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Dieser Beitrag ist vor 9 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Abmahnung wie sollen wir vorgehen.

E
Erfahrungsloss
Nov 2016 bearbeitet

Hallo, Wir sind neue BR und dahe keine Schulungen bis jetzt deshalb brauche ich dringend Rat. MA hat Abmahnung bekommen der möchten sich an BR wenden aber der Leitung ist auch BR Mitglied. Meine Frage wie kann mann die Beschwerde bearbeiten das der Leitung und BR Mitglied nicht dabei ist. Welche Möglichkeiten haben wir. Haben wir als BR recht über Abmahnungen informiert zu werden durch AG.AG meint nein.

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Community-Antworten (8)

G
gironimo

09.07.2016 um 17:28 Uhr

Bei Abmahnungen ist der BR nur im Boot, wenn ein AN den BR um Hilfe bittet. Abmahnungen betreffen das Individualrecht; es geht um arbeitsvertragliche Pflichtverletzungen und Fehlverhalten eines AN.

Aber wo ist das Problem. Gegen eine Abmahnung vorzugehen macht nur Sinn, wenn Fakten oder nachweislich falsche Behauptungen vorliegen. Dann sollte man eine Gegendarstellung schreiben, an die Personalabteilung schicken. Die Gegendarstellung wird mit zu den Akten genommen. Wenn es mehr in Richtung: " .... ja es hat zwar stattgefunden aber es ist entschuldbar /andere tun es auch/ich sehe es anders" oder ähnliches geht, rate ich eher davon ab. Vielmehr würde ich dem AN raten, sich zukünftig in dieser Frage korrekt zu verhalten.

Theoretisch könnte der AN selbst (nicht der BR) klagen. Aber vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand. Ich rate ab.

E
Erfahrungsloss

09.07.2016 um 17:46 Uhr

Problem liegt daran das der der das Abmahnung ausgesprochen hat auch BR Mitglied ist.Wie sollten wir als Gremium es behandeln.

B
Betriebsbonsai

09.07.2016 um 18:27 Uhr

Hallo. Ich sehe es ähnlich wie gironimo. Ich würde auch, außer die Abmahnung enthält definitiv falsche Behauptungen, die Finger von einer Gegendarstellung lassen. Der Abgemahnte sollte vielmehr prüfen, ob die Abmahnung überhaupt so stichhaltig und detailliert ist, dass sie überhaupt bei weiteren Verstößen in gleicher Sache für eine Kündigung reichen würde. Oftmals ist eine Abmahnung ja viel zu pauschal formuliert ohne konkrete Nennung eines eingetretenen Umstandes mit Ort und Zeitangabe. ... Aber eine zu pauschale Abmahnung ist das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wurde.
Der AN soll es lieber auf sich beruhen lassen und hier gegen nicht vorgehen, vor allem da ihr als BR auch das eine beteiligte BR-Mitglied nicht ausklammern könntet, wenn das Thema zur Sprache käme.

U
UliPK

09.07.2016 um 19:59 Uhr

Gespräche untereinander, ohne das entsprechende BRM helfen da auch schon, es muss ja keine BR-Sitzung sein, gebe da gironimo recht das betrifft das Individualrecht und somit könnt ihr da nur beratend tätig werden, bei Nachfrage des Abgemahnten. Siehe hier: http://www.arbeitsrecht.org/arbeitnehmer/abmahnung/welche-mitbestimmungsrechte-hat-ihr-betriebsrat-bei-einer-abmahnung/

Grundsätzlich Rate ich immer dazu einer Abmahnung zu Wiedersprechen, dieses muss aber auch fundiert gemacht werden, sonst kann der Wiederspruch auch nach hinten los gehen.

Dazu kannst du dir dieses mal durchlesen: http://www.abmahnung.org/widerspruch/ oder hier: http://www.dr-hildebrandt.de/abmahnung/abmahnung_18.htm

N
niemand

11.07.2016 um 19:52 Uhr

Hallo, hält der MA die Abmahnung für ungerechtfertigt, kann dieser nach §85 beim Betriebsrat Beschwerde einlegen. Der BR muss dann beurteilen, ob die Beschwerde gerechtfertigt ist. Hält er die Beschwerde für gerechtfertigt muss er auf Abhilfe hinwirken.

Ich weiß leider nicht mehr wo es steht, bin aber dere Meinung, dass ein betroffenes BR Mitglied an der Beratung und Beschluß zu einem Top nicht teilnehmen kann wenn es persöhnlich betroffen ist und hierzu dann ein Ersatzmitglied zu laden ist.

Vielleich weiß ein anderer wo das genau steht.

C
celestro

12.07.2016 um 11:49 Uhr

"Vielleich weiß ein anderer wo das genau steht."

Ergibt sich aus der Rechtsprechung zum § 25 BetrVG.

J
jorojo

12.07.2016 um 12:49 Uhr

Hallo Erfahrungsloss

Deine Aussage " Problem liegt daran, das der die Abmahnung ausgesprochen hat auch BR Mitglied ist" iritiert mich ein wenig. Kann ein Mitarbeiter der Abmahnungen aussprechen kann, im BR sein. ?

Gruß jojojo

C
celestro

12.07.2016 um 13:23 Uhr

Zitat: "Zur Ab­mah­nung be­rech­tigt sind auf der Sei­te des Ar­beit­ge­bers nicht nur die­je­ni­ge Per­so­nen, die auch ei­ne Kündi­gung aus­spre­chen könn­ten, son­dern al­le Per­so­nen, die dem ab­ge­mahn­ten Ar­beit­neh­mer Wei­sun­gen er­tei­len können."

Also es reicht, der Gruppenleiter zu sein. Und der kann / darf BRM sein.

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