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Dieser Beitrag ist vor 12 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Betriebsrat gründen bzw eine Alternative zum Gew BR

A
alternative
Nov 2016 bearbeitet

Hallo Ich würde gerne einen eigenen BR gründen. Bei uns gibt es seitlangem nur einen BR der von der GEW ist. Ich denke es ist an der Zeit eine Alternative auf zubauen. Ich selber habe keine Erfahrung. Was muss ich machen um einen Gew unabhänigen BR auf zubauen bzw wie gehe ich vor wegen der Wahl und so ? Danke für eure tipps , die BRs der GEW wollen oder können mir nicht Helfen.

2.806010

Community-Antworten (10)

C
Charlys

28.09.2013 um 22:03 Uhr

Bei der nächsten Wahl im Frühjahr mit eigener Liste es versuchen und sich zur Wahl stellen. Es gibt immer nur einen BR im Betrieb.

N
nicoline

28.09.2013 um 23:30 Uhr

Ich würde gerne einen eigenen BR gründen.Bei uns gibt es seitlangem nur einen BR der von der GEW ist Wie Charlys schon schrieb, es gibt immer nur einen BR. Wenn dieser ausschließlich aus Gew. Mitgliedern besteht, schon lange im Amt und auch noch anerkannt ist, wird Dir das

Was muss ich machen um einen Gew unabhänigen BR auf zubauen

wahrscheinlich, wenn überhaupt, nicht auf Anhieb gelingen. Wenn Du bei der nächsten Wahl eine eigene Liste / Wahlvorschlag (auf)machst, ist es jedoch vielleicht möglich, dass auch nicht organisierte Beschäftigte in den BR kommen. Das wäre ein erster Schritt. Wenn Du keine Hilfe von der Gewrkschaft erwarten kannst, macht das die Sache nicht so ganz einfach. Aber, wenn man will, kann man das schaffen, ich spreche aus eigener Erfahrung.

Erste Hilfe: oben auf dieser Seite den blauen Button "Betriebsrats Wahl" anklicken.

Zweite Hilfe: das Betriebsverfassungsgesetz §§ 14 und 14a lesen. http://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/

Dritte Hilfe: hier weiter fragen

Kopf hoch, nicht den Mut verlieren und viel Erfolg!

A
alternative

29.09.2013 um 16:32 Uhr

@nicoline die sagten mir was von ich benötige Stüzunterschrieften damit ich eine eigene Liste aufmachen darf ?

P
pillepalleTR

29.09.2013 um 18:17 Uhr

Wie nicoline schon schrieb: das Betriebsverfassungsgesetz ist massgeblich. Dort ist in §14 Abs. 4 das mit den Stützunterschriften beschrieben. "(4) Jeder Wahlvorschlag der Arbeitnehmer muss von mindestens einem Zwanzigstel der wahlberechtigten Arbeitnehmer, mindestens jedoch von drei Wahlberechtigten unterzeichnet sein; in Betrieben mit in der Regel bis zu zwanzig wahlberechtigten Arbeitnehmern genügt die Unterzeichnung durch zwei Wahlberechtigte. In jedem Fall genügt die Unterzeichnung durch fünfzig wahlberechtigte Arbeitnehmer."

Die genaue Zahl der mindestens benötigten Stützunterschriften berechnet der Wahlvorstand und veröffentlicht sie im Wahlausschreiben.

Schau dir einfach mal den Link, den nicoline gepostet hat, an. Dann wird einiges bestimmt klarer.

A
alternative

29.09.2013 um 19:36 Uhr

@pillepalleTR der Wahlvorstand Berechnet die Anzahlß Das heisst ich muss erst dem Wahlvorstand sagen das ich eine eigene Liste aufmachen will? Und dann laufe ich los und besorge mir die Unterschrieften?

P
pillepalleTR

29.09.2013 um 20:24 Uhr

Das Wahlausschreiben wird betriebsöffentlich ausgehängt und leitet offiziell die Wahl ein. In diesem Dokument gibt der Wahlvorstand (WV) an, wann die Wahl stattfinden wird, bis wann die Wahlvorschläge eingegangen sein müssen, wieviele Stützunterschriften jeder Vorschlag braucht etc.. D.h. du wartest einfach ab, bis das Ding häng oder sonstwie bekanntgemacht worden ist und legst dann los. Du musst dem WV gar nix "vorher" sagen! Er bekommt innerhalb der Frist einen Wahlvorschlag von dir, auf dem die Kandidaten deiner Liste draufstehen und auch die Sützunterschriften drauf sind. Dadurch wird er in dem Moment über dein Vorhaben informiert.

R
Rattle

30.09.2013 um 08:03 Uhr

Hallo,

es müssen erst die kandidaten auf der liste aufgeführt sein, also entgültig. erst dann dürfen stützunterschriften gesammelt werden.

ansonsten wäre es ein grund vom WV die liste abzulehnen, wenn noch kandidaten aufgenommen werden wenn schon stützunterschriften auf der liste sind.

stützunterschriften sind ja für die kandidaten die auf der liste aufgeführt sind, und jemand der eine unterschrift leistet möchte den kandidaten nicht der nachträglich aufgenommen wurde.

MFG

K
Kulum

30.09.2013 um 09:30 Uhr

Aber bevor du eine herbe Enttäuschung erlebst, belese dich lieber ein wenig, wie BR-Arbeit funktioniert. So als erste Anregung kannst du ja schonmal in §2 BetrVG schauen, da könntest du schonmal eine leise Ahnung davon bekommen, dass du die, dir anscheinend so unsympatische, Gewerkschaft so jedenfalls nicht los wirst. Mit ein wenig Glück sitzt du dann evtl. neben den gewerkschaftsnahen BRMs und einem Vertreter der Gewerkschaft an einem Tisch und darfst dich nieder reden lassen. Viel mehr wird die von dir angedachte "Alternative" nicht hergeben.

G
GuidoW

01.10.2013 um 14:53 Uhr

Mich interessiert mal, was gegen die Betriebsratsmitglieder spricht, welche in einer Gewerkschaft organisiert sind? Sind diese evtl. unbequem dem AG gegenüber, weil sie Rechte der Arbeitnehmer überprüfen und durchdrücken. Oder was ist der Grund? Oder ist es eine Gewerkschaft, welche nicht für Eure Branche zuständig ist und nur dem AG seine Interessen vertritt?

LG Guido

P
polybär

01.10.2013 um 15:04 Uhr

@GuidoW, ich kann das schon Verstehen, auch wenn ich ein Gewerkschaftler bin. Oft sind in Betriebsräten der Gewerkschaft, sagen wir mal Gewerkschaftler im weitern sinne ( es ist ja einfacher sich bei der Gewerkschaft mit auf die Liste zu heben) Ich persönlich würde mich freuen wenn neben der Gewerkschaftsliste eine Liste ungebundener zu finden wäre. Immer hin würden dann auch diese Personen im Betriebsrat eine "Echte" Stimme haben, sicherlich ist es so das wir als BNRMs der Gewerkschaft auch von nicht Organisierten Gewählt werden und auch deren Positionen Vertretten bzw Beleuchten. Aber im Kern handeln wir immer für die Intressen den Gewerkschaft z.B Tarif , Sozialegerechtigkeit (z.B KEINE Anwesenheitsprämie für ANs die sich Krank zu Arbeitschleppen damit sie die Prämie erhalten) etc... Aber grade im Betriebsrat hätte ich auch "echte" nicht Gewerkschaftler mal Gesehen. Das ist aber meine Persönliche Meinung DIE nicht unbedinngt die Mehrheit meines Betriebsrates Spiegelt .

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