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Arbeitgeber erscheint nicht zu Monatsgesprächen

S
Semmelknoedel
Jan 2018 bearbeitet

Hallo zusammen.

Ich bin Mitglied eines Betriebsrates (3er Gremium), den wir vor knapp 4 Monaten aus dringendem Anlaß gegründet haben. Wir sind alle noch ziemlich unerfahren mit der Materie, haben aber den Willen und Ehrgeiz uns da reinzuarbeiten (die ersten Schulungen sind auch schon gebucht). Nun ist es allerdings der Fall, dass es einige dringende Punkte mit der Geschäftführung zu klären gibt, obwohl wir noch gar nicht umfassend in der Betriebsratsarbeit gebildet wurden. Um diese Punkte zu klären, haben wir die GF zu Monatsgesprächen eingeladen, die Termine hierfür frühzeitig vorgeschlagen und festgelegt, Einladungen verschickt und Tagesordungen erstellt. Doch wiederholt hat die GF diese Termine unentschuldigt platzen und verstreichen lassen, so dass es momentan für den Betriebsrat nicht möglich ist, in irgendeiner Form mit dem Arbeitgeber in einen Dialog zu treten. Wir sind uns darüber im Klaren, dass es sich hier seitens der GF um eine reine Hinhaltetaktik handelt.

Nun wäre meine Frage, wie denn nun in solchen Sitauationen am besten zu verfahren ist. Welche Mittel und Werkzeuge kann ein BR hier anwenden? Wie kann der Arbeitgeber gezwungen werden, in Beratung und Verhandlung mit dem BR zu treten? Oder ganz simpel gefragt: Was sollen wir tun?

Eine Auskunft in dieser für uns schon sehr dringenden Angelegenheit würde ich mich sehr freuen. Dankbar wäre ich sowieso.

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Community-Antworten (2)

P
Pjöööng

07.04.2016 um 18:53 Uhr

Machtspielchen ...

Es gibt Dinge über die MUSS Euer Arbeitgeber mit Euch reden, z.B. Einstellungen, Mehrarbeit ... An diesen Stellen könnt Ihr ihm so verdammt weh tun....

Natürlich wäre es jetzt wenig hilfreich sich seinerseits in den Schmollwinkel zu verziehen und alle abzulehnen, was möglicherweise irgendwann vom Arbeitgeber kommt, bzw. vors Arbeitsgericht zu rennen, wenn nichts kommt. Deshalb wpürde ich es weiterhin zuerst mit Kommunikation versuchen.

Eine Möglichkeit wäre z.B. dass der Vorsitzende einfach mal ein kurzes Gespräch mit dem Arbeitgeber darüber führt, dass Ihr den Willen zur vertrauensvollen Zusammenarbeit habt, aber das natürlich das Gleiche auf der anderen Seite vorraussetzt. Einfach ins Gespräch kommen.

Ganz spannend finde ich das Spiel, erst einmal im Gremium gemeinsam zu definieren, was man als Gremium vom Arbeitgeber erwartet und dann den Arbeitfgeber mal zu bitten zu sagen, was er vom Gremium erwartet. Und dann über diese Punkte zu reden, ohne in die Konfrontation zu gehen.

G
gironimo

07.04.2016 um 20:56 Uhr

Im Zuge der vertrauensvollen Zusammenarbeit ist der Arbeitgeber zu diesem Gesxpräch verpflichtet. Allerdings würde ich auch erst einmal alle diplomatischen Möglichkeiten ausnutzen.

Anschließend - wenn der AG sich weiter verweigert - wäre vielleicht betriebliche Öffentlichkeitarbeit angezeigt (den Sachverhalt sachlich auf der nächsten Betriebsversammlung darstellen).

Rechtliche Schritte sind zwar möglich aber wirklich nur das letzte Mittel.

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