Liebe Kollegen,
nach Ende der Tarifbindung, wurde zwischen GF und Gewerkschaft ein neuer Haustarifvertrag abgeschlossen. Die GF setzt den Haustarif aber nicht um (hält vereinbarte Zahlungen zurück), weil sie die Einführung des Haustarifvertrages als Druckmittel verwenden will, um den BR unter Zeitdruck dazu zu "bewegen", Betriebsvereinbarungen zur totalen Flexibilisierung der Arbeitszeit abzuschließen.
Abgesehen davon, dass der BR die Möglichkeit hat, die Arbeitszeit-BV's vor der Einigungsstelle auszutragen, welche Möglichkeiten ergeben sich, um die GF dazu zu bringen, sich an den Haustarif zu halten?:
a) Hat die Gewerkschaft (als die eine Tarifvertragspartei), ein wirksames Rechtsmittel, die GF (als die gegenüberstehende Tarifvertragspartei) zu zwingen, sich an den zwischen ihnen abgeschlossenen Haustarif zu halten?
b) Oder läuft es darauf hinaus, dass jeder Mitarbeiter individualrechtlich seine Entgelt-Ansprüche gegenüber der GF geltend machen muss? (wer das macht, läuft Gefahr auf einer "schwarzen Liste" zu landen ...)
Viele Grüße
Uwe