Krankheit und Datenschutz
Hallo zusammen, ich würde gerne im obigen Zusammenhang ein paar Fragen stellen.
- Darf ein Vorgesetzter dem Team mitteilen: Person x ist krank und hat eine AU bis Tag y?
- Wenn ich meiner Arbeitskollegin (keine Freundschaft, aber gute Arbeitsatmosphäre) von meiner Krankheit erzähle: Hat es Konsequenzen, wenn sie es im gesamten Team weiter erzählt? Ihrer Aussage nach, wäre das dann einfach "mein persönliches Pech".
- Ist es weiterhin erlaubt mitzuteilen, welche Personen genau an Covid erkrankt sind ? (meine Firma hat weiterhin etwas strengere Regeln). Eine allgemeine Aussage (eine Person aus Team Z ist erkrankt) wäre möglich, sodass nicht direkt auf die eine Person Rückschluss gezogen werden kann.
Viel Input. Danke schon einmal für die Antworten!
Community-Antworten (5)
20.02.2023 um 08:40 Uhr
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Darf ein Vorgesetzter dem Team mitteilen: Person x ist krank und hat eine AU bis Tag y? Ich sehe darin kein Prpblem da der Teamleiter evtl. die Arbeit neu verteilen muss.
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Wenn ich meiner Arbeitskollegin (keine Freundschaft, aber gute Arbeitsatmosphäre) von meiner Krankheit erzähle: Hat es Konsequenzen, wenn sie es im gesamten Team weiter erzählt? Ihrer Aussage nach, wäre das dann einfach "mein persönliches Pech".
Wenn man jemanden erzählt was man für eine Krankheit hat muss man damit rechnen das es weitererzählt wird. Ich rate jedem nichts zu erzählen was vielleicht über eine Grippe hinausgeht, es bleibt immer was hängen was später gegen einen Verwendet werden kann. Ausgenommen ist der Werksarzt, der unterliegt der Schweigepflicht.
- Ist es weiterhin erlaubt mitzuteilen, welche Personen genau an Covid erkrankt sind ?
Was jemand für eine Krankheit hat geht niemanden etwas an. Auch bei uns gibt der AG nicht weiter wenn jemand an Covid erkrankt ist. Ich frage mich gerade ob da ein "nicht" fehlt.
20.02.2023 um 09:26 Uhr
Vielen Dank schon einmal, für die schnellen Antworten. Ich finde es so kompliziert durch den Datenschutzdschungel zu finden. Natürlich sollte man sich überlegen, wem man was erzählt. Fand es nur paradox, dass es ja über die Ecke der Kollegen auch wieder bei dem Vorgesetzten landen könnte.
Tatsächlich wurde bei uns von Beginn an offen kommuniziert, wer an Covid erkrankt ist, um Infektionsketten zu verfolgen. Von Einigen wird es immer noch spezifisch genannt und manche versuchen es allgemein ("in der Arbeitsgruppe x ist Jemand erkrankt" ) zu halten. Da fehlt tatsächlich also kein "nicht". Ich dachte, es gelte hier eine Sonderregelung. Es wurde immer kommuniziert, wer erkrankt ist. Also durchweg seit Beginn bis jetzt.
25.05.2023 um 09:56 Uhr
heute möchte ich Ihnen etwas über die ALS-Krankheit (Amyotrophe Lateralsklerose) erzählen. ALS ist eine neurologische Erkrankung, die das Nervensystem betrifft und zu fortschreitender Muskelschwäche und -atrophie führt.
ALS ist eine seltene Erkrankung, bei der die Nervenzellen, die für die Steuerung der Muskeln verantwortlich sind, allmählich absterben. Dies führt zu einer allmählichen Schwächung und Einschränkung der Muskelfunktionen, was letztendlich zu Schwierigkeiten bei Bewegungen, Sprechen, Schlucken und Atmen führt. https://nachrichtenmorgen.de/als-krankheit/
25.05.2023 um 10:20 Uhr
Thomas63 hat eigentlich alles gesagt.
Die voraussichtliche Dauer der AU ist wichtig für die Personalplanung und somit auch für jeden einzelnen von Interesse. Die Art der Erkrankung gehört datenschutzrechtlich zu den besonders schützenswerten Daten und dementsprechend sensibel ist damit umzugehen - es geht also erstmal niemanden was an.
Das gilt aber in erster Linie für den AG. Was der Erkrankte im Kollegenkreis auf der persönlichen Ebene kommuniziert, liegt in der eigenen Verantwortung. Wenn man Bedenken im Hinblick auf das Vertrauensverhältnis hat, lässt man es lieber. Oder man bittet ausdrücklich um Vertraulichkeit. Das Restrisiko liegt dann bei einem selbst.
Im Hinblick auf COVID habe ich allerdings noch etwas gemischte Gefühle. Es spielt in der Wahrnehmung kaum noch eine Rolle, und es gibt kaum noch Anlässe zum Test wenn keine Symptome vorliegen. Aber es ist nach wie vor präsent, Beschäftigte fallen noch regelmäßig mit COVID-Infektion aus und es ist nach wie vor hoch ansteckend. Somit ist es immer noch möglich, dass in einzelnen Abteilungen hohe Krankenstände zustande kommen und die Arbeitsabläufe gefährdet sein können.
Da sämtliche Regelungen diesbezüglich ausgelaufen sind, empfiehlt sich vielleicht eine Regelung auf freiwilliger Basis, damit sich direkte Kolleginnen und Kollegen eines Infizierten testen und schützen können, oder für eine Weile isoliert arbeiten können.
25.05.2023 um 10:57 Uhr
Bei uns gibt es offiziell nur die Angabe, dass ein Kollege abwesend ist. Ob Krankheit, Urlaub oder Stundenabbau geht nur den Vorgesetzten (und HR) an, der auch entsprechend planen muss. Gibt halt leider auch Kollegen, die zusammenzählen, wie oft jemand krank war, etc.
Das enge Kollegen oft trotzdem Bescheid wissen, ist ein anderes Thema.
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