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Ehrenamt oder "billige" Arbeitskraft

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frausommer
Jul 2019 bearbeitet

Hallo, wir abeiten mit einem TV. Mo-Fr 40h. Immer öfter möchte der AG auf Märkten präsent sein um seine Produkte zu verkaufen. Den Verkauf "übernehmen" MA außerhalb ihrer Arbeitszeit "gern" ehrenamtlich. Aus unserer Sicht handelt es sich hierbei um keine ehrenamtliche Tätigkeit, sondern um Ausnutzung einer ganz "billigen" Arbeitskraft. Könnt Ihr uns einen Rat geben, oder eines Besseren belehren?

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Community-Antworten (10)

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Moreno

03.03.2016 um 12:00 Uhr

Aus Eurer Sicht und was sagen die Kollegen die diese Dienste freiwillig übernehmen?

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Mattes

03.03.2016 um 12:29 Uhr

Ich bezweifle, das der Gesetzgeber die Verkaufstätigkeit am Wochenende als Ehrenamt sieht.

Ich denke er wird da eher Steuerhinterziehung, Betrug an den Sozialkassen etc. sehen. Sind die MA den Versichert wenn sie am Wochenende verkaufen?

Was sagt das Gewerbeaufsichtsamt dazu?

Haben ich mich jetzt in den letzten Jahren geirrt und die ehrenamtlichen auf Baustellen zu unrecht als Schwarzarbeiter betitelt?

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gironimo

03.03.2016 um 13:50 Uhr

Ehrenamtliche Arbeit am Arbeitsplatz gibt es in so fern nicht.

Die AN können nur dann zusätzlich tätig werden, wenn der BR der Arbeit außerhalb der üblichen Arbeitszeit zugestimmt hat (und dabei zuvor die Konditionen mit dem AG geklärt hat: also Bezahlung, Zeitausgleich usw)

Dieses Mitbestimmungsrecht lässt sich nicht umgehen, indem der AG sagt, die Kollegen kommen freiwillig. Ihr solltet da den AG auffordern, es zu unterlassen Arbeiten außerhalb der Arbeitszeit anzuordnen, ohne dass der BR beteiligt wurde. Notfalls § 23.3 BetrVG ins Auge fassen.

Individualrechtlich sehe ich übrigens auch noch den § 612 BGB

M
Moreno

03.03.2016 um 14:00 Uhr

Hmmm ich arbeite aber auch nebenbei ehrenamtlich für meinen Arbeitgeber :-)

G
gironimo

03.03.2016 um 14:59 Uhr

aber eben als BR :-) selber Schuld :-(

aber Du bekommst die Zeit je wenigstens vergütet - wenn auch schlecht

M
Moreno

03.03.2016 um 15:23 Uhr

Ne nicht als BR da bekomm ich die Zeit gut vergütet :-) aber bei Diaabenden Ausbildungsmessen Kegelabende usw usw alles ehrenamtlich und gerne. Auch an Wochenenden.

P
Pjöööng

03.03.2016 um 15:36 Uhr

"Diaabende"? So etwas gibt es noch?

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frausommer

03.03.2016 um 16:03 Uhr

Hallo moreno, wenn für dich und deine Familie alles passt, ist doch alles gut, FÜR DICH. Als BR-Mitglied sehe ich mich eher bei gironimo und Mattes. Denn die Freiwilligkeit, ist eher eine aufgezwungene Freiwilligkeit. Für Leute mit einem "Sprachfehler". Und schnell kann alles zu einer "betrieblichen Übung" werden. Und ausserdem, da war doch noch etwas mit Gleichbehandlungsgrundsatz und Fürsorgepflicht.

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Mattes

03.03.2016 um 16:18 Uhr

also Unrecht kann nie nicht zu einer Betrieblichen Übung werden...

Und um es nochmal klar zu sagen es ist egal ob der AG oder die MA es Freiwillig machen. Es ist eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit woraus sich schon alles weitere ergibt.... bis hin zur Beteiligung des BR wie oben von gironimo angeschnitten.

M
Moreno

03.03.2016 um 16:25 Uhr

Hallo Frau Sommer. Deswegen hatte ich ja schon geschrieben was die Kollegen denn zu diesen Einsätzen sagen. Sicherlich muss man auch unterscheiden ob man bei einem gemeinnützigen Verein arbeitet (wie ich) oder bei einem gewinn orientierten Unternehmen. In diesem Fall würde ich als Betriebsrat auch von Mehrarbeit ausgehen ...auch wenn diese nicht vergütet wird ....und meine Mitbestimmung einfordern.

@Pjöööng jaaa sehr beliebt ist Diavortrag ,,Kanu fahren im Altrhein" Altersdurchnitt der Zuschauer liegt bei 98,5 Jahren ;-)

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