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Muss ich mit einer Kündigung rechnen?

S
Ses654
Aug 2023 bearbeitet

Ich befinde mich seit über 4 Jahren, mit der Ausbildung seit über 7 Jahren, im Unternehmen und nun befürchte ich aufgrund meiner Krankheitstage in den letzten Jahren eine Kündigung. Unten aufgelistet, die Krankheitstage bis zum Jahr 2020. Im Jahr 2020 ging es mir mental nicht so gut, da ich in einer Abteilung war in der in gemobbt wurde. Ende 2020 wechselte ich zu der jetzigen.

Krankheitstage: 2020: 04.02 – 14.02 = 9T OSG-Distorsion 17.03 – 20.03 = 4T 27.04 – 30.04 = 4T 03.08 – 07.08 = 5T Weisheitszähne 24.08 – 28.08 = 5T 02.11 – 13.11 = 10T Gesamt: 37T

2021: 04.02 – 05.02 = 2T 15.02 – 18.04 = 43T (Hand gebrochen) 21.06 – 25.06 = 5T 11.08 – 13.08 = 3T 18.10 – 22.10 = 5T Gesamt: 58T, wovon 15T kurz Erkrankung (45T EFZ)

2022: 31.01 – 11.02 = 10T (Corona) 21.03 – 21.03 = 1T 28.03 – 04.04 = 6T 12.09 – 15.09 = 4T (Fuß gebrochen) 16.09 – 03.12 = 54T (Fuß gebrochen) Gesamt: 75 T, 17T wegen kurz Erkrankung (47T EFZ)

2023: 10.02 – 17.02 = 6T (Corona) 12.04 – 21.04 = 8T 28.08 – 01.09 = 5T Gesamt: 19 T

Ich mache mir Sorgen das ich in naher Zukunft ein Kündigungsschreiben erhalte, da unser neuer Vorgesetzter beim Telefonat gestern einen sehr komischen Kommentar gebracht hat.

Vielen Dank schonmal im vorraus.

901017

Community-Antworten (17)

P
Pickel

30.08.2023 um 08:40 Uhr

Und deine Frage? Grundsätzlich gilt als Richtwert, dass krankheitsbedingte Kündigungen aufgrund der unterstellten negativen Prognose möglich sind, wenn in 3 Folgejahren mindestens 6 Krankheitswochen liegen. Das ist bei dir schon der Fall.

B
BRot-404

30.08.2023 um 09:11 Uhr

Wurde dir in der Zeit mal eine BEM angeboten? Hast du sie wahr genommen?

K
Kehler

30.08.2023 um 09:48 Uhr

@Pickel Die Frage steht in der Überschrift. Woher hast du das mit den 6 Wochen innerhalb 3 Jahre?

@ses654 Hat dir dein AG schon einmal ein BEM angeboten? Gibts bei euch einen Betriebsrat?

"Alle Arbeitgeber müssen Betriebliches Eingliederungsmanagement betreiben, wenn Beschäftigte länger als sechs Wochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind. Dieses Gebot in §167 Abs. II SGB IX gilt ohne Einschränkung für alle Arbeitgeber, unabhängig von Betriebsgröße oder Branchenzugehörigkeit."

T
Tagträumer1

30.08.2023 um 10:00 Uhr

Du fragst ernsthaft, ob Du Dir sorgen machen mußt, bei diesen Fehlzeittagen?

Ja und das zurecht! Wie soll der AG mit Dir planen? In so jungen Jahren soviele Fehltage ist schon übel. Denkst Du, ca. 200 (!!!) Fehltage sind kein Ding?

M
Muschelschubser

30.08.2023 um 10:15 Uhr

Boah, manchen muss man den Stock ganz niedrig hinhalten, und man kann einen hohen Wetteinsatz gehen dass sie drüberspringen.

Warum "diskutiert" man in einem Forum mit, das zu 99% aus Fragen mit der Hoffnung auf hilfreiche Antworten erfahrener BRM besteht, wenn man genau weiß dass man eh nichts zählbares beitragen kann?

Sorry, aber außer provozieren und ätzen fällt mir kein logischer Beweggrund ein. Dazu noch empathisch wie ein Backstein.

Und eine Kündigung, ohne vorherige Gespräche, BEM, Ermahnung, Abmahnung usw. sehe ich gar nicht so eindeutig wie hier einige meinen. Es gibt Eskalationsstufen, die sehr wohl eine Rolle für die Verhältnismäßigkeit einer Kündigung spielen. Ebenso gibt es Fürsorgepflichten und die verpflichtende Einladung zu einem BEM-Gespräch.

