Diskriminierung??
Hallo Zusammen, Und zwar bedrückt mich folgendes: Unser BR besteht noch nicht allzu lange und bisher sind wir dem AG immer entgegen gekommen und sind Kompromisse eingegangen! Doch schnell haben wir gemerkt, dass wir so nicht ernst genommen werden deswegen haben wir in einem Gespräch unseren Standpunkt klar gemacht!! Seitdem geht es los!! Ich bin die Vorsitzende und habe vorher die Dienstpläne geschrieben! Auf einmal bin ich für das Programm gesperrt, ohne eine Information seitens des AG!! Gestern hatte ich dann einen Brief an mich persönlich in meinem Fach in dem steht der AG müsse ein Personalgespräch mit mir führen über Erledigungen meiner Aufgaben!! Muss ich das als Diskriminierung ansehen?? Würde mich über Antworten freuen und bedanke mich schonmal vorab!!
Community-Antworten (3)
16.07.2015 um 13:00 Uhr
Nein - Du erlebst den fast schon "normalen" BR-Alltag.
Ruhe bewahren - nicht provozieren lassen und die Interessen der AN stärker in den Vordergrund stellen. Faule Kompromisse nur des lieben Friedens willen sind fehl am Platze. Ein wirklich gutes Verhältnis zum AG zeichnet sich dadurch aus, dass man unterschiedliche Auffassungen und Interessen offen diskutieren kann.
Erinnere den AG sachlich an den § 78 BetrVG. Dort heißt es u.a. "Sie (Betriebsräte) dürfen wegen ihrer Tätigkeit nicht benachteiligt oder begünstigt werden; dies gilt auch für ihre berufliche Entwicklung." Beruflich kalt stellen geht also nicht.
Zum Personalgespräch nimm unbedingt einen BR-Kollegen mit (§ 82 Abs. 2 BetrVG)
16.07.2015 um 13:14 Uhr
Also über das "Nein" würde ich ja fast schon streiten wollen. Das Wegnehmen administrativer Aufgaben, augenscheinlich aufgrund des Betriebsratsmandats, dürfte zwar keine (insofern stimmt das Nein schon) Diskriminierung sein, eine verbotene Benachteiligung würde ich aber schon erkennen wollen
16.07.2015 um 15:34 Uhr
Sachlich gerechtfertigt scheint mir die Verlagerung der Aufgabe "Dienstpläne schreiben" schon. Immerhin ist es der BR der letztendlich die Dienstpläne zu prüfen und freizugeben hat. Dieser Aufagbe kann man unbefangener nachkommen, wenn man die Dienstpläne nicht selber geschrieben hat.
Vom Vorgehen her geht das so natürlich ganz und gar nicht! Die Thematik hätte man gemeinsam erörtern müssen und möglichst gemeinsam eine Lösung finden.
Ein Gespräch über die Aufgaben und ihre Erledigung sollte immer möglich sein.
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