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unterbrochene Versetzung?

S
sinouhe
Jan 2018 bearbeitet

auszubildene ist für 3 wochen in einen anderes büro "versetzt". dann wieder 1 tag in ihrem originalbüro, dann wieder für mehrere wochen im anderen büro. sie kommt nie über 4 wochen. br wurde nicht informiert! aber da es nie 4 wochen am stück sind, ist es denn überhaupt eine versetzung?

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Community-Antworten (8)

AM
alter Mann

19.05.2017 um 22:44 Uhr

Eine Versetzung ist es dann, wenn sich ihr Arbeitsplatz wesentlich ändert. Die Tatsache, dass sie fast nie an ihrem Originalarbeitsplatz ist, ist eine so wesentliche Änderung, dass es auf eine 4-Wochen-Frist nicht ankommt.

P
Pickel

19.05.2017 um 23:06 Uhr

Alter Manns Antwort ist natürlich falsch. Das reine Versetzen in ein anderes Büro (im gleichen Gebäude) bei gleichbleibender Tätigkeit ist niemals eine Versetzung. Davon ab ist es der Sinn einer Ausbildung, an verschiedenen Stellen zu lernen.

AM
alter Mann

19.05.2017 um 23:33 Uhr

Stimmt, Pickel: Das einmalige Versetzen ohne Änderung der Aufgabe und ohne Wechsel der Vorgesetzten ist keine Versetzung. Hier handelt es sich aber um etwas anderes: Im Grunde ist der Auszubildenden durch das ständige Tingeln ja ihr Original-Arbeitsplatz entzogen worden. Wenn das keine wesentliche Änderung ist... Anders wäre es natürlich, wenn dieses Tingeln zur Ausbildung dazu gehört. Davon hat sinouhe aber nichts geschrieben.

S
sinouhe

19.05.2017 um 23:58 Uhr

nein, tingeln gehört nicht zur ausbildung! sie hat mit dem neuen büro auch einen neuen vorgesetzten und die beiden büros sind ca. 50 km von einander entfernt. die tätigkeit ist die gleiche.

G
gironimo

20.05.2017 um 00:14 Uhr

Dann ist es doch eine Versetzung.

50km!!

S
sinouhe

20.05.2017 um 01:45 Uhr

gironimo, in der erklärung was eine versetzung ist (betrvg) geht es nie um kilometer, sondern um den zeitraum und die tätigkeit. sie macht genau die gleiche tätigkeit nur eben an einem 50 km entfernten ort. ich will darauf hinaus, dass der ag sich offensichtlich um die informationspflicht des br "herumdrückt" in dem er die azubine ja nie 4 wochen "versetzt".

G
gironimo

20.05.2017 um 09:55 Uhr

Die Umstände ändern sich aber (wahrscheinlich) erheblich, unter der die Arbeit zu leisten ist. Dazu gehören auch ein erheblich längerer Fahrweg und damit verbundene Fahrtkosten zur Arbeit.

Und zwischen den 4 Wochen und den erheblich anderen Umständen steht im § 95 Abs 3 BetrVG das Wort ODER - es kann also auch ein erheblich kürzerer Zeitraum sein, der den AG verpflichtet vom § 99 BetrVG Gebrauch zu machen.

E
Ernsthaft

20.05.2017 um 12:20 Uhr

Bei der räumlichen Trennung ist immer von einem im Ausbildungsvertrag genanntem Ausbildungsort auszugehen. Wenn ein AG meint, mit diesem Verfahren einen Monatszeitraum umgehen zu können, irrt er sich gewaltig. Hier müssen auch sämtliche vom vereinbarten Ausbildungsort abweichenden Zeiträume zusammengezählt werden.

Und da diese den Zeitraum von einem Monat überschreiten, besteht auch ohne Berücksichtigung weiterer Faktoren, eine Anhörungs- und Zustimmungspflicht nach § 99 BetrVG.

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