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Dieser Beitrag ist vor 9 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Informationsblatt für Mitarbeiter

S
samaur
Jan 2018 bearbeitet

Hallo, Vorweg möchte ich gerne darauf hinweisen, dass ich es gut finde, dass wir einen Betriebsrat haben! Da ich aber auch Kaufmann bin, habe ich teilw. Bauchschmerzen mit der vorgehensweise unsere BR. Da ich denke, dass man heutzutage auch immer ein Auge auf die Kosten/Resourcen haben sollte.

Nun zu meinen Fragen: Unser Betriebsrat gibt ca. 1/4 Jährlich ein Informationsblatt aus. Da wir ein recht großen Unternehmen sind (>1000 Angestellte), frage ich mich jedoch, ob es heute noch notwendig ist, das Informationsblatt in Papierform anzufertigen? So soll sicher gestellt werden, dass alle die Information auch erhalten. Es wird jedoch wirklich für jeden Arbeitnehmern 1 Exenplar gedruckt. In meinen Augen würde es auch reichen, wenn wir je Abteilung/Büro 1 Exemplar erhielten, da wir das Blatt ja nach der Lektüre nicht weiter benötigen und es entsorgt wird. Darauf angesprochen behart unser BR jedoch darauf, das nur auf diese Weise sichergestellt werden kann, dass auch alle die Information erhalten.

Nun haben alle Mitarbeiter eine Betriebseigene Emailadresse, die sie abfragen können.

Neben den Resourcen die hierfür aufgewendet werden, habe ich auch gefragt, warum die Informationsbrochue in Farbe gedruckt wird, da dies ja erheblich teurer ist, als ein reiner SW-Druck. Da es sich lediglich um Text handelt, kann ich die notwendigkeit hier nicht erkennen.

  1. Wäre es zulässig, die Auflage zu reduzieren, in dem jedem Büro nur 1 informationsblatt ausgehändigt wird?
  2. Wäre es zulässig das Informationsblatt lediglich per Mail an alle Mitarbeiter zu versenden. Zur Sicherheit könnte ja noch ein Vermerk für Abteilungsleiter erfolgen, dass sichergestellt werden muss, dass alle Mitarbeiter das Informationsblatt erhalten.
  3. Wie wird dies in anderen großen Unternehmen gehandhabt?
  4. Mir ist bekannt, dass durch den Druck in Farbe mehrkosten i.h. v. gut 1.000,-€ entstehen. Muss der Betriebsrat dies irgendwo rechtfertigen, da ja kein Farbdruck notwendig ist?

Ich danke für Ihre sachlichen Antworten.

1.41807

Community-Antworten (7)

I
ickederdicke

11.01.2017 um 13:51 Uhr

Ich gehe mit dir konform. Ausserdem ist Papier Oldschool... Bei uns gibt es Info´s immer per Rundmail hausintern plus Aushänge an den schwarzen Brettern.

W
WillsWissen

11.01.2017 um 14:04 Uhr

Grundsätzlich sollte man Maßhaltigkeit bewahren. Wenn aber das Gremium der Ansicht ist, dass vielleicht Informationen sonst nicht jedem zur Verfügung stehen, würde ich sie sogar noch auf postalischem Weg zustellen lassen. Das Angebot eines Kaufmanns könnte auch ein elektronisches Infoboard pro Abteilung sein, an dem der BR seine Infos veröffentlichen kann. Ein 50 Zoll Fernseher kostet heute nicht mehr die Welt. Für die 1000 € Farbdruck bekommt man schon 2 Fernseher.

C
celestro

11.01.2017 um 14:10 Uhr

Also ich kann das Problem ehrlich gesagt nicht so gut nachvollziehen. In einer Firma mit > 1000 MA wüßte ich nicht, warum 1000 Euro für den Farbdruck es überhaupt wert sind, darüber zu reden.

Nicht falsch verstehen ... der BR muß natürlich auch in gewissem Umfang auf die Ausgaben achten. Aber ich habe ehrlich gesagt so meine Zweifel, das in Eurem Unternehmen aufgrund der Kosten schwarz / weiß - Druck üblich ist. Und wenn sonst alles in Farbe gedruckt wird, sollte man sich ernsthaft mal fragen, warum ausgerechnet der BR nur in schwarz-weiß drucken soll.

Zu den Fragen:

1.) Klar ist das zulässig. Vermutlich ist aber die Frage eher falsch gestellt. Also es gibt im Unternehmen niemanden, der den BR rechtlich wirksam anweisen könnte, die Auflage zu verkleinern.

2.) Wie bei Frage 1 auch ... klar wäre das zulässig. Aber wenn der BR es weiter so machen möchte, dürfte da kaum etwas dran zu rütteln sein. Außer der AG geht vor Gericht und pocht auf "betriebsübliche Kommunikationswege". Sowas könnte aber auch schief gehen.

3.) Wir sind zwar nicht sonderlich groß, aber verschicken sowas auch eher per E-Mail und hängen an entsprechenden Stellen aus.

4.) siehe mein "Einleitungstext"

G
gironimo

11.01.2017 um 14:18 Uhr

Die Überlegungen, wie der BR Informationen an die AN weiter gibt, müss dieser Situationsbedingt im Einzelfall entscheiden. Da kann man aus der Ferne kaum sagen, was richtig oder falsch ist. Bei der ausufernden E-Mail - Flut scheint mir dieser Weg jedenfalls nicht automatisch der richtige zu sein.

Grundsätzlich stehen dem BR alle Informationswege im Betrieb offen.

Ich gehe davon aus, dass auch der AG schon in Deine Richtung gedacht hat, dann aber offenbar keine Probleme mit dem Infoblatt hat.

Um es provokant zu sagen : Angesichts der Jahresprämien für eure Leitenden sind die Mehrkosten - wahrscheinlich eher"Penuts".

E
Erbsenzähler

11.01.2017 um 14:23 Uhr

@samaur Bei uns haben im Unternehmen nicht alle Mitarbeiter eine Emailadresse. Da es sich um eine übersichtliche Zahl handelt bekommen diesen eine Printversion von den Informationen. Alle anderen bekommen unsere Informationen per Email. Ob sie sie lesen ist was anderes. Bei uns bekommen nur die Mitarbeiter ohne firmeneigene Emailadresse ein Printexemplar.

Es ist bei vielen Texten bessern, wenn man bestimmte Informationen farbig hervorhebt. Der Betriebsrat muss es nicht rechtfertigen. Außerdem dürfte kein Nichtbetriebsratsmitglied die Auflage reduzieren. Dann würde er seinem Chef helfen kosten zu reduzieren, weil das eine Behinderung der Betriebsratsarbeit wäre und somit ein Kündigungsgrund.

Bei dem Informationsblatt handelt es sich da um eine Seite oder um mehrere? Denn die 1000€ finde ich extrem hoch nur für die Farbe.

P
Pjöööng

11.01.2017 um 15:38 Uhr

Der Arbeitgeber hat die notwendigen Kosten der Betriebsratsarbeit zu tragen. Der BR ist der Auffassung dass es notwendig ist und der Arbeitgeber offensichtlich auch, sonst würde er es nicht zahlen.

Wo bitte ist das Problem?

K
Kölner

11.01.2017 um 18:24 Uhr

...und als Kaufmann sollte man wissen, warum solche kosten sich für den AG lohnen!

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