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Interessenausgleich?

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idref2001
Sep 2023 bearbeitet

Hallo zusammen, wir werden als Tochterunternehmen wieder voll in die Mutterfirma integriert und danach aufgelöst werden. Alle sollen neue Verträge bekommen die sogar ein bisschen besser sind wie jetzt. Ist es da trotzdem ratsam/ein muss einen Interessenausgleich als Betriebsrat zu verlangen? Oder reicht es die neuen Verträge zu prüfen. Danke im voraus.

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Community-Antworten (4)

P
Pickel

17.09.2023 um 19:31 Uhr

Welche Interessen sind denn vernetzt und wofür sollte der Ausgleich erfolgen?

I
idref2001

17.09.2023 um 19:50 Uhr

Keine, aber wenn man Googelt sagen die einschlägigen Seiten man muss. Deshalb meine unsichere Frage.

C
celestro

17.09.2023 um 20:26 Uhr

der BR muss mEn durchaus prüfen, ob es einen Interessensausgleich geben muss. Aber wenn man zu dem Schluss kommt, das es keinen braucht, dann kann man das Thema mMn auch einfach abhaken.

M
Muschelschubser

18.09.2023 um 10:48 Uhr

Vielleicht sollte man den AN anraten, die neuen Arbeitsverträge mal vom BR sichten zu lassen.

Denn es ist einfach, pauschal von einer "Verbesserung" zu sprechen. Aber woran macht man es fest? Lediglich am Gehalt? Ich wäre da vorsichtig, denn es gibt deutlich mehr Inhalte als z.B. die Vergütung auf die zu achten wäre.

So muss man aufpassen, dass einem keine Eier ins Nest gelegt werden:

  • gibt es eine neue Tätigkeitsbeschreibung, die eine niedrigere Eingruppierung rechtfertigen würde?
  • sind veränderte Kündigungsfristen vereinbart worden?
  • bleibt die Betriebszugehörigkeit erhalten?
  • ist der Tätigkeitsort erweitert worden, so dass künftige Versetzungen erleichtert werden?
  • wird man genötigt, sein eigenes Eigentum einzubringen (z.B. technische Ausstattung, eigenes KFZ für Dienstfahrten)?
  • muss die AU schneller eingereicht werden als gesetzlich vorgesehen?
  • entsteht eine neue Probezeit?
  • werden (Kern-)arbeitszeiten verändert?
  • gibt es Änderungen am Urlaubsanspruch?

Das sind ad hoc einige Punkte die mir einfallen - sollten hier Verschlechterungen eingebaut werden, empfiehlt sich die Anpassung der Verträge. Da man aber oftmals nicht jeden Mitarbeiter ins Boot bekommt, kann man eben solche Benachteiligungen im Rahmen eines Sozialplans, Interessenausgleichs oder einer BV zur Unternehmensverschmelzung versuchen auszuschließen.

Allein schon, dass bestehende Betriebsvereinbarungen für alle weitergelten, sollte geprüft und ggf. nochmal irgendwo verankert werden.

Sollten die Verträge dennoch fair ausgestaltet sein und das Fortbestehen bestehender Regelungen für alle gesichert sein, erübrigt sich ggf. auch ein weiterer Handlungsbedarf.

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