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Bombe geplatzt

R
Rumpen
Nov 2016 bearbeitet

Hallo liebe Mitkämpfer, jetzt ist die Bombe geplatzt. Betrieb mit knapp 700 MA. BR hat nach Neuwahl der GL folgendes Zugeständnis gemacht. Vorsitzender und Stellvertreter zu nur je einer halben Stelle freigestellt. War ganz klar ein Fehler. Es hat sich schnell gezeigt, man braucht die volle Zeit um eine ordentliche Arbeit zu leisten. Nach langem überlegen haben wir nun den Beschluss gefasst für die volle Freistellung. Der Chef springt im Dreieck und hat eine außerordentliche BR Sitzung bestellt und will uns nun Vorschläge machen wo gekürzt werden soll damit die Kosten für den BR bezahlt werden können. Eindeutige Drohgebärde. Wie können wir diesem Vorhaben effektiv begegnen? Dank Rumpen

1.20004

Community-Antworten (4)

F
Fairlight Akzeptiert

26.04.2012 um 11:53 Uhr

Geil.... nu muss ich den ganzen Text nochmal schreiben :(((

Also ganz klar: gironimo hat absolut recht! Schafft Öffendlichkeit dafür. Und ich würde das so oder so auf einer BetrVers. thematisieren, auch wenn euer liebenswerter AG doch noch schmollend einknickt.

Wichtig ist, dass euren Kolleginnen und Kollegen klar wird, was so eine Aussage seitens des AG heißt: die Wahrnehmung und Durchsetzung der Rechte der Belegschaft ist dem AG zu teuer. Anders kann man das nicht verstehen und anders ist es auch nicht gemeint. Ein BR besteht (idealerweise) nicht um seiner selbst willen, sondern er hat einen ganz klaren Auftrag. Und das kostet den AG nunmal Geld. Er muss doch ohnehin nur die Kosten tragen, die erforderlich sind ;)

Klar dass er da gaaaaanz andere Ansichten hat, was die Erforderlichkeit angeht. Er könnte und konnte ohne BR viel einfacher, zwangloser und ungehemmter schalten und walten. Der ewige K(r)ampf....

Übrigens haben wir gegen unseren AG jetzt ein Beschlussverfahren einleiten lassen nach § 78 auf Unterlassung. In unserem Fall hat der AG auf der zurückliegenden BetrVers. vollkommen überzogene BR Kosten genannt. Wir seien also mitverantwortlich für das desaströse Betriebsergebnis (so sollten wir dargestellt werden). Das wird er in Zukunft besser nicht mehr machen.

Hier muss man eisenhart bleiben. Nicht in die Defensive drücken lassen und im stillen Kämmerlein mit dem AG über solche schiefen Ansichten diskutieren. Es führt sowieso zu nix. Macht ihm klar, wie es rechtlich aussieht.

Wir können gut nachvollziehen, wie ihr euch im Moment fühlt. Das kostet Nerven und man macht sich dann ja schon bald Gedanken, ob man den Betrieb nicht in den Ruin führt. Alles Quark, ihr habt eine UNGLAUBLICH WICHTIGE Aufgabe. Wo gehobelt wird, fallen halt auch Späne. Und denkt dran: You'll never walk alone ;-)

N
nicoline

25.04.2012 um 21:50 Uhr

Rumpen, Nach langem überlegen haben wir nun den Beschluss gefasst für die volle Freistellung. Was bedeutet für Dich, volle Freistellung? BRV und Stellv. jeweils eine volle Freistellung?

Wie können wir diesem Vorhaben effektiv begegnen? Indem Ihr ihm die Gesetzeslage deutlich vor Augen haltet, wie sonst?

K
kassenwart

25.04.2012 um 22:11 Uhr

Bei solchen Drohgebärden würde ich den AG auch einmal auf den § 119 BetrVG hinweisen. Denn solches Handeln kann man zu mindest als Versuch der Behinderung werten.

Weiter solltet ihr euch überlegen eine außerordentliche Betriebsversammlung einzuberufen. Thema: AG plant Kürzungen/ Einsparungen!

G
gironimo

26.04.2012 um 11:04 Uhr

Macht die Sitzung und laßt ihn reden - nicht provozieren lassen - ansonsten die Vorschläge von Kassenwart aufgreifen.

Falls Ihr "Wackelkandidaten" in Euren Reihen habt: Schreibt in die Einladung nur den Tagesordnungspunkt: Information durch den Arbeitgeber über ..... (Thema)

Abstimmungen in Anwesenheit des AG sind ohnehin nicht zulässig. Nach den Infos nur kurz zu diskutieren und die Beratung und - falls erforderlich - Beschlußfassung auf die nächste Sitzung zu verlegen, wirkt beruhigend und läßt Zeit für Überzeugungsarbeit.

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