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Krankheitstage - Weitergabe innerhalb des Unternehmens

E
Elferrat
Nov 2016 bearbeitet

Folgende Situation:

Mitarbeiter bewirbt sich innerhalb des Unternehmens auf eine andere Stelle. HR gibt die Zahl der Krankheitstage dieses Mitarbeiters aus 2012 an die Verantwortlichen der suchenden Abteilung (ob gefragt oder ungefragt ist noch nicht klar). Die Zahl ist leicht überdurchschnittlich. Deduktiv wird dort auf eine verminderte Leistungsfähigkeit geschlossen und der Mitarbeiter deswegen abgelehnt (einige andere Gründe der Nichteignung werden ebenfalls genannt).

Bewertung aus Datenschutzsicht? Meiner Meinung nach werden besonders schutzwürdige Daten innerhalb des Unternehmens zu einem Zweck weitergegeben, für den sie nicht gespeichert wurden. (Wenn der AG die Zahl der Krankheitstage dieses Mitarbeiters für ein Problem hält, müsste er dies anders gemeinsam mit dem Mitarbeiter abarbeiten) Unzulässige Benachteiligung gegenüber externen Bewerbern, von denen diese Daten ebenfalls in der Regel nicht bekannt sind. Andere Meinungen?

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Community-Antworten (2)

G
gironimo

14.06.2013 um 10:43 Uhr

Kein schöner Zug allemal. Aber wahrscheinlich ein "üblicher" Vorgang, den man kaum in den Griff bekommen kann. Es ist eben nur selten, dass man davon erfährt.

Da die Versetzung aber von HR durchgeführt wird, liegen diese Infos ja dort ohnehin vor. Wahrscheinlich wird ja HR bei einer externen Einstellung gegenüber dem BR kaum begründen, dass der interne Bewerber zu viel krank ist. Fragt sich, ob Ihr andere Gründe der Benachteiligung findet, um einer externen Einstellung die Zustimmung zu verweigern. - Und - ob ihr dem internen Bewerber dann damit einen Gefallen tut.

Wenn Ihr etwas für den Kollegen tun wollt, solltet Ihr (falls der Kollege es wünscht) vor der Anhörung zur Einstellung versuchen, mit HR ins Gespräch zu kommen.

K
Kölner

14.06.2013 um 11:13 Uhr

@elferrat Innerhalb des UN kein Problem. Blöd wäre es nur, wenn dies der einzige Punkt wäre, der zur Ablehnung des Bewerbers führen würde...

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