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MA geht in Rente, dann 450 Eur Vertrag befristet vom 10.22 bis 03.2025 erhalten.

B
Baldu2
Aug 2022 bearbeitet

Hallo ,

ein Kollege (Vollzeit)geht in Rente und der Betrieb möchte in weiterhin als 450eur Kraft einstellen. Der Vertrag geht ab10.22 los und soll mit dem 03.2025 enden. Laut dem Arbeitgeber sind Befristungen bis zu 5 Jahre möglich. Wir sagen, nein, max. 2 Jahre, da Paragraf 14 Absatz 3 nicht zählt, den dazu müsste er mind. 4 Monate arbeitslos sein und oder das hier: ( 2)Eine Befristung nach Satz 1 ist nicht zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Oder sind wir da im Unrecht ?

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Community-Antworten (7)

R
rtjum

01.08.2022 um 12:12 Uhr

was passiert denn wenn ihr widersprecht? Bekommt der Kollege dann seinen Vertrag nicht? Wenn dem so ist dann würdet ihr dem Kollegen davon abhalten weitre zu arbeiten. Wenn der Kollege das doch gerne so will, wieso verhaltet ihr Euch dann nicht ruhig, dann es müsste eh der Kollege selbst klagen wenn er die Befristung so nicht will, aber dafür doch erstmal den neuen vertrag annehmen lassen.

D
dieschi

01.08.2022 um 12:51 Uhr

Der MA möchte seine Arbeitsleistung als Minijobber/Aushilfe/whatever weiter erbringen und hat sich mit eurem AG auf diese "Befristung", man könnte es auch "vertraglich geregelte Laufzeit" nennen, geeinigt.

Es geht also nicht darum das euer AG einen MA durch "Befristungstricks" ausnutzen möchte sondern darum einen altgedienten und anscheinend Wertgeschätzten MA mit seinem Wissen und Können im Betrieb zu halten (Fachkräftemangel ick hör dir trapsen).

Beginn und Ende sind eventuell auch auf Wunsch des MA so angesetzt?! Würde ich mal beim MA nachfragen ;)

Als BR würde ich das nur begrüßen und mich zurückhalten.

G
GabrielBischoff

01.08.2022 um 13:33 Uhr

Könnt ihr mal eure komplette Begründung posten? Soweit mir die Rechtslage bekannt ist, reicht die Befristung an sich nicht aus um eine Rechtswidrigkeit festzustellen.

K
Kjarrigan

01.08.2022 um 13:47 Uhr

Wenn der AG clever wäre, hätte er sich einen Sachgrund aus den Finger gesogen :) warum der "Alt"- Kollege noch 30 Monate im Betrieb gehalten wird. Wissenstransfer oder so was

S
seehas

01.08.2022 um 14:35 Uhr

Wenn die Befristung ungültig ist, dann ist das das Problem des Arbeitgebers. Also durchwinken. Ihr müsst ja nicht den JOB des AG machen.

M
Muschelschubser

01.08.2022 um 15:30 Uhr

Wäre eine Vereinbarung über eine Weiterbeschäftigung nach § 41 Satz 3 SGB VI mit anschließender Stundenreduzierung denkbar?

Oder ließe sich eine Anstellung mit Sachgrundbefristung begründen?

Bei einer Befristung ohne Sachgrund über 2 Jahre hinaus sehe ich auch gem. §14 Abs. 3 die Problematik der 4 Monate Arbeitslosigkeit. Vielleicht hat der AG da ein entscheidendes Detail übersehen.

Ansonsten bin ich bei meinen Vorrednern: Sprecht mit dem AN was er selbst möchte, und überlegt Euch ob Ihr wirklich die Zustimmung allein wegen rechtlicher Ungereimtheiten verweigern wollt.

Wenn der AN das so möchte, aber Ihr habt Bedenken im Widerspruch zu einem Gesetz zu beschließen, könnt Ihr notfalls auch die Wochenfrist verstreichen lassen.

U
UdoWoe

01.08.2022 um 16:09 Uhr

Wir hatten solche Fälle schon öfters. MA geht in Voll-Rente. Diese bekammen neue, meist befristete Verträge auf 450€-Basis zwischen einem und fünf Jahre. Ohne Sachgrund. Wir haben bisher immer zugestimmt. Aus mehreren Gründen: Es waren Kollegen die Wissenstransfer gemacht haben. Es wurden weitere Rentenbeiträge gezahlt (gerade für niedrige Verdiener positiv). MA waren noch so fit, dass Sie einfach den Ersatz eingearbeitet und ihr Wissen weitergegeben haben. Wir als BR haben da immer nur Vorteile gesehen. Zudem, warum sollen wir als BR den AG auf Formfehler hinweisen. Bisher sind wir immer gut damit gefahren. Zudem der "Rentner" dies ja freiwillig macht.

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