Unglaubliche Vorgehensweise
Eine ungeheurliche Entwicklung treibt mich seit Freitag um. Wir haben zur Zeit Haustarif-Verhandlugen im Betrieb (387 ArbN, Organisationsgrad ca. 87%). Eine TarifK wurde bereits im Januar eingerichtet. Ich bin Betriebsratsvorsitzender und auch in der TarifK. Nach einer recht spektakulären und lautstarken Auseinandersetzung am vergangenen Montag in der Verhandlung mit dem Vorstand hat dieser die Gewerkschaft aufgefordert mich aus der Tarifk heraus zu nehmen. Ich bin bis zum Freitagmittag davon ausgegangen, daß der Vorstand mit seinem Ansinnen nicht durchkommt. Am Freitag um 13 h kam es dann zu einem Telefonat indem mich der Gewerkschafts-Sekretär aufgefordert hat, freiwillig aus der Tarifk auszusteigen oder die Verhandlungen platzen. Sie, die Gewerkschaft, halten meine Wortwahl und mein Auftreten nicht für angemessen und würden ebenso nicht mehr mit mir in dieser TarifK zusammenarbeiten wollen. Auch ein Austritt aus der Gewerkschaft würden sie begrüßen. Meine Mitstreiter aus dem Betrieb sind nun völlig verunsichert und wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen und wollen. Ein Treffen ohne mich findet wohl heute statt. Ich bin zum einen verärgert über den Vorstand und auch vor allem andern über die Gewerkschaft. Was halten Sie davon?
Community-Antworten (5)
15.04.2012 um 12:45 Uhr
was hast du gesagt?
15.04.2012 um 12:54 Uhr
Was passiert wenn die Verhandlungen platzen? Gehe freiwillig aus der Tarifk. aber nicht aus der Gewerkschaft. Gib deinen Mitstreiter aus dem Betrieb all dein Wissen mit und bleib am Ball / der Ton macht eben die Musik. Wichtig ist das Ergebniss.
15.04.2012 um 20:31 Uhr
Sportsman, man kann die GEW verstehen. Ihr geht es um einen TV möglichst positv. Da zählt Deine pers. Betroffenheit erst einmal nicht.
Man sollte sich als Mitglied der TarifK auch stets betreffend Äußerungen und Auftreten mit der GEW vorher absprechen.
16.04.2012 um 15:42 Uhr
Das hilft mir nicht weiter. Ich habe lediglich lautstark die Forderungen vertreten, dass 4 Prozent diesmal nicht genug sind. Der Chef meint ich würde die Firma runieren. Und die Gewerkschaft stimmt zu.
16.04.2012 um 15:59 Uhr
Sportsman schrieb: "Auch ein Austritt aus der Gewerkschaft würden sie begrüßen."
Also entweder war die Lautstärke gesundheitschädigend oder da fehlt noch ein Teil in Deinen Ausführungen. Wieso wollen die Dich denn sonst auch gleich aus der Gewerkschaft haben?
Verwandte Themen
Beschlussfassung ohne BRV und Stellvertreter
ÄlterHallo Kollegen, wie ist die Vorgehensweise einer Beschlussfassung wenn der BRV auf Dienstreise und der Stellvertreter krank ist. Der Beschluss lässt sich nicht aufschieben da Terminverzug droht.
BR-Sitzung Protokollführung - Wie Fehler vermeiden ?
ÄlterHallo Kollegen, wie ist die Vorgehensweise zur korrekten Protokollführung einer BR-Sitzung ? Zu einer BR-Sitzung wird duch den Protokollanten ein Protokoll zur BR-Situng angefertigt. Der BRV ze
Korruption Betrug Veruntreuung öffentlicher Gelder - was tun gegen angebliche Verletzung des §79 BetrVG?
ÄlterHallo Ich Arbeite in einem Unternehmen des öffentlichen Dienstes und wurde vor Monaten in den BR gewählt. Mein Problem ist etwas umfangreicher und ich bedanke mich schon mal im vorraus. Es verhäl
Schule berechnet unentschuldigtes Fehlen an Arbeitgeber
ÄlterHallo Zusammen! Eine schier unglaubliche Sache (meine Meinung): Einer unserer Azubis hat letzten Monat einen Tag unentschuldigt in der Berufsschule gefehlt. Gestern bekommt unser Arbeitgeber eine
Videoüberwachung
ÄlterHallo an Alle. Wir sind ein Seniorenheim und haben gestern beim putzen eine unglaubliche Entdeckung gemacht. Im Pausenraum ist in der Mikrowelle eine Kamera versteckt und dann haben wir auch das dazug