Vertragsentwurf liegt vor, Mitarbeiterin fragt nach und bekommt den Vertrag nicht
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ein Fall, wie er vermutlich selten ist. Ich weiß nicht, ob der BR hier aktiv werden kann / soll. Eine Mitarbeiterin, deren Vertrag zum Ende September ausläuft, erhält einen von AG-Seite bereits unterschriebenen Vertrag kurz vor Ende ihrer Beschäftigung zum Unterzeichnen. Sie hat noch einige Anmerkungen / Änderungswünsche, die sie am 29.9. per Email dem AG übermittelt und die meines Erachtens alle berechtigt sind: es wird auf ein Stellenprofil verwiesen, welches nicht als Anhang dem Vertrag beigefügt ist; Probezeit eigentlich nicht nötig; Arbeitszeit fixiert auf 7,7 h / Tag anstatt 38,5 h / Woche; einseitige Option des AG, Arbeitszeiteinteilung zu ändern; Home-Office Regelung unbefriedigend; Widerspruch der im Vertrag genannten Kündigungsfristen zu §622 BGB. Der AG erklärt, die AN sei offensichtlich nicht an dem Vertrag interessiert, es läge kein Vertrauensverhältnis vor, daher sei man an einer Anstellung nicht mehr interessiert. Die AN ist jetzt nicht mehr im Betrieb, möchte aber nach wie vor die Stelle haben. Was kann sie, was können wir tun?
Community-Antworten (5)
15.10.2015 um 14:55 Uhr
Was soll man da noch machen können? Vertrag läuft aus AG bietet neuen Vertrag zu diesen und jenen Konditionen an. AN schickt den Vertrag nicht unterschrieben zurück und will ihn verändert haben AG sagt okay dann eben nicht. Ärgerlich ist aber so. Natürlich könnt Ihr als Betriebsrat beim AG nachhaken was das soll, aber zwingen den AN einzustellen wird man ihn nicht können.
15.10.2015 um 14:54 Uhr
vielleicht mal mit dem AG reden. Erstens nicht verboten, des Weiteren könnte bei dem einen oder anderen Punkt ja vielleicht eine BV betroffen sein
15.10.2015 um 15:10 Uhr
Hat sie denn jemand gehindert, am 1.10. weiter zu arbeiten? Ich hätte ich erst am 2.10. meine Anmerkungen an der AG geleitet.
Aber so .... bleibt nur die Diplomatie
15.10.2015 um 15:16 Uhr
"möchte aber nach wie vor die Stelle haben. "
Dann hätte sie zu gegebener Zeit unterschreiben müssen.
So bleibt es beim Fazit "Markwert überschätzt".
15.10.2015 um 16:45 Uhr
Die AN hatte objektiv recht, hat sich aber leider taktisch sehr ungeschickt angestellt. Noch dazu angesichts der Zeitnot. Sie könnte noch anklopfen und 'Abbitte leisten' ... falls sie das will ... dann aber bald, denn mit jedem Tag schwinden die Chancen.
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