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Dieser Beitrag ist vor 6 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Kann mein Arbeitgeber mich versetzen???

F
FrauBach
Nov 2019 bearbeitet

Hallo, erstmal einpaar Fakten ;) ich bin im öffentlichen Dienst tätig. Abteilung Schule. Seit über 10 Jahren im Schulbereich tätig. Davon 5 Jahre m öffentlichen Dienst. Funktion Springern . Unbefristeter Arbeitsvertrag .

Zu meinem Problem oder doch nicht Problem ?!

Wie wie oben formuliert bin ich als Springerin im Einsatz ohne Installation in einem Team. Vorwiegend vertrete ich erkrankte KollegeInnen oder helfe wenn Not am Mann ist.

Nun bin ich vor 3,5 Jahren mit 37 Jahren zum ersten mal mit Mama geworden. Was so lala von meinem Arbeitgeber / Bereich aufgenommen wurde. Mehr als die Hälfte der KollegeInnen und Vorgesetzte sind mit dem Thema Kinderkriegen durch (...). Ich versuche seit Anfang des Jahres noch ein zweites Kind zu bekommen bzw. solange ich noch Zeit habe. Jedenfalls wurde ich auch parallel innerhalb dieses Jahres oft krankgeschrieben. Da ich "unverhofft" mit dem Kinderwunschzentrum in Berührung kam.

Im Januar wurde ich direkt Schwanger, hielt aber nicht lange, früher Abgang, leider. Der Arbeitgeber u. KollegeInnen wussten davon nichts. Das nächste mal wurde ich im Mai Schwanger,ich habe es vor der 12 ssw. offiziell gemacht, weil ich ein gutes Gefühl hatte. Und was soll ich sagen, in der 10 ssw. musste die Schwangerschaft beendet werden, leider.

Mein Arbteilung war schon voll im Gange mich zu versetzen, da ich wegen dem MuSchG nicht in meinem Bereich arbeiten konnte. Der Betriebsrat sollte auch involviert werden. Es war echt ein Dilemma. Obwohl ich absolut dagegen war, hätte ich keine Chance, da es zum wohle des Kindes und der Mutter ging, so hieß es jedenfalls. Nach einer möglichen Rückkehr aus der Elternzeit , wäre es sogar unmöglich gewesen, in den gleichen Bereich wieder rein zukommen. Wer ein mal raus ist mit Betriebsratbeschluss, ist raus.

Ich habe mir nach der Fehlgeburt sagen lassen, dass jede Frau eine Fehlgeburt unterschiedlich verarbeitet. Seelisch sowie körperlich. Das seelische habe ich gut gemeistert, doch körperlich ist es ein ´Prozedere'. Ich wurde solange ich Schwanger war von meiner Frauenärztin krankgeschrieben, da ging es vor allem darum die Schwangerschaft zu erhalten. Auch nach beendigung der Schwangerschaft / bis hin zu einer weiteren OP und danach wurde ich krankgescjrieben. Ich bin ich wieder arbeiten gegangen. Super fit und erholt ... mit dem ganzen Frauen kram will ich jetzt nicht Anfangen , was mit einer Fehlgeburt in Verbindung steht bin ich halt nicht, es braucht alles seine Zeit. Jetzt gerade bin ich wieder für einige Wochen krankgeschrieben. Weil ich wieder (Frauenkramprobleme habe. Jedenfalls habe ich einfach Panik, dass mein Arbeitgeber mich in einen anderen Bereich versetzt. Weil ich ja die Funktion der Krankheitsvertretung habe. In Schulbereich sind die Leute quas dauer krank . Oder weil er denkt ich bin gerade jetzt wieder Schwanger. Oder weil er befürchtet, dass ich es weiterhin versuche Schwanger zu werden. Oder weil er kein Bock hat oder, oder, oder... . Offiziell kann er ja nichts sagen, das wäre ja dann schon Diskriminierung. Kann er irgendwie eine Versetzung in die wege leiten. Überbesetzt & Co sind wir nicht, und wie gesagt meine Funktion wird benötigt da die KollegeInnen gefühlt dauer krank sind. Oder müsste er bevor er mich ganz aus dem Bereich nimmt, innerhalb des Bereichs "versetzen" bzw. fest in ein Team instalieren. So das die Springerfunktion nicht mehr meine Aufgabe ist. Im übrigen bin ich mit dem Betriebsrat nicht zufrieden. Ich habe absolut nicht das Gefühl, dass sie sich voll und ganz für den Arbeitnehmer einsetzen, zumindest die die für den Bereich zuständig sind.

Wie kann ich vorgehen, wäre rechtlicher Beistand to much, wenn so etwas eintrifft ???

Wie gesagt den Betriebsrat kann ich mir persönlich sparen, da die Person einen guten Kontakt zu meiner Vorgsetzten hat, was ja okay ist. Aber mich nervt immer noch meine Erfahrung, die ich während meiner Schwangerschaft mit dieser Person gemacht habe. Beispiels: Ich habe ihr eine Frage bezüglich meiner Funktion und wegen Vorbereitungszeit usw. gestellt. Ich weiß ja dass man als Betriebsrat nicht allwissend ist und sich auch Informationen irgendwo einholt, was ich ja auch mache so oder so ... Die Betriebsratperson sagt mir tatsächlich, meine Vorgesetzte (um die ging es auch letztendlich) macht ihre Arbeit sehr gut. Daher müsse sie Informationen bei ihr einholen, damit sie meine Frage beantworten kann. Ich habe ihr nur gesagt, lassen sie es, ich kann meine Vorgesetzte auch selber Fragen. Aber das war ja nicht Sinn der Sache.

LG

76603

Community-Antworten (3)

K
kratzbürste

28.11.2019 um 08:29 Uhr

Der BR ist ein Gremium aus mehreren Personen. Wenn du mit einem Mitglied nicht zufrieden bist, kannst du ein anderes in Anspruch nehmen, um dich zu beraten. Auch die Gewerkschaft kann dich unterstützen.

Allerdings solltest du bedenken: Du bist als Springer eingestellt!

T
takkus

28.11.2019 um 09:27 Uhr

"Der BR ist ein Gremium aus mehreren Personen"- naja: an einer Schule können schon mal weniger als 20 ArbN beschäftigt sein.

S
stehipp

28.11.2019 um 10:44 Uhr

Wie so häufig eine ziemlich verfahrene Situation. Hier im Nachgang alles wieder gerade zu biegen ist schwierig. Letztendlich müsst ihr eine Lösung finden mit der beide Seiten leben können. Hier mit einem Rechtsanwalt zu drohen oder ihn gleich mitzunehmen ist wohl eher kontraproduktiv. Du willst in Zukunft ja wieder in einem harmonischen Umfeld arbeiten, alle anderen, inkl. dem Vorgesetzten grundsätzlich wohl auch. Aus meiner Sicht hilft nur eins. Ein klärendes Gespräch führen, wenn nötig mit Moderator. Das kann ein BR-Mitglied sein, wenn beide Parteien einverstanden sind aber auch jeder andere. In solchen Situationen "krankt" es häufig an mangelnder, offener und direkter Kommunikation. Du hast viele Befürchtungen, dein Vorgesetzter aber vielleicht auch. Vorgesetzte haben auch eine Fürsorgepflicht für ihre Mitarbeiter. Vielleicht denkt er, dass er dich vor zu viel Streß, Überbelastung.... schützen muss, damit sich bald dein Kinderwunsch erfüllt.

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