Im übrigen geht es hier um unterschiedliche Krankheitsbilder. Auch da werden die Karten neu gemischt - anders, als wenn z.B. die selbe chronische Erkrankung immer wieder zu Fehlzeiten führt.

Aber ich habe ja bereits gelernt, dass hier einige kognitiv dermaßen eingekesselt sind, dass sie geltendes Recht lediglich für eine Empfehlung halten.

Leute, tragt bitte sachlich etwas zum Thema bei, oder sucht Euch eine andere Spielwiese. Erst Recht wenn Ihr am Rockzipfel eines AG hängt.

Und das vor dem ersten Kaffee... unglaublich.

T
Tagträumer1

30.08.2023 um 10:21 Uhr

Die Fürsorgepflicht hat der AG durch eine Umversetzung Ende 2020 nach angeblichem Mobbing bereits getan.

Hat nur keine Auswirkungen auf die Fehltage gehabt.

Der AG soll bei einer Krankheit Ermahnen/Abmahnen?!?! Aus welchem Grund???

BEM Gespräche sind vorgeschrieben, gab es diese @Threadersteller?

G
GabrielBischoff

30.08.2023 um 10:49 Uhr

Wir sind hier ganz stark in einer Frage der Unternehmenskultur, ob deine "Übergeordneten" hier aktiv werden wollen. Bei komischen Kommentaren hilft manchmal auch eine Nachfrage. Es kann ja auch sein, dass es deinen direkten Vorgesetzte einfach nur nervt schlecht planen zu können.

Ein BEM-Gespräch wird hier Klarheit bringen. Wenn dich ein Autofahrer über den Haufen fährt und du deswegen gebrochene Füße hast, dann ist das höhere Gewalt. Wenn du gebrochene Füße und gebrochene Hände hast wegen Extremsport, dann ist das was, worüber man reden muss.

Also vor einem BEM würde ich mir wenig Sorgen machen.

S
Ses654

30.08.2023 um 11:13 Uhr

Guten Morgen allerseits,

zunächst möchte ich mich für die zahlreichen Antworten bedanken, und auch dazu sagen das ich weiß dass die Fehlzeiten immer mehr werden, jedoch ich für die Jahre 2021 und 2022 einfach nichts dafür konnte. In den beiden Jahren waren es von sich aus unabhängige Unfälle, nicht ausgelöst durch Extremsportarten, bei denen ich mir Frakturen zugezogen haben. Letztes Jahr habe ich ein BEM-Schreiben erhalten. Diese "Einladung" habe ich beantwortet das es es sich bei meiner Fehlzeit lediglich um eine Fraktur handelt, welches bald schon auskuriert ist. Zwei Wochen später, habe ich die Arbeit bereits zu 100 % wieder aufgenommen. Seitdem kam nichts mehr.

Zusätzlich möchte ich noch sagen dass mein Vorgesetzter Grundlegend mit der Arbeit welche ich mache zufrieden ist, mich auch als Kompetent und Zuverlässig sieht, jedoch genervt darüber ist, dass unsere Krankheitsquote (Kurzerkrankungen) in der Abteilung so hoch ist. Letztens erst bat mein Vorgesetzter mich, bei uns in der Abteilung, der Sicherheitsbeauftragte werden.

Ich denke ich werde mal ein offenes Gespräch mit meinem Vorgesetzten führen, ich denke das sollte mir die Erkenntnis liefern ob es an mir liegt weshalb solche Kommentare kommen, oder ob es an der gesamt Situation gelegen hat.

K
Kehler

30.08.2023 um 11:43 Uhr

Das hört sich aber doch gut an. Wenn er mit deiner Arbeit zufrieden ist und die Krankheitsqoute in der Abteilung so hoch ist würde ich mir an deiner Stelle keine Gedanken machen, der großteil deiner Krankentage ist, so wie ich es rauslese, auf Grund von Unfällen angestiegen an denen du keine Schuld hast. Den Posten des SiB würde ich annehmen, ich glaube kaum das du diesen Posten angeboten bekommen hättest wenn man sich Gedanken über deine Kündigung macht.

Du solltest auf jeden Fall mal das Gespräch mit deinem Vorgesetzten machen.

Das BEM muss immer nach 6 Wochen, sprich 42 Kalendertagen innerhalb eines Jahres, nicht Kalenderjahr sondern rollierenden Jahr, angeboten werden.

C
celestro

30.08.2023 um 12:21 Uhr

"Du fragst ernsthaft, ob Du Dir sorgen machen mußt, bei diesen Fehlzeittagen?"

Ja, siehst Du doch.

"Ja und das zurecht!"

Kein Wunder, das Du tagsüber träumst. Du scheinst wohl in der Nacht nicht genug Schlaf zu bekommen (bei dem Unsinn, den Du hier von Dir gibst).

