W.A.F. LogoSeminare

Gleichbehandlung?

Q
Quaden
Jan 2018 bearbeitet

Hallo zusammen, Haben einen Betriebszweig mit ca. 60 Mitarbeitern, die täglich auf den verschiedensten Arbeitsstellen unterwegs sind(Einsatzwechseltätigkeit). Hieraus wurde einem einzelnen Mitarbeiter vom Chef aufgetragen, sich täglich persönlich im Büro an- und abzumelden. Fällt dies unter das "Gleichbehandlungsgesetz", oder steht die Anordnung dem Chef offen?

1.41707

Community-Antworten (7)

G
gironimo

06.05.2015 um 18:01 Uhr

Nein, darunter fällt es nicht. Es mag Schikane sein. Da muss man schon etwas mehr wissen.

Wenn der Kollege sich schikaniert fühlt, sollte er eine Beschwerde nach § 85 BetrVG beim BR einreichen.-

P
Pjöööng

06.05.2015 um 18:27 Uhr

Ob es unter das AGG fällt, kann hier niemand beurteilen. Falls es sich hierbei durchweg um Armenier, Dunkelhäutige, Frauen, Behinderte, Homosexuelle, über 60 jährige oder Kreationisten handelt, dann könnte es unter das AGG fallen.

Q
Quaden

07.05.2015 um 09:21 Uhr

deutsch, geb. in München vor über 50Jahren,seit über 20Jahren bei der Fa., Mitglied des BR,

E
Erbsenzähler

07.05.2015 um 09:26 Uhr

@quaden Das von Pjöööng war ein scherzhaft gemeint!

Wir wissen auch nicht, warum der MA diese Order vom Chef bekommen hat. Erziehungsmaßnahme, weil er sich nicht arbeitsunfähig gemeldet hat, zu spät gekommen ist?

Aber es fällt nicht unter dass AGG (allgemeine Gleichbehandlungsgesetzt), da geht es um Diskriminierung aufgrund der Herkunft, Schwerbehinderung (Krankheit), Religion usw.

M
Moreno

07.05.2015 um 11:10 Uhr

Naja nicht das AGG aber natürlich gibt es den Begriff des Gleichbehandlungsgrundsatz. So stehts z.B. bei der WAF drin. Begriff des Gleichbehandlungsgrundsatzes

Der Grundsatz der gleichmäßigen Behandlung aller Arbeitnehmer im Betrieb ist ein primäres Ordnungsprinzip des deutschen Arbeitsrechts.

Es ist unzulässig, Arbeitnehmer willkürlich oder aus sachfremden Erwägungen heraus gegenüber anderen Arbeitnehmern in vergleichbarer Lage zu benachteiligen (BAG, 17.05.1978, 5 AZR 132/77).

Der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz ist zum Teil gesetzlich geregelt, z.B. 612 Abs. 3, 612a BGB, § 75 Abs. 1 BetrVG.

Beteiligungsrechte des Betriebsrats: Zentrale Vorschrift für den Betriebsrat zur Überwachung des Gleichbehandlungsgrundsatzes ist § 75 BetrVG. Der Betriebsrat hat, falls er über Beweise bzgl. einer Nichteinhaltung des Gleichbehandlungsgrundsatzes verfügt, beim Arbeitgeber die Abschaffung des Zustandes zu erwirken. Er hat gem. § 80 Abs. 1 Nr. 2a die Durchsetzung der entsprechenden Vorschriften voranzutreiben.

Also mal schön z.B. im Monatsgespräch den AG fragen warum ein einzelner Arbeitnehmer sich täglich beim Büro an und ab melden soll!

P
Pjöööng

07.05.2015 um 13:45 Uhr

Der Gleichbehandlungsgrundsatz sagt aber nur, dass Gleiches gleich zu behandeln ist, Ungleiches darf hingegen ungleich behandelt werden. Ohne die Begründung für diese Anweisung zu kennen, kann niemand beurteilen ob dagegen verstoßen wurde.

M
Moreno

07.05.2015 um 15:22 Uhr

Na deswegen ja nachfragen beim Cheffe :-)

Ihre Antwort