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Fürsorgepflicht des Arbeitgebers: Kollege sagt, alles ist gut, obwohl etwas nicht stimmt

S
seesee
Jan 2018 bearbeitet

Und noch ein ähnlicher Fall:

Seit geraumer Zeit stelle ich fest, dass unser Hausmeister und Bote sehr fahrig und zerstreut ist. Seine Fehlzeiten wegen Krankheit sind im letzten Jahr kontinuierlich gestiegen. Er arbeitet seit über 15 Jahren bei uns. In diversen Gesprächen mit mir (wobei ihn ihn darauf angesprochen habe) hat er mehrmals gesagt, dass er sehr viel Stress hat. Jeder gibt ihm irgendwelche Aufträge, z.B. Apothekengänge wegen Kopfschmerztabletten, Frühstück einkaufen, aber auch offizielle Aufträge wie Ersatzteile von A nach B bringen, Post holen, wegbringen, etc. etc. Dadurch, dass jeder ihn ständig anrufen kann, ist nicht überschaubar, wann er was zu erledigen hat. Es gibt für seine Stelle keine Gefährdungsanalyse und auch keine Stellenbeschreibung. Im Monatsgespräch haben wir GF die Situation geschildert und die Gefahr erwähnt, dass der Kollege am Limit läuft. Inzwischen hat unser GF persönlich mit dem Kollegen gesprochen. Dieser hat gesagt, dass alles OK sei. Damit ist der Fall für unseren Chef geschlossen. Können wir noch etwas für den Kollegen tun? Er will auf keinen Fall beim Chef auffallen...

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Community-Antworten (4)

S
Saumagen

26.01.2013 um 07:34 Uhr

Er soll sich organisieren, mittels Listen, in der er die Aufträge einträgt mit Eingang , Uhrzeit usw. Und wenn es erledigt ist mit Datum Uhrzeit abhakt, das macht es etwas übersichtlicher, und es zeigt sich, wenn Offene Aufträge stehen bleiben, dass er über lastet ist, dann kann man beim Vorgesetzten über Fakten reden.

G
gironimo

26.01.2013 um 10:24 Uhr

Es ist schwer, jemanden zu helfen, der sich nicht helfen lassen will. Dass der Kollege gegenüber dem Chef nicht zugibt was ihn belastet, ist doch tagtäglicher Alltag. Der denkt, er demontiert sich selbst und hat das Gefühl, dass er gebraucht wird.

Wenn es keine Gefährdungsbeurteilung gibt, fordert diese. Und vielleicht hift auch ein Blick ins Arbeitszeitkonto.

Ansonsten, wenn Du schon mit ihm gesprochen hast, wie sieht er denn bei Dir seinen Job und welche Lösungsmöglichkeiten schweben ihm denn vor (vielleicht erst mal die Botengänge für die Kollegen weglassen)?

A
AlterMann

26.01.2013 um 12:47 Uhr

Hallo seese, es ist schön, wenn sich der BR um die Kollegen kümmert. Aber hattest Du denn einen Auftrag, mit dem Chef zu sprechen? Dein Beispiel "Kopfschmerztabletten besorgen" zeigt mir, dass es für Euch wirklich extrem einfach ist, den Hausmeister springen zu lassen. Mit ein bisschen Rumfragen bei Kollegen wäre der Botengang wohl zu vermeiden gewesen. Solche Aufträge von allen Seiten führen dazu, dass letztlich der Hausmeister entscheidet, welche der übertragenen Aufgaben er erledigen will und in welcher Frist. Spätestens das dürfte dem GF dann auch nicht Recht sein...

B
betriebsratten

30.01.2013 um 14:49 Uhr

Kopfschmerztabletten besorgen ist eindeutig privat-der Arbeitgeber darf keine Medikamente haben/austeilen etc. Zumindest im nichtmedizinischen Bereich Kanns sein dass der Kollege zunehmend missbraucht wird und sich aus Angst um seinen Arbeitsplatz nicht TRAUT wsas zu sagen? Gruss von den Betriebsratten

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