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Mitarbeiterbefragung

L
Lowrider
Nov 2016 bearbeitet

Hallo zusammen,

wir haben eine Diskussion angeregt und wollten die mehrheitliche Meinung der Mitarbeiter mit in unsere Entscheidung einfließen lassen. Demnach hatten wir darum gebeten, unseren BRM die Meinung im persönlichen Gespräch kurz mitzuteilen. Bei der letzten Sitzung waren dann allerdings gespaltene Meinungen. Also haben wir uns entschlossen, eine Mitarbeiterbefragung durchzuführen (nur 1 Frage mit JA / NEIN).

Die Liste unserer MA zum abhaken, wer befragt wurde haben wir erstellt und eine separate Liste, wo die Antworten per Strichliste aufgeführt werden - so dass keine Rückschlüsse auf die Antwort eines bestimmten MA gezogen werden können.

Aufgabenstellung war klar abgesprochen, dass je 2 BRM zusammen losziehen, wenn sie Zeit haben und die Befragung abteilungsweise durchführen.

Nun saß vor zwei Tagen ein Ersatzmitglied (!!!) im Aufenthaltsraum mit eben diesen Listen. Dieses Ersatzmitglied war auch nicht bei der Besprechung dabei. Das hat nun natürlich einen sehr bitteren Beigeschmack für mich.

Ist es mein gutes Recht, dann diese Befragung anzuzweifeln? Welche andere Möglichkeiten habe ich?

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Community-Antworten (9)

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outofmemory

19.05.2016 um 10:24 Uhr

Welche Information mir persönlich fehlt ist, ist ob die Listen, die das "Ersatzmitglied" hat/hatte, die waren, wo schon abgehakt bzw. Striche gesetzt gesetzt waren. Sollte dies die teil oder ganz ausgefüllten Listen sein, dann sollte man im BR beraten ob diese noch weiter verwendet werden können.

Ungeachtet dessen habe BR-Unterlagen nichts in einem Aufenthaltsraum zusuchen. Weiter nehme ich mal an, dass Ihr einen klar defenierten Beschluss für dieses Vorgehensweise definiert habt. Dies würde bedeuten, dass das Ersatzmitglied gegen diesen Beschluss handelt. Zitat:"...dass je 2 BRM zusammen losziehen, wenn sie Zeit haben und die Befragung abteilungsweise durchführen..." Dies sollte zur Konsequenz haben, dass mit diesem dies bezüglich gesprochen werden sollte/muss.

Grundsätzlich hätte ich eine Stimmenabgabe per Zettel in einer Wahlurne besser gefunden. Da die 2 BRM bei der Strichliste grundsätzlich doch die Möglichkeit haben nachzuvollziehen wer wie abgestimmt hat. (Vorher- /Nachhervergleich) Auch fehlt mir die Möglichkeit der Enthaltung.

M
Moreno

19.05.2016 um 10:27 Uhr

Ohhhhh nein ein Ersatzmitglied Ekelhaft sofort die Befragung annullieren.... ;-) vielleicht war auch ein BRM verhindert und hat das Ersatzmitglied gebeten für ihn die Befragung zu machen was dies für einen Unterschied machen soll kann ich allerdings nicht erkennen. Ihr wollt doch wissen was die Belegschaft über ein bestimmtes Thema denkt und da ist es doch nur wichtig, dass ihr die Ergebnisse vorliegen habt.

W
WillsWissen

19.05.2016 um 10:49 Uhr

Ein Ersatzmitglied (!!!) Man sollte sich die Frage stellen woher eine solche Person die "Liste" bekommen hat. Etwa von einem "echten Betriebsratsmitglied"!!!???

L
Lowrider

19.05.2016 um 11:02 Uhr

Es ging vielmehr darum, dass ein Ersatzmitglied erst im Falle eine Verhinderung ein BRM wird. Dies war aber nicht der Fall. Das Ersatzmitglied hat diese Liste von seiner Frau (ordentliches BRM) bekommen. Sie unterhält sich eh nach jeder Sitzung mit ihm bzw. versucht seine Meinungen bei uns oben durchzusetzen.

Und ich weiß jetzt nicht, inwieweit die Antworten dann überhaupt noch aussagekräftig sind.

M
Moreno

19.05.2016 um 11:10 Uhr

Ich glaub eher Du hast ein Problem mit den beiden Personen als mit Eurer Befragung. Das sie sich mit ihrem Mann austauscht und seine Meinung im Betriebsrat vertritt ist ja nur normal. Sag einfach Du glaubst, dass diese beide die Belegschaft in ihrer Meinung beeinflusst haben und für Dich das Ergebnis der Befragung nicht repräsentativ ist. Dann hörst Du ja was die anderen BRM dazu meinen. In so einer Umfrage wird ja nur die Meinung der Belegschaft ermittelt hat aber keine rechtliche Auswirkung auf Eure Betriebsratsarbeit.

G
gironimo

19.05.2016 um 11:11 Uhr

Ihr solltet die Befragung vielleicht nicht zu hoch bewerten. - Die Geister die ich rief!-

Ich schätze Eure Vorgehensweise ohnehin als nicht geeignet an, tatsächlich ein echten Meinungsbild zu erhalten. Also nehmt das Ergebnis nur als ein Stimmungsbild.

P
Pjöööng

19.05.2016 um 13:09 Uhr

Nachdem man hier bei den Kollegen den Eindruck erweckt hat, sie könnten abstimmen, kann man jetzt wohl schlecht kommen und sagen "Ätschibätsch! War nur ein Stimmungsbild!"

Man muss sich VORHER überlegen was man erreichen will.

L
Lowrider

19.05.2016 um 15:22 Uhr

Wir wollten auch abstimmen lassen. Es ging uns um die zeitlich befristete Erhöhung der Zeitsalden. Allerdings gehören seine Frau und er zu der kleinen Fraktion, welche das nicht wollen. Der überwiegende Großteil (>80% meines Wissens nach) unserer Mitarbeiter sind jedoch noch Empfänger von zum Beispiel Wohngeld, wo sie von den ausbezahlten Überstunden dann jedoch kaum etwas haben. Und da dieses Jahr eben doch mehr Überstunden anfallen werden, was sich aber bis Ende 2017 wieder geregelt haben sollte, wollten wir gerne für die MA durchsetzen, dass bis Ende 2017 die Zeitsalden auf +50 erhöht werden und jedem MA die Möglichkeit gegeben wird, die Überstunden als Freizeitausgleich zu nehmen. Es ist betrieblich dieses Jahr nicht wirklich möglich, die Überstunden durch Freizeitausgleich abzubauen - bis Ende 2017 aber eben doch.

Da er jetzt mit der Liste alleine saß, weiß ich eben nicht, inwieweit wir damit überhaupt noch etwas anfangen können, da er - wie gesagt - strikt gegen diese Erhöhung ist.

C
celestro

19.05.2016 um 15:29 Uhr

und welches andere Mitglied war mit ihm unterwegs gewesen ? Wenn niemand, dann sollte man vielleicht mal das Ergebnis abwarten. Manipulation zu unterstellen, nur aufgrund von "er saß da jetzt alleine" ist glaube ich ein bißchen übertrieben, oder nicht ?

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