Auswahl Stellenbesetzung bei Transfersozialauswahl / betroffener & nichtbetroffener Mitarbeiter
Hallo BR Kollegen,
da ich noch nicht lange im Betriebsrat bin und mir ein heutiger Fall doch zu denken gegeben hat, wende ich mich an erfahrene Kollegen:
Person A (nicht ! von Sparmaßnahmen betroffen) wird aus einer anderen Abteilung vom Vorgesetzten X eine durch Eigenkündigung des bisherigen Mitarbeiters freigewordene Stelle angeboten und möchte diese Stelle unbedingt mit Person A besetzen.
Gleichzeitig läuft nun ein Kosteneinsparungsprogramm inkl. Transfersozialauswahl für andere betroffene Mitarbeiter . Auf die nun freigewordene Stelle bewirbt sich ein geeigneter Kandidat – Person B, der die Stelle ebenfalls haben möchte.
Vorgesetzter X favorisiert und meldet nun an Personalabteilung & Betriebsrat wie folgt: Favorit 1.: Person A (nicht von TSA betroffen, will er eigentlich haben) Favorit 2: Person B (von TSA betroffen, geeignet)
Hintergrund zu beiden Kandidaten: Person B hat auf bisheriger Stelle (nur in anderer Abteilung) den gleichen "Hierarchie-Grad" wie Person A. Unterschied in der Qualifikation: Person A hat 10 J. mehr Berufserfahrung/Jahre als Person B; Betriebszugehörigkeit A: 2,5J; B: 8J
Person B könnte die ursprüngliche Stelle von Person A übernehmen, da gleiche Ebene und keine Abstufung erfolgen würde.
Wie könnte vs. müsste hier entschieden werden um allen Mitarbeitern gerecht zu werden?
Danke
Community-Antworten (1)
10.07.2015 um 19:03 Uhr
Wenn doch X sagt B ist geeignet.
Stelle Dir vor, der AG würde dem BR A zur Versetzung vorlegen und nach § 99 BetrVG den BR um Zustimmung bitten.
Da käme der BR doch kaum umhin, der Versetzung zu widersprechen, da in Folge der Maßnahme B Nachteile erleidet (§ 99 Abs. 2 Nr.3 BetrVG) - oder?
Es sei denn, der AG bietet gleich einen Ringtausch an oder die Besetzung eder Stelle mit B.
Also sucht doch gleich das Gespräch mit dem AG und versucht das Problem diplomatisch zu lösen.
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