolles Mitglied unserer Gemeinschaft. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unser BR-Forum ein Ort des Respekts, der Höflichkeit und der Freundlichkeit ist. Tauscht gerne eure Ideen und Meinungen aus, tut dies aber bitte stets in einer respektvollen Weise. Jeder von uns trägt zu einem vielfältigen und bereichernden Diskussionsklima bei. Wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt, geht bitte respektvoll miteinander um. Viele Grüße, Marketing-Team der W.A.F.

M
Muschelschubser

03.07.2024 um 15:38 Uhr

"Jeder von uns trägt zu einem vielfältigen und bereichernden Diskussionsklima bei."

Ähem....

M
Moreno

03.07.2024 um 15:45 Uhr

Jeder von uns trägt zu einem vielfältigen und bereichernden Diskussionsklima bei.

Außer einer ;-)

Aber gut, was will man von BR Leuten halten, die selber zu Hauf Langzeitkrank sind und das "Amt" nur als Alibi innehaben Zitat Fried

Es sei denn ihr meint dies als ,,bereichernd" in einem BR Forum?

C
celestro

03.07.2024 um 17:01 Uhr

"Einfach nur traurig, wie man den Fakt ignoriert, dass Mißbrauch beim Thema "krank" tagtäglich der Fall ist und genau das zu einer Mehrbelastung der restlichen AN führt."

NIEMAND ignoriert den Fakt, das es tagtäglich Mißbrauch beim Thema krank gibt.

DU ignorierst aber den Fakt, das eine gute Arbeitsumgebung zu weniger krank führt. Und ja, Menschen in einem positiven Arbeitsumfeld, werden seltener krank. Und da rede ich noch nicht einmal von psychischen Krankheiten, wo jeder (außer Dir) den Zusammenhang auch direkt sieht, sondern auch Dinge wie z.B. ein grippaler Infekt.

Und DU bist es eben auch, der rein auf den Mißbrauch mit dem Finger zeigt. Anstatt eben anzuerkennen, das die von Dir geforderten Anwesenheitsprämien dazu führen, das sich einige MA krank zur Arbeit schleppen und andere anstecken. Das so etwas passiert ist eben Fakt ... ist bei uns auch passiert, als man probeweise so eine Prämie eingeführt hat.

Als der Schaden dann größer war, als der erhoffte Effekt, hat man den Mist dann wieder abgeschafft.

S
seehas

04.07.2024 um 09:09 Uhr

Eine Mitarbeiterbefragung ist sicherlich ein guter Schritt um den Problemen weiter auf den Grund zu gehen. Der nächste Schritt ist dann nach der Auswertung der Befragung mit den Abteilungen das Gespräch zu suchen, die in der Befragung auffallen und gemeinsam mit den beschäftigten und den Vorgesetzten nach Lösungen zu suchen. Das haben wir bei uns vor einiger Zeit gemacht, und ich war überrascht wie leicht manche Probleme zu lösen waren. Ich war auch überrascht, wie wenig Kommunikation es zu manchen Problemen zwischen Beschäftigten und Führungskräften gab.

J
jutti1965

04.07.2024 um 09:46 Uhr

Ich stimme seehas zu, wir haben vor 3 Jahren auch eine Befragung durchgeführt und es haperte am meisten bei der Kommunikation und dem Verständnis zwischen den Abteilungen. Auch gesundheitliche Probleme konnten durch entsprechendes Equipment gelöst werden ( neuer Stuhl, höherverstellbarer Schreibtisch, Stehhilfe usw.)

K
Kabean

04.07.2024 um 15:18 Uhr

Vielen Dank für die Meinungen, Anregungen, Vorschläge und Berichte aus eigener Erfahrung. Ihr bestätigt meine Meinung, dass wir zuerst einmal herausfinden müssen, warum der eine oder andere MA so oft krank ist und dass ein gutes Betriebsklima und empathische Vorgesetzte zu positiven Ergebnissen führen.

Wir haben ja schon viel von Euren Vorschlägen umgesetzt und werden an diesem Thema weiterarbeiten. Liebe Grüße Kabean

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