Unwahrheiten und Lächerlich machen des Betriebsrates vor der Belegschaft
Hallo,
wir sind ein relativ neuer Betriebsrat, 3 Jahre im Amt und noch ein bisschen in der Anfangsphase.
Wir lassen uns Schulen und begeben uns auch hin und wieder auf konfrontationskurs mit dem AG, da dieser Anfangs nicht richtig einsehen wollte, mit uns ordentlich zusammen zu arbeiten. Wir setzen uns ein für die Mitarbeiter und haben auch schon den ein oder anderen Erfolg durch geboxt.
Uns fällt jetzt vermehrt auf, dass wir durch einzelne Abteilungsleiter so richtig in den Dreck gezogen werden vor den MA.
z.B.
- BRV wird lächelnd als Präsident bezeichnet
- BRV sitzt angeblich nur blöd rum und liest Zeitung in seinem Büro
- BR würde sich nicht für die MA einsetzen, alles gemachte wird ins lächerliche gezogen
- AL lästern ständig über den BR in ihrer Kaffeepause, nach Monaten werden die unwahrheiten schon als Wahrheit ganz selbstverständlich hingenommen.
- usw..
Schwer zu erklären in ein paar Sätzen nach außen.
Dies alles geht von 2-3 Abteilungsleitern aus, die ein Problem damit haben das der BR sich in Abläufe einmischt und die auch mal darauf hinweist wenn sie es trotz Anweisung von oben sich nicht daran halten. Folge wir gehen dann damit zum Chef und der setzt es durch, da fühlen sie sich dann von uns...mir fällt kein anderes Wort ein..."gemobbt". So auf die Art, wir haben gar nix zu bestimmen, das machen sie, wie gearbeitet wird.
Kann man als BR gegen solche Personen "irgendwas" unternehemen? Die machen uns langsam echt die Laune an der BR- Arbeit kaputt. vorallem weil diese dann auch noch Vorgesetzte sind im normalen Arbeitsleben.
Müssen wir uns dies gefallen lassen als BR, die anfeindungen, schlecht machen, geläster und schlechte Laune in der Firma verbreiten.
Wie geht ihr mit so einem Thema um, gibt es so etwas bei euch auch? Gibt es hier Lösungen.
Familienunternehmen, 120 Mitarbeiter, keine Gewerkschaft. 8 Abteilungsleiter(die meinen sie sind die Vize Betriebsleiter).
Es hat auch schon 3 Austritte aus dem Gremium gegeben, weil sie diesen phsychischen Druck und "mobbing" der AL nicht aushielten.
Danke für Rat und Hilfe vorab
Community-Antworten (5)
23.03.2015 um 16:32 Uhr
Erst einmal würde ich den AG auffordern, auf die Abteilungsleiter Einfluß zu nehmen, dass die derartige Dinge unterlassen. Ansonsten könnt Ihr natürlich auch den Rechtsweg gehen (Behinderung des BR, Friedenspflicht usw.). Dazu würde ich mir einen Fachanwalt nehmen.
Parallel dazu natürlich auch massive Öffentlichkeitsarbeit (Betriebsversammlungen). Da kann man in ruhigen sachlichen Tönen das Fehlverhalten der Führuingskräfte anprangern.
23.03.2015 um 16:57 Uhr
Hier mit Behinderung der BR-Arbeit zu kommen ist reichlich überzogen.
Nach der Schilderung sind all dies ja keine offiziellen Statements, sondern persönliche Meinungen von Mitarbeitern(!), teilweise sogar während deren Freizeit.
Es ist das gute Recht von Mitarbeitern zu bekunden, dass ihr aus deren Sicht schlechte Arbeit macht und auch ein wenig zu lästern in der Pause ist keine Behinderung. Etwas Gegenwind muss man schon aushalten können, ohne gleich mimosenartig nach anwaltlichem Beistand zu rufen.
23.03.2015 um 18:27 Uhr
Seit drei Jahren im Amt? Da würde ich jetzt mal Zweifel an dieser Zeit-Angabe machen oder Euch Anraten, Neuwahlen einzuleiten....
23.03.2015 um 20:59 Uhr
@Problem Auf jeden Fall sagt euch das Ganze schon einmal das ihr wahr genommen werdet- Ich an euer Stelle würde dem Rat von @gironimo folge leisten. Hier sind wegen der Vorfälle schon 3 BRM´S zurück getreten. Es giebt Gremien die stehen drüber uns sagen jetzt erst recht und gehen öffentlich in einer sehr gut vorbereitenten Betriebsversammlung in die Offensive und andere Gremien wiederum fühlen sich dadurch gehemmt und in ihrer Arbeit behindert. Für Neuwahlen ist auch hier überhaupt kein Grund gegeben. Und das manch ein Gremium nach 3 jahren noch nicht die Stärke hat um mal mit dem Hammer dazwischen zu gehen ist auch kein Grund, dafür können ja andere Sachen klappen. Und dies muss ja wohl auch so sein, sonst würden d ie 2-3 Personen ja nicht so Dummschwätzern.
24.03.2015 um 11:01 Uhr
Sehr geehrter Herr AG, Sie dulden es seit geraumer Zeit, dass der BR des hiesigen UN diverse Male und aus nichtigen Anlässen von Herrn A.B. Teilungsleiter im Beisein von weiteren Kollegen und Kolleginnen der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Zuletzt war das am XX.XX.XXXX um XX.XX. der Fall, als Herr A.B. Teilungsleiter folgendes sagte [...].
Diesen Umstand dulden wir nicht länger. Wir mahnen Sie hiermit ab und fordern Sie auf, dahingehend auf Herrn A.B. Teilungsleiter hinzuwirken, diese Diskreditierungen ab sofort zu unterlassen.
Vorsorglich geben wir Ihnen bereits heute bekannt, dass wir bei ähnlichen Vorfällen uns nunmehr gezwungen sehen, umgehend einen Anwalt mit den Interessen des BRs zu beauftragen, der hinsichtlich § 78 BetrVG i.V. mit § 23 (ggf. 119) BetrVG die Sachverhaltslage prüfen soll um ggf. ein etwaiges Beschlussverfahren einzuleiten.
Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung, auf Herrn A.B. Teilungsleiter entsprechend einzuwirken.
Ihr BR
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