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Betriebsumstrukturierung: Saisonverträge werden Werksverträge. Arbeitsabläufe werden verändert und von fremndfirmen übernommen

W
Werksverträge
Jan 2018 bearbeitet

Moin,

bei uns steht eine Umstrukturierung der Betriebsabläufe an.

Saisonaler Betrieb, früher mit Saisonkräften und die Spitzen mit LA abgedeckt.

Jetzt sollen ganze Arbeitsabläufe an Fremdfirmen verteilt werden(Werksverträge). diese werden aber weiterhin bei uns im haus arbeiten, nur das wir dann nicht mehr Weisungsbefugt sind usw.

Wir schreiben dieses jahr ein größeres Minus, diese Betriebsänderungen sollen den Umschwung bringen.

Hat der BR hier in irgend einer Form Mitzureden oder bestimmen oder sind wir da einfach raus und müssen zu schauen wie eventuell Arbeitsplätze dann doch noch weg fallen.

Chef sagt zwar dies ist nicht der Plan, aber den ein oder anderen wird es treffen. Keine GEW bzw. nicht Gewerkschaftsgebunden.

Ca. 150 MA/Familienunternhemen. Inhaber zieht sich allerdings Altersbedingt zurück und hat einen externen GF ernannt.

Wie müssen wir mit so einer Situation umgehen als BR?

Danke für die Hilfe

1.17103

Community-Antworten (3)

H
Hoppel

20.03.2015 um 08:29 Uhr

@ Werksverträge

Ihr müsst doch einen Wirtschaftsausschuss gebildet haben, ist denn der schon aktiv geworden??

Mal ganz abgesehen davon, dass es neben § 106 auch noch den § 111 BetrVG gibt ...

Und der BR hat doch ganz bestimmt schon die §§ 92, 92a BetrVG gezückt, oder etwa nicht?

W
Werksverträge

20.03.2015 um 09:25 Uhr

Wirtschaftsausschuss wurde erst Neu gegründet, es hat bisher 1 Sitzung gegeben, also dieser ist noch im Aufbau. WA-Sitzung zu dem Thema kommt erst die tage.

Die Infos wurden uns gestern im Monatsgespräch mitgeteilt, heißt noch ganz frisch.

BR gibt es seit 3 Jahren, also auch keine Alleswisser wenn wir es mal gnädig ausdrücken wollen.

Paragraphen wurden noch keine gezückt, da diese Infos brandneu sind.

Wie sollten wir am besten reagieren? können wir hier überhaupt etwas machen? Stammbelegschaft trifft es nicht, es werden eher mehr die Saisonarbeiter nicht mehr angefordert und Zeitarbeiter.

H
Hoppel

20.03.2015 um 09:48 Uhr

@ Werksverträge

Wenn ich als BR überhaupt nicht weiß, welche Auswirkungen diese Maßnahme vielleicht doch für die Stammbelegschaft haben könnte, fang ich doch erstmal an, Fragen zu stellen.

Ich würde eine Sitzung einberufen und mich nur diesem Thema widmen. In dieser Sitzung würde ich einen konkreten Fragenkatalog aufstellen und den AG um Beantwortung bitten. Außerdem sollt ihr nicht einfach Paragraphen zücken, sondern diese als Grundlage für z.B. den Fragenkatalog benutzen.

Ziel sollte/muss doch sein, die Stammbelegschaft möglichst dauerhaft zu schützen. Ob dann Saisonarbeiter oder Leih-AN nicht mehr angefordert werden, kann Euch doch im Prinzip ziemlich egal sein.

Aber auch ein Werkvertrag kostet Geld und ob diese Maßnahme wirklich geeignet ist, den Betrieb "retten" zu können, ist doch zunächst einmal fraglich.

Lasst EURER Kreativität einfach mal freien Lauf und überlegt selber, wie ihr wieder aus eigener Kraft konkurrenz-/wettbewerbsfähig werden könntet. Sinnvoll wäre es, dass im Vorfeld der GF erläutert, welche Ziele/Pläne er hat und was er sich von welchen Maßnahmen verspricht.

Und manche "Schlampereien" rächen sich halt dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann = WA wurde erst neu gebildet ...

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