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Schadstoffprüfung bei zunhemendem "Krankenstand" veranlassen?

L
Lupiloop
Jan 2018 bearbeitet

Hallo bei uns ist es derzeit so, dass sich seit Anfang des Jahres die Krankmeldungen häufen. Und zwar nicht in Form von Infekten sondern in Form von: mit Notarzt ins Krankenhaus eingeliefert - verdacht auf Lungenentzündung

Nun haben wir in dem Bereich in dem die Mitarbeiter arbeiten überall Teppich liegen. Die Mitarbeiter sind der Meinung, es könnte an diesem sein, dass sich die Krankheitsbilder gehäuft haben. Zumal es ein Büro gibt, in dem es so schlimm stickig ist, dass wenn man die Tür aufmacht, am liebsten sofort wieder raus gehen wöllte. Auch trotz lüften, auch wenn das Fenster die ganze Nach angekippt ist. Es ist eben komisch, dass es bei allen um Luftnot, Lunge, Kopfschmerzen... geht

Ich wollte nun gern die Problemlage mit in unsere Betriebsratssitzung nehmen und besprechen. Wie ist dann die weitere Vorgehensweis nach der Betribsratssitzung?? Mit GF sprechen und darum bitten einen Schadstoffprüfer zu holen? An den Vermieter mit dieser Bitte wenden oder einfach veranlassen ohne mit jemandem zu sprechen? An Wen wenden wir uns mit welcher Begründung?

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Community-Antworten (7)

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Pickel

23.06.2015 um 14:35 Uhr

Mit GF sprechen und darum bitten einen Schadstoffprüfer zu holen? richtig. Evtl. noch mit der Sicherheitsfachkraft oder dem Betriebsarzt.

An den Vermieter der Vermieter ist niemals euer Ansprechpartner. Die GL würde euch mit Recht was husten.

mit dieser Bitte wenden oder einfach veranlassen ohne mit jemandem zu sprechen? Ihr habt in KEINSTER WEISE und nie die Befugnis, derartige Aufträge anzuweisen. Nicht einmal, wenn ihr es aus eigener Tasche zahlen wolltet.

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gironimo

23.06.2015 um 17:45 Uhr

Sehe ich auch so - Ansprechpartner ist der Arbeitgeber; der ja schon aus dem § 5 ArbSchG verpflichtet ist, Gefahren zu ermitteln.

Wir hatten einmal einen ähnlichen Fall und hierbei die ARGUK in Anspruch genommen (www.arguk.de). Die haben dann auch gleich Lösungsvorschläge unterbreiten können.

G
Globus

23.06.2015 um 19:11 Uhr

Hmmm, ich bin ja kein Arzt - aber eine Lungenentzündung wegen Teppich, das habe ich noch nciht gehört - Bronchitis, wegen Dauerhustens oder aber auch alergische Reaktionen - ja, schon oft, aber sei es drum, es geht nciht um Die Krankheit als solches, es geht darum, Kolleginnen und Kollegen werden anscheinend durch die Arbeit krank - und dem muß nachgegangen werden...

Und das ist einfach - auf Grund der Häufung der Erkrankungen, würde ich die GfB neu machen... und in Folge dessen in der Tat auch Schadstoffmessungen machen... da würde ich als BR nicht drum bitten, sondern den AG verpflichten...

Und wenn es so schlimm ist, wie hier mitgetreilt, würde ich den Arbeitspaltz als BR erstmal als hochgradig kontaminiert einstufen...

Eine Lungenentzündung ist was richtig heftiges - es ist noch immer so, dass Menschen daran sterben können...

Weiterhin hat der Vermiter ja wohl gar ncihts mit der Inneneinrichtung zu tun... dafür ist der AG zuständig...

Da hier durchaus Leben auf dem Spiel stehen (wenn die Diagnosen wirklich so sein sollten), sollten die Büros mit sofortiger Wirkung geschlossen werden - alles andere wäre nciht nur grob fahrlässig, sondern Vorsatz im Sinne des Gesetzes...

P
Pickel

23.06.2015 um 19:38 Uhr

Globus, du schießt hier zu weit (abgesehen davon, dass es eben gerade nicht "Vorsatz im Sinne des Gesetzes" ist!).

Wie du richtig schreibst, ist der BR weder Arzt noch Physiker, sondern Laie. Damit kann der BR auch niemals einen Bereich als "als hochgradig kontaminiert einstufen", sondern eben nur auf eine schnelle Klärung des Sachverhaltes drängen. Und das selbstverständlich mit aller Vehemens.

Nicht selten haben schon die größten Schauergeschichten sich als Panikmache herausgestellt. Es gibt schließlich nicht einen einzigen Ansatzpunkt, den Arbeitsplatz verantwortlichen zu machen bis auf eine "gefühlte" Häufung an Erkankungen. Und was kann das alles sein...

G
Globus

23.06.2015 um 19:55 Uhr

nö... nochmals - es ist erschreckend, wie selten BR den 87,1,7 sehen... wir sind da in der absoluten Mitbestimmung... und ja, wenn wir das als hochkonterminiert ansehen - klar , müssen wir dann auch taten worte folgen lassen... der erste Kurztest zeigt dann irgendwas - und das ding wird eh dicht gemacht...

Ob alles so tragisch ist, oder nicht...

Wenn das hier wie geschildert ist, sehe ich Leib und Leben für die Kolleginnen und Kollegen wirklich gefährdet - und ich sagte nciht, dass der BR mit vorsatz handelt - sondern immer der AG!!! und das ist dann in der Tat Vorsatz im Sinne des Gesetzes...

H
Hoppel

23.06.2015 um 23:06 Uhr

@ Lupiloop

Eine Lungenentzündung fängt man sich i.d.R. über eine Tröpfcheninfektion und nicht über einen Teppich ein ... es sei denn, der Teppich niest und hustet ...

Eine andere Ursache könnten Legionellen sein. Warmwasserboiler, Heizungsanlage, Klimaanlage etc.

Wenn sich bei Euch solche Fälle drastisch bzw. wesentlich häufen, verstehe ich aber nicht, warum man dann nicht erstmal den ASA bzw. den zuständigen Betriebsmediziner in die Pflicht nimmt!

Der Betriebsarzt sollte wissen, was zu tun ist!

G
Globus

24.06.2015 um 18:13 Uhr

http://www.randomhouse.de/Lungenentzuendung/vid12268.rhd

Also auszuschließen ist das dann nciht mehr...

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