Guten Morgen,

bei uns kann eine "1 Personen Abteilung" nicht wieder besetzt werden. Die bisherige Mitarbeiterin ist nicht verlängert worden und eine Neueinstellung ist von unserer Zentrale verweigert worden. Die betreffende Abteilung ist das Kassieren und Verbuchenvon Nachnahmebeträgen zugestellter Pakete.

Die Kollegin ist bereits seit Juni nicht mehr anwesend und bisher wurde die Abteilung durch 2 MA abwechselnd vertreten. Dies ist aber keine Dauerlösung, da keiner von beiden dies dauerhaft übernehmen will. Auf Grund der Arbeitszeiten von 11:30 - 20:00 Uhr. Beide sind eigentlich von 07:00 - 15:30 Uhr tätig. Desweiteren sollen die beiden weiterhins als Urlaubs- und Krankheitsvertreter fungieren.

Da eine Neubesetzung eben nicht möglich ist, soll diese Stelle auf eine andere Abteilung mit umgelegt werden. Dies betrifft 4 Mitarbeiter aus der Serviceabteilung, die dann wöchentlich im Tausch die Beträge kassieren sollen in einem eigens dafür vorgesehenem Büro, 2 Türen weiter. Die Mitarbeiter sind alles Vollzeitkräfte mit 8h / Tag.

Ebenso ein Grund für die Nichtneubesetzung ist der Arbeitsaufwand. Effektiv zusammengerechnet ist man max. 2 Stunden mit Kassieren beschäftigt. Ebenfalls kann in dem Büro sämtliche sonstige Tätigkeiten, die eigentlichen Aufgaben des MA, ausgeführt werden, was auch getan werden soll und eben nebenbei kassiert.

Die Arbeitszeit würde statt 08:00 - 16:30 Uhr von 11:30 - 20:00 Uhr betragen.

Machbar ist dies, da ich die Urlaubs- und Krankeitsvertretung der bisherigen Mitarbeiter war und daher aus Erfahrung spreche.

Ein weiteres Problem dabei ist, das nach Vorgaben die Cash-Abteilung nicht durch eine geringfügig beschäftige Kraft ausgeführt werden darf, sondern nur von MA mit Teilzeit- oder Vollzeitverträgen. Und einstellen dürfen wir nicht mal eine Teilzeitkraft.

Nun zu meinen Fragen: Ist diese Aufgabenneuverteilung eine Versetzung nach §99 BetrVG? Wenn ja und der BR die Zustimmung verweigert, wie geht es dann weiter?
Müssen die beiden Urlaubs- und Krankheitsvertretungen dann weiter ( unbegrenzt ) einspringen, denn die Beträge müssen ja kassiert werden, und da wenn in der Service-Abteilung dies als Vertretung angesehen wird, ist es ja auch für jeden anderen eine Vertretung die abgelehnt werden kann.

Desweiteren stehe ich selbst vor in dem Zusammenhang vor einem Problem. Da ich derzeit eine der Urlaubs- Krankheitsvertretungen bin und auch im BR. stellt sich mir die Frage, wenn der BR die Zustimmung verweigert, der AG meint, wir machen das bis zur gerichtlichen Klärung erst mal weiter wie bisher, ich dies machen soll / muss.

Meine "Versetzung" wurde auch nie beantragt, da ich allgemein im Betrieb für verschiedene Abteilungen Urlaubs- und Krankheitsvertretungen übernehme.

Aber ich möchte nicht dauerhaft Spätschicht übernehmen, aus familären Gründen kann ich das nicht. Wenn der BR beschliesst der Aufteilung der Abteilung Cash zu widersprechen, kann er dann im gleichen Schritt meiner "Versetzung" ins Cash widersprechen? Wenn ja, aber die GF mich auffordert, trotzdem weiterhin die Beträge zu kassieren, kann ich mit dem Wissen als BR, da ich nicht darf ablehnen oder wäre das Arbeitsverweigerung?

Danke für eure Geduld beim Lesen:-) und für eure Hilfe.