Krieg statt Arbeitsrecht!
Hallo Liebe Kolleginnen und Kollegen,
anbei ein paar Fragen zu einem Thema!
Wir haben eine personelle Einzelmaßnahme am Wickel, ich erkläre mal kurz: Arbeitnehmerin wurde auf eine Stelle gesetzt, die es im Unternehmen nicht gibt. Ihr aktueller Arbeitsvertrag ist eine Handschriftliche Notiz einer nicht mehr bei uns angestellten Personalerin. Auf diesem Zettel steht : Frau Mustermann arbeitet ab heute im Lager. Unterschrift der Personalerin, sonst nichts! So, die Stelle die, die Dame einnahm hat einfach diverse Unterstützungen gemacht, bisschen hier zu gearbeitet bisschen da, gibt ja keinen Arbeitsvertrag in dem irgendwas festgehalten wurde. (Fragt bitte nicht, wir versuchen grade die letzten 40 Jahre aufzuräumen).
So auf jeden Fall ist dann ein Posten freigeworden, ein Posten mit wirklicher Arbeit. Im System ist Frau Mustermann als Sachbearbeiterin eingetragen, der neu angebotene Job ist auch der einer Sachbearbeiterin. Sie sollte nun Probeweise, gucken ob ihr der Job gefällt.
Jetzt, wo sie aber gemerkt hat, das dieser neue Job mit einem richtigen Arbeitsaufwand einher geht, dreht sie durch!
Sie schreibt unglaublich wilde E-Mails, fordert Geld in utopischen Summen für letzteres geleistete Arbeit und möchte Ihren alten Arbeitsplatz zurück. Sie prangert Geschäftsführung für den optimierungsversuch an und uns weil wir die Geschäftsführung nicht dafür rund laufen lassen.
Außerdem verlangt sie von uns als BR das wir uns rund um die Uhr alle 9 mit Ihrem Thema beschäftigen, einen Sozialplan für die persönlich erstellen und uns darum kümmern das sie Geld für die "für sie extra" geleistete Arbeit bekommt.
Vielleicht bin ich voll auf dem Holzweg, aber ich bin doch nicht BR geworden um persönlichen klein Krieg zu spielen. Unser Unternehmen hat die letzten Jahre nicht viel mit disziplinarischen Maßnahmen oder sonstigem zutun gehabt, aber meiner Meinung nach ist der Aufgabebereich eines Betriebsrates nicht der wie sie ihn hier versucht uns aufzudrücken. Außerdem fordert sie, wir sollen nach dem Handeln was sie braucht und nicht nach dem BetrVG.
Eure Meinung bitte
Community-Antworten (2)
07.07.2022 um 15:27 Uhr
der würde ich den Tipp geben sich von einem Fachanwalt beraten zu lassen, weil ihr keine Rechtsberatung durchführen dürft. Und Sozialplan? sie ist doch nicht gekündigt worden? Geldforderungen an den AG sind Individualrecht, dafür ist der BR nicht zuständig. --> soll sie man alles mit dem FA klären.
Einzig was ich prüfen würde, ob die Dame freiwillig den neunen Job übernommen hat oder versetzt wurde und ob sie dort eine Art "Probezeit" vereinbart hat. Ggf. kann sie dann wieder zurück auf die vorherige Arbeitsstelle.
08.07.2022 um 16:13 Uhr
Die Dame ist ja ein goldiges Schätzelein ^^
"Sie sollte nun Probeweise, gucken ob ihr der Job gefällt." Gibt es dazu was schriftliches, sind da Fristen genannt ist z.b. eine Probezeit, Bezahlung für die Stelle festgelegt worden?
Was die Sache mit dem Sozialplan angeht: Du erwähnst nichts von einer Kündigung?!
Was ihre "Aktivitäten" angeht kann sich das "anprangern der GL" auch schnell zum Bumerang entwickeln.
Alles in allem bin ich da ganz bei Relfe, all das was sie da "fordert" ist Sache eines Anwalts!
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