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Überstundenauszahlung wegen Betriebsrattätigkeit?

B
bananen
Nov 2016 bearbeitet

Ich bin neugewähltes und freigestelltes BR-Mitglied. Nun wurden mir mit der ersten Gehaltsabrechnung als BR-Mitglied alle Überstunden ausgezahlt. Leider benötige ich diese Stunden da ich ein chronisch krankes Kind habe und regelmässige Arzttermine meines Kindes in meiner Arbeitszeit liegen. Meinem AG habe ich bereits vor Jahren davon informiert, da es in unserem Betrieb eine BV gibt die Überstunden begrenzt, ich aber regelmässig über der Grenze lag, um ein genügendes Polster zu haben wenn etwas mit meinem Kind ist. Nach einem Anruf in der Personalabteilung habe ich nun erfahren, dass ich ab jetzt 0 Überstunden habe, und nun weiss ich nicht wie ich einen Arzttermin abdecken soll. Frage: Ist es rechtmässig, mich nicht von der geplanten Umwandlung meiner Überstunden zu informieren?

es geht mit nicht ums Geld, mir währen die Stunden lieber. Die Arzttermine sind in der Arbeitszeit weil mein Kind in eine spezialambulanz in Bremem ist und ich schon zwei Fahrtstunden habe. Die Krankenkasse kann mir nicht Helfen mein Kind ist schon 16 jahre alt. Mir war nicht bewusst, dass alle gesammelten Überstunden ausgezahlt werden, sobald ich im BR bin. Die Praxis die Arztfahrten mit den Überstunden funktioniert nun schon seit über 6 Jahren. Nun sind die Stunden weg(und was hilft mir da Geld). Schön wäre gewesen wenn ich informiert gewesen wäre.

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Community-Antworten (5)

G
gironimo

06.06.2014 um 17:40 Uhr

Der § 38 BetrVG sieht keine Mehrarbeit vor!

Ich würde aber auch nicht das BR-Amt und die damit verbundenen Zeitaufwände mir Deinem privaten Problem vermischen.

Das Problem "krankes Kind" würde ich nicht über Überstunden regeln. Hier wäre es angebracht, unter dem Thema Familie und Beruf andere Lösungen anzustreben (da bist Du dann als BR wieder im Boot).

Suche das Gespräch mit dem AG und nimm ein BR-Mitglied Deines Vertrauens mit. Besuche Seminare, damit Du Deine Rechte als BR besser kennen lernst

P
polybär

06.06.2014 um 18:06 Uhr

bananen überstunden bekommst du eh schneller als du denkst, denke lieber an dein kind, sei nicht so ein trottel wie ich der nur an die firma dachte... meine kinder sind nun fast gross und ich jaule weil ich trottel mehr an die frimas dachte als an die kinder und alles was ich machen kann ist mich für die kollegen rein knien damit sie zumindest nicht mein schicksal teilen.

R
Rattle

07.06.2014 um 21:03 Uhr

Hallo,

wieso müssen arzttermine in der arbeitszeit liegen?

und wie kann man mit überstunden planen die nicht planbar sind und schon garnicht das recht auf überstunden. ich denke hier geht es dir nur ums geld.

wenn es als BRM mal etwas länger wird kann man die zeit als freizeitausgleich nehmen.

MFG

H
Hartmut

08.06.2014 um 00:38 Uhr

Hallo bananen, ich meine auch, du solltest deine Zeit für dein Kind nicht allein auf Überstunden gründen (eigentlich ja auf Gleittagen, die du mit diesen Überstunden 'finanzierst', richtig?). Das ist zu kurz gesprungen - und dazu sind Überstunden ja auch nicht da. Sprich mit dem AG. Es muss doch in der Personalabteilung ein menschliches Wesen geben, das dein Problem versteht und dir einen Vorschlag macht. Schau dir auch mal den § 616 BGB an und die Kommentare dazu, z.B. im 'Spiegel' (http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/berufstaetige-eltern-mein-kind-ist-krank-und-nun-a-793318.html). Solange das Kind 12 Jahre alt ist oder jünger, hast du Rückendeckung vom Gesetzgeber. Das wiederum lässt sich womöglich in die Verhandlungen mit dem AG einbringen.

Alles Gute für dich und dein Kind!

A
AlterMann

09.06.2014 um 17:15 Uhr

Hallo bananen,

wenn es bei Euch eine BV zum Thema Überstunden gibt, dann müsste dort doch auch geregelt sein, wie man Überstunden wieder abbummelt, oder? Damit müsstest Du Dir Deine Frage normalerweise selbst besser beantworten können, als irgendeiner hier. Klar ist, dass Du als BRM nicht benachteiligt werden darfst. Also würde ich bei den Überstunden auf den gleichen Rechten bestehen,wie sie Deine Kollegen haben. Als freigestelltes BRM hast Du vermutlich auch die ein oder andere Möglichkeit, Deine Arbeitszeiten zu schieben. Vielleicht kannst Du mit dem AG sogar eine Regelung treffen, bis wann eventuelle Unterstunden wieder ausgeglichen sein müssen? Wenn Ihr einen TV habt, lohnt sich da vielleicht ein Blick hinein. Dann fällt mir noch die Kind-krank Regelung der Krankenkassen ein, die ein bisschen abpuffern könnte.

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