@Ses654

Schau mal hier:

https://ag-arbeitsrecht.de/de/leistungen/presseservice/kuendigung-wegen-krankheit-nur-bei-negativer-gesundheitsprognose#:~:text=Es%20gibt%20eine%20negative%20Gesundheitsprognose,erheblichen%20Beeintr%C3%A4chtigung%20der%20betrieblichen%20Interessen.

und da steht auch was von den 6 Wochen:

"Laut Sachverständigengutachten sei nicht bewiesen, dass der Arbeitnehmer zukünftig wiederholt jährlich sechs Wochen oder langer arbeitsunfähig krank sein werde."

ABER (wie auch bei Dir):

"Ebenso sei zu diesem Zeitpunkt noch kein Rückschluss auf eine besondere Krankheitsanfälligkeit möglich gewesen. Das insbesondere deswegen, weil der Mitarbeiter in der Vergangenheit nicht an häufig wiederkehrenden Erkrankungen wie Erkältungen gelitten habe, sondern die Fehlzeiten vor allem auf inzwischen ausgeheilten Leiden beruhten. Der Arbeitnehmer müsse auch nicht den Gegenbeweis führen, dass nicht mit weiteren künftigen Erkrankungen zu rechnen sei."

S
Ses654

30.08.2023 um 15:09 Uhr

Hallo,

nochmals viele Dank für die weiteren Antworte. Ich bin jetzt etwas entspannter was die Kündigung angeht, aufgrund des im Artikel erwähnten Beispiels, und auch viel Informierter darüber dass man nicht Pauschal sagen kann ob eine Kündigung kommt oder nicht. Ich weiß nur dass die letzten beiden Jahre sich nicht mehr wiederholen werden, und das auch so meinem Vorgesetzten sagen werden, wenn ich morgen wieder auf der Arbeit bin. Ich werde Ihm auch darum bitten, dass falls etwas im Hintergrund geschehen sollte, bezüglich meiner Arbeitsstelle, dass er dies bitte mir mitteilen sollte, damit ich früh genug agieren kann.

Dann heißt es jetzt abwarten und weiterhin gute Arbeit leisten. Mehr als das ist erstmal nicht möglich außer zu Spekulieren und sich den Kopf zu zerbrechen.

Nochmal vielen Dank and die Person die rein Objektiv sich das angeschaut haben und konstruktive Kritik und Hilfestellung geleistet haben.

C
celestro

30.08.2023 um 15:32 Uhr

Ohne Dich verunsichern zu wollen ... aber so eine Kündigung könnte auch kommen, wenn sie rechtlich völlig "absurd" wäre.

S
Ses654

30.08.2023 um 16:40 Uhr

Das weiß ich schon, deshalb meine ich ja das es heißt abwarten und weiterhin gute Arbeit leisten. Jetzt sich darüber den Kopf zu zerbrechen für nur zu Kopfschmerzen und es bringt einen nicht weiter. Vielleicht klärt sich auch alles in einem Gespräch mit dem Vorgesetzten.

C
celestro

30.08.2023 um 17:45 Uhr

Viel Glück Dir!

K
Kirchenmaus

31.08.2023 um 11:04 Uhr

Solche Fälle beschäftigen uns im BR momentan auch, laut meiner Recherche hat der Arbeitgeber aber nur sehr geringe Chancen das Arbeitsverhältnis zu kündigen. Laut Statistik sind 15 - 16 KT der Durchschnitt in Deutschland. Der größte Anteil in diesem Fall hier wurde aber durch nicht zu beeinflussende Kriterien (Knochenbrüche) generiert. Wie sollten diese Tage denn nun in eine Prognose mit einfließen. Und BEM, wie schon genannt, sollte vorher definitiv stattgefunden haben...

T
Tagträumer1

31.08.2023 um 11:12 Uhr

Das einzige, was dem TE helfen wird, ist weniger Ausfallzeiten zu haben, in 2023 sind es in 8 Monaten bereits wieder 19T, auf Dauer ist sowas nicht tragbar.

Sicherheitsbeauftragter ist ein "Posten" der unglaublich "beliebt" ist, da würde ich mir nichts drauf einbilden, wollte wohl nur niemand anders machen.

F
fantil

31.08.2023 um 13:10 Uhr

@TT Das Einzige, was dem TE helfen wird, ist, wenn du aufhörst hier im Forum etwas zu schreiben. Man sollte dich komplett ignorieren, da aber neue TE dich nicht kennen, ist es immer wieder notwendig auf deine Kommentare zu reagieren.

Du solltest hier in diesem Forum gesperrt werden, da deine "feinfühligen" Kommentare (siehe oben) auch Schlimmes bewirken können!

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