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Beschlüsse öffentlich machen

T
Teufel
Nov 2016 bearbeitet

Guten morgen .

Kann der Chef die Beschlüsse vom b r öffentlich machen.

Kann er einen Brief an alle Kollegen schreiben und in diesem mitteilen das wegen dem Beschluss des b r keine Leiharbeiter einzustellen nun die restlichen Kollegen die Arbeit auffangen müssen und nun Überstunden für alle anstehen.

Kann er in diesem Brief schreiben das alle Mitarbeiter aufgefordert werden sich an der Wahl zum b r zu beteiligen und das schon einige Listen bereits aufgestellt sind.

2.02409

Community-Antworten (9)

O
Oblatixx

02.03.2014 um 11:33 Uhr

ZU 1. Ja, kann er, warum auch nicht. Ist zwar nicht die feine Art, aber er kann. Allerdings soll er auch gleich dazu schreiben, dass der BR vielleicht die Überstunden gar nicht genehmigt? ... Zu 2: Das geht ihn gar nichts an!

G
gironimo

02.03.2014 um 12:33 Uhr

Ich würde den AG an seine Friedenspflicht und die vertrauensvolle Zusammenarbeit erinnern. (§ 74 Abs. 2 Satz 2 BetrVG: Arbeitgeber und Betriebsrat haben Betätigungen zu unterlassen, durch die der Arbeitsablauf oder der Frieden des Betriebs beeinträchtigt werden.)

Gleichzeitig solltet Ihr nun aber auch eine Info an die Mitarbeiter herausgeben.

K
Kölner

02.03.2014 um 13:55 Uhr

Gironimo Was hat der AG falsch gemacht? Wenn man solche Beschlüsse fast, die m.E. so gar nicht möglich sind, dann muss man mit dem Echo doch leben. Dieser BR ist einfach schlecht beraten gewesen, kategorisch AN im AÜG im Betrieb zu verneinen.

Als BR wüsste ich allerdings jetzt, was ich wann zu tun habe um noch mehr Schaden abzuwenden.

K
kratzbuerste

02.03.2014 um 14:58 Uhr

"Kann er in diesem Brief schreiben das alle Mitarbeiter aufgefordert werden sich an der Wahl zum b r zu beteiligen und das schon einige Listen bereits aufgestellt sind. "

Der AG macht eben Wahlkampf für seine Wunschkandidaten.

Da müsst Ihr ran. Gute Werbung für die eigene Liste machen.

F
Farce

02.03.2014 um 15:30 Uhr

Es dürfte doch ein legitimes Mittel eines BR sein, die Beschäftigung von Leiharbeitern auf festen Arbeitsplätzen - wenn er denn hierzu eine Grundlage hat - und Untersagung von Überstunden durchzusetzen, wenn er hierdurch in die Lage versetzt wird, die Beschäftigung von Festangestellten zu erreichen. Das ist alles eine Frage der Strategie.

Auch das AÜG gibt einem AG hier keinen Freifahrtschein.

Und ob ein solcher Beschluss möglich ist oder nicht, kann so pauschal nicht verneint werden, sondern hängt von vielen Faktoren ab.

S
Snooker

02.03.2014 um 15:54 Uhr

Auch wenn die Einzelheiten zu dem Thema so nicht bekannt sind, könnte evtl auch folgendes aktuelles Urteil dazu helfen. Dai iss auch ende mit Freifahrtsschein.

LAG Schleswig-Holstein, Beschluss vom 08.01.2014 - 3 TaBV 43/13

G
ganther

02.03.2014 um 18:05 Uhr

Klappern gehört zum Handwerk. Der BR sollte beim fassen sicher Beschlüsse gleich an die Kommunikation denken. Tja und nun hat der AG ihn vorgeführt. Vielleicht über dem Limit aber das muss man als BR abkönnen

T
Teufel

02.03.2014 um 19:43 Uhr

Nun wir haben nur einen Leiharbeiter abgelehnt mit der Begründung das erst unsere Kollegen ihre Stunden vollbekommen denn die arbeiten statt 20 Stunden die Woche nur die hälfte. Und so haben wir für März den Leiharbeiter nicht genehmigt.

Die Drei Leiharbeiter anderen sind genehmigt worden.

Wir sind nicht generell gegen Leiharbeiter aber halt nicht zu viele.

S
Snooker

02.03.2014 um 19:51 Uhr

Dann seht zu das ihr ne BV auf die Beine stellt. In der kann man z.B. festschreiben das pro Abteilung, gemessen an deren Gesamtbelegschaft nur xy Leiharbeiter beschäftigt werden dürfen. (ich schmeiss mal 16 % in den Raum) An dieser Art der Formuliereung siehst Du schon das dann trotz allem eine Anhörung nach § 99 BetrVG bei jedem Leiharbeiter trotzdem von nöten ist.

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