Auslosung Betriebsratsmitgliedschaft
Noch eine Frage zur gestrigen Wahl Wir haben persönliche Wahl gehabt und 4 Bewerber haben die exakt gleiche Stimmenzahl (31) und zwei haben nur mehr (52 und 40). Wir wählten einen 5erer Betriebsrat. Minderheitsgeschlecht ist berücksichtigt (1 Mann, durch den mit der höchsten Stimmenanzahl).
Wir haben dreifach gelost. Aus einem Hut wurde immer ein Zettel gezogen und derjenige war drin. Jetzt sagte jemand, dass wir nur einmal hätten losen müssen, indem wir nur den Namen, der nicht in den Betriebsrat gehört, hätten ziehen dürfen. Stimmt das?
Community-Antworten (7)
22.02.2014 um 10:07 Uhr
Über so etwas kann man sich wieder trefflich streiten. Unter der Beachtung, dass das Losen unter Chancengleichheit zu erfolgen hat, wäre die letztere Version die Bessere, da ja im anderen Fall die Möglichkeit in den BR zu gelangen für jeden, der zieht, um einen Teil schlechter wird.
Aber nun ist es geschehen und vorbei.
22.02.2014 um 10:17 Uhr
Etwas für Philosophen. Es war jedenfalls nicht falsch, da das Verfahren nicht genau definiert ist.
Bei der Variante, die Ihr genutzt habt, steigen aber aus meiner Sicht mathematisch betrachtet eher die Chancen bei jedem, der an der Reihe ist. Bei der letzten Ziehung gibt es sogar eine 50:50 Chance ......
Aber ich denke, der 4. im Bunde ist ja dann erster Nachrücker und somit ja auch viel in die BR-Arbeit eingebunden.
22.02.2014 um 10:37 Uhr
Hallo Tortenstück, die behauptung des 'Jemand' ist mathematisch haltlos. Denn bei eurer Methode war vor jeder Runde die Chance eines Kandidaten, gezogen zu werden, exakt gleich groß wie bei den anderen. Vergleichbar mit Lottokugeln aus der großen Trommel.
22.02.2014 um 11:00 Uhr
Sorry, ich war davon ausgegangen, dass im Topf Ja/Nein liegt. Wenn die Namen drin waren und gezogen wurden, dann hat gironimo recht. Auch im Lottotopf steigt die Chance, dass eine zB. 1 gezogen wird, mit jeder Kugel, die raus ist. Denn wenn zum Schluss nur noch zwei drin liegen - 50:50 gegenüber der ersten Ziehung ...
Extrem ist es zwischen zwei Leuten, wenn dann mit Streichholz gezogen wird. Hat der erste das Kurze, hat der zweite keine Chance mehr, das Kurze zu ziehen. Deswegen soll eben die Chancengleichheit gewahrt werden. Aber der Gesetzgeber weiß schon, warum er darauf nicht weiter eingegangen ist. ;))
22.02.2014 um 11:40 Uhr
Oblatixx, du hast natürlich recht was den Gesetzgeber angeht. Aber komm, das ist doch mal eine interessante Diskussion. Ganz ohne Pöbelei, rein sachlich, wunderbar.
Also. Ich behaupte: Wenn zwei Leute spielen und die Chance ist 50:50, dann ist das ein faires Spiel. Wenn drei Leute spielen und die Chance ist 33,3:33,3:33,3, dann ist auch das ein faires Spiel. Wenn vier Leute spielen und die Chancen stehen 25:25:25:25, dann ist auch das ein faires Spiel. Wenn fünf Leute spielen und die Chancen stehen 20:20:20:20:20, dann ist auch das ein faires Spiel. Wenn sechs ...
Kurz gesagt, es ist egal, ob die Chancen für einen bestimmten Zettel steigen oder nicht (was sie natürlich von Runde zu Runde tun). Wichtig ist allein, dass jeder Spielteilnehmer in jeder Runde die gleiche Chance hat wie alle anderen. Und das war bei Tortenstück der Fall.
22.02.2014 um 11:54 Uhr
Rein sachlich: Die Chancen waren 1:2, 1:3, 1:4 - alles andere ist mathematischer bzw. stochastischer Unsinn.
Ich meine aber auch, dass Tortenstück alles richtig gemacht hat.
22.02.2014 um 15:58 Uhr
@Hartmut:Du vergisst, dass sie ja nicht alle gleichzeitig spielen, sondern dass in jeder Runde einer ausscheidet, somit ändern sich auch die Chancen. Eine interessante mathematische Spielerei.
Aber trotzdem haben sie alles richtig gemacht.
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