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Pest oder Cholera

M
Marketinghexe
Nov 2016 bearbeitet

Folgendes Problem: Zwischen AG (150 Ma) und Belegschaft gibt es seit langem Streit, viele Kündigungen, Klagen der Kollegen, etc.. Nun ist der Aufsichtsrat endlich soweit, den Vorstand zu entlassen. So weit so gut.

Damit es aber besser aussieht und nicht nur der Vorstand geht, möchte der Aufsichtsrat, dass wir als gesamter Betriebsrat gleich auch zurücktreten. Man möchte das dann als Konflikt zwischen Vorstand und BR verkaufen und beide Parteien sollen "Platz machen".

Der Aufsichtsrat bittet allerdings nicht, sondern droht: wenn wir nicht sehr schnell zurücktreten, dann würde es Entlassungen geben. Diesen Zusammenhang hat der Aufsichtsrat auch schon den KollegInnen mitgeteilt. Was also tun? Ich habe ein ungutes Gefühl, der Drohung des AR einfach so nachzukommen. Auf der anderen Seite wird mit Arbeitsplätzen gedroht - unserem Unternehmen geht es wirtschaftlich recht gut, es ist eben eine Drohung (mit dem Risiko, dass die Drohung umgesetzt wird).

Eure Meinungen würden mich sehr interessieren.

1.782012

Community-Antworten (12)

K
Kurzarbeiter

09.06.2012 um 00:19 Uhr

Anwalt und § 119

B
Betsy

09.06.2012 um 00:40 Uhr

Hexchen, nette Geschichte mit vielen Schwachpunkten:)

G
gironimo

09.06.2012 um 10:15 Uhr

Da kann eigentlich nur der Gang zum Gericht helfen (wenn es ganz schlimm wird auch Eilantrag) - siehe Kurzarbeiter. Betriebliche Öffentlichkeitsarbeit ist da sehr wichtig. Vielleicht solltet Ihr öffentlich fordern, dass der Aufsichtsrat zurücktritt.

P
poiuz

09.06.2012 um 19:23 Uhr

AR teilt den MA mit, das wenn BR nicht zurücktritt eine Menge X an MA entlassen wird? Das ist doch ganz einfach, sofort anzeigen wegen BR-Behinderung und gemütlich zurücklehnen.

So eine Unverschämtheit hab ich ja noch nie gehört ...

B
betriebsratten

11.06.2012 um 13:34 Uhr

Und dann kommen die Kündigungen doch und ihr habt keinen Betriebsrat-nette Taktik.

Ihr wärt mit dem Klammernsack gepudert wenn Ihr dieser Forderung nachkommt Gruss von den Betriebsratten

K
Kulum

11.06.2012 um 13:45 Uhr

Warum gäbe es keinen BR?

Aber auf solch hohle Drohung würde ich mich trotzdem nicht einlassen. Also Antwort 1 und gleich noch Verhandlungen zum Sozialplan aufnehmen. Vielleicht auch mal vorsorglich bei der AfA erkundigen ob da schon geplante Entlassungen angezeigt wurden. Ruhig n bissl Staub aufwirbeln

S
Snooker

11.06.2012 um 14:46 Uhr

Im goßem und ganzem ist von den Vorrednern schon alles gesagt worden.

Wie wäre es denn wenn ihr im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit einen Pressesprecher wählt, und dann dem Aufsichtsrat mitteilt, da euer Standort ja sehr wichtig ist und evtl. Entlassungen auswirkungen auf die gesamte Region haben könnte schlagt ihr eine gemeinsme Pressekonferenz mit den regionalen Zeitungsverlagen am ....... vor.

Wäre nur eine Idee, denn wenn ihr einen Aufsichtsrat habt, so denke ich mal wirdeure Firma nicht gerade klein sein. Und für Lobbyisten ist schlechte Presse immer Gift.

P
poiuz

11.06.2012 um 22:24 Uhr

Jede AG hat einen Aufsichtsrat, egal wie groß.

S
Snooker

11.06.2012 um 22:45 Uhr

@poiuz

nicht ganz Richtig, aber braucht deshalb hier nicht ausdiskutiert werden.

D
DrUmnadrochit

11.06.2012 um 23:56 Uhr

"Wie wäre es denn wenn ihr im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit einen Pressesprecher wählt, und dann dem Aufsichtsrat mitteilt, da euer Standort ja sehr wichtig ist und evtl. Entlassungen auswirkungen auf die gesamte Region haben könnte schlagt ihr eine gemeinsme Pressekonferenz mit den regionalen Zeitungsverlagen am ....... vor."

Bei einem Arbeitgeber mit 150 Arbeitnehmern? Da werden es sich die BRM vermutlich auch noch finanziell leisten können, die gesamte versammelte Journaille zum Umtrunk einzuladen.

S
Snooker

12.06.2012 um 00:03 Uhr

Upps, die 150 MA sind mir wohl durch die Lappen gegangen, bzw. durch die Brille gerutscht.

P
poiuz

12.06.2012 um 00:52 Uhr

@Snooker:

Gibt ja keine Diskussion, entweder hast du Recht oder ich, dann solltest du aber auch bekanntgeben in welchem Gesetz die von dir genannte Ausnahme drinsteht ...

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