Vor kurzem wurde unser Unternehmen von einem größeren Unternehmen, das ebenfalls dem Investor untersteht, aufgekauft und integriert. Unser Unternehmen wird jedoch bis auf weiteres als eigenständiges Unternehmen geführt - so die off. Mitteilung an die Belegschaft!.
Durch den BR1 bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass dies, obwohl zunächst kein Stellenabbau und Zusammenlegung einzelner Abteilungen und Produktionsstätten als solches erkennbar, doch um eine Betriebsänderung nach § 111 BetrVG handelt.
Unser GBR hat das Thema nun auch mit rechtlicher Unterstützung an die Geschäftsleitung herangetragen und wir sind in Gesprächen, da weder der Informationsfluss zum Betriebsrat über die Reorganisation optimal war, noch ein Interessenausgleich oder Sozialplan angedacht bzw. aus Sicht der Geschäftsleitung (GL) notwendig sein soll. Und ja, einige Mitarbeiter haben nun Vorgesetzte aus anderen Standorten und auch umgekehrt, sind nun einige Mitarbeiter von unserem Standorten, anderen Teams u. Vorgesetzten unterstellt worden.
Das ganze zieht sich jetzt seit ca. 12 Monaten hin. Die allgemeine Unzufriedenheit hat dazu geführt, dass allein an unserem Standort 30% der Belegschaft freiwillig gegangen sind. Bei den anderen drei Standorten sieht es ähnlich aus. Stellen werden aber kaum bis gar nicht nachbesetzt. Arbeitslast und Unzufriedenheit steigt, etc.
Unter anderem auch Marketing und Personalabteilung, die ab sofort von Vorgesetzten des neuen Unternehmens, welches uns gekauft hat, geführt werden - was aber zuvor nicht so mitgeteilt/kommuniziert wurde.
Wir haben zwar als BR gefordert sämtliche Schritte und Maßnahmen zu unterlassen, bis die Betriebsänderung/Interessenausgleich etc. nicht abschließend geklärt wurden, dem kommt man aber in der GL nicht nach und ignoriert bzw. verschleppt dies offensichtlich bewußt.
Was können wir noch tun? Schnellst möglichst zur Einigungsstelle, da ja offensichtlich abzusehen ist, dass das Management komplett ausgetauscht und unsere alte Organisation komplett aufgeweicht und zunehmend aufgelöst wird?