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Vertrauensfrage selber stellen

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pebbles
Sep 2017 bearbeitet

Ich bin seit 2 Jahren BR-Vorsitzender in einem 5er-Gremium. Immer wieder fallen mir einige BR-Mitglieder bei wichtigen Entscheidungen in den Rücken und verhindern dadurch die konsequente Durchsetzung von Rechten. Ich gerate dadurch wiederum in den Ruf bei der Geschäftsführung, der einzige Querulant im BR zu sein. Ich möchte jetzt in meinem Gremiums die Vertrauensfrage stellen, um zu sehen, ob die Mitglieder wirklich bedingungslos hinter mir stehen. Leider habe ich keine Ahnung, wie das genau ablaufen muss. Natürlich würde ich nur als Vorsitzender zurücktreten und nicht komplett aus dem BR ausscheiden. Kann mir eventuell jemand weiterhelfen ?

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Community-Antworten (7)

G
gironimo

31.01.2016 um 11:14 Uhr

ob die Mitglieder wirklich bedingungslos hinter mir stehen<

In Deinem 5er Gremium sitzen 5 Individualisten, die über jede Angelegenheit ihre eigene Meinung entwickeln können und per Beschluss dann entscheiden, wie im Einzelnen die Meinung des BR ist. Diese Meinung hast Du als BRV umzusetzen.

Auch wenn Du oft anderer Ansicht bist (Demokratie lebt von Meinungsvielfalt), musst Du diese Mehrheitsmeinung so hinnehmen. Du hast als BRV nicht den Anspruch darauf, dass die Mehrheit Deinen Gedankengängen folgt. Willst Du dies, musst Du die Mehrheit überzeugen.

Die "Vertrauensfrage" bringt in so fern nichts. Die Kollegen werden Dir das Vertrauen, dass Du die Beschlüsse des BR umsetzt, aussprechen. Und sie werden trotzdem anderer Meinung in Sachfragen sein .....

Und ich halte ehrlich gesagt auch gar nichts davon zu sagen: "Entweder ihr seit meiner Meinung oder ich werfe hin"

Ich würde mir aber auch nicht deshalb den Kopf zerbrechen, weil die GL zu verstehen gibt, dass Du ein Querulant seist. Eine andere Meinung ist nun einmal ganz normal. Und vielleicht ist es auch gut zu wissen, dass es im BR einen gibt, der eine andere Betrachtungsweise der Dinge hat - für die GL und für die Arbeitnehmer.

Also mach weiter so -

P
pebbles

31.01.2016 um 11:20 Uhr

Ich hätte vielleicht noch dazu schreiben sollen, dass die beiden BR-Mitglieder, die meist anderer Meinung sind, zum einen der Assistent der Geschäftsführung und zum anderen ein Abteilungsleiter sind.

G
gironimo

31.01.2016 um 11:35 Uhr

Na - da liegt das Problem nun wirklich nicht bei Dir. Die Wähler haben die beiden gewählt. Nur die können es auch ändern. Bis zur nächsten Wahl solltest Du - und die, die mit Dir gehen gute Öffentlichkeitsarbeit leisten.

A
AlterMann

31.01.2016 um 13:03 Uhr

Hallo pebbles, ich bin im Prinzip bei gironimo. Mir ist allerdings noch nicht klar, wie das "in den Rücken fallen" genau aussieht. Werden die Beiden dauernd überstimmt und distanzieren sich danach bei der GL von den Beschlüssen? Dann sollte man vielleicht mehr Zeit bei der Formulierung der Beschlüsse aufwenden und mehr auf Einigung als auf Abstimmung setzen. Oder haben die beiden Ducken und Schleimen als Lebensaufgabe entdeckt? Dann wirst Du es vermutlich aushalten müssen und kannst höchstens versuchen, für die nächste Wahl bessere Kandidaten aufzubauen helfen.

C
Challenger

31.01.2016 um 13:36 Uhr

Tach auch pebbles, wie sind denn die zwei anderen BR-Mitglieder drauf ??? Kannst Du mit denen vielleicht eine Mehrheit für die Abstimmungen schaffen ??? Welche Befugnisse haben denn der Assistent und der Abteilungleiter ??? Haben sie vielleicht die Berechtigung zur selbsständigen Einstellung und Entlassung von MA ???

P
pebbles

31.01.2016 um 13:53 Uhr

Die beiden anderen sind schon anders drauf und auf denen ruhen auch immer meine Hoffnungen. Dennoch versuchen die beiden "Spezialisten" immer die anderen zu beeinflussen. Bei der nächsten Wahl sind hoffentlich andere Kandidaten auf der Liste. Unser Geschäftsführer macht was er will, weil er ganz genau weiß, dass nichts passieren wird. Zigmal war ich schon beim Anwalt, um verschiedene Dinge abzuklären. Zigmal kriege ich von ihm zu hören "das geht's nicht, da müsst ihr unbedingt klagen, etc.,etc.". Und ich kann nie auf seine Ratschläge so reagieren, weil ich schon alleine keine Mehrheit bekomme, wenn von den"treuen" Kollegen einer fehlt.

K
Kölner

31.01.2016 um 14:08 Uhr

Dann würde ich das lassen. Wenn Du keine Mehrheit bekommst, für was auch immer, dann musst Du für Dich überlegen, ob es nicht bessere/andere Schauplätze gibt, auf denen Du mehr und besseres für die Belegschaft schaffst. Und: Vielleicht ist ja Deine Meinung falsch...

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