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Azubi Freistellung von der Berufsschule

L
Littlehelper
Jan 2018 bearbeitet

Liebe Kollegen, ich habe im Berufsausbildungsgesetz versucht was zu finden. Kann der Arbeitgeber von den Azubis verlangen aus bestimmten Gründen von der Berufsschule weg zubleiben? Er Stellt sie quasi frei. Wenn diese Möglichkeit besteht: wie oft und aus welchen Gründen. Wenn ja, auch wenn nein, wo finde ich das um sachlich argumentieren zu können.

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Community-Antworten (2)

B
blackjack

25.10.2011 um 00:07 Uhr

littlehelper, er kann Dich nicht hindern am Berufsschulunterricht teilzunehmen. Der Ausbildende hat den Auszubildenden für die Teilname am Berufsschulunterricht freizustellen (§ 15 BBiG).

P
Petrus

25.10.2011 um 11:14 Uhr

Azubis sind zu ihrer Ausbildung beschäftigt - und kein billiger Ersatz für Festeinstellungen oder Leiharbeiter. Darum ist auch das Gegenteil ist der Fall: Sowohl dem Azubi und seinen Eltern als auch dem Ausbilder drohen Geldstrafen, wenn der Azubi an Berufsschultagen nicht in der Berufsschule ist.

Z.B. in NRW laut SchulpflG: § 20 Ordnungswidrigkeiten (1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

  1. als Erziehungsberechtigter, als Ausbildender oder als Arbeitgeber nicht dafür Sorge trägt, daß der Schulpflichtige am Unterricht und an den sonstigen Veranstaltungen der Schule regelmäßig teilnimmt (§ 16 Abs. 2 und 3),
  2. als Schüler seine Berufsschulpflicht nicht erfüllt (§§ 9, 11, 13 und 14). (2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße geahndet werden.

Eventuell wird man auch im grünen oder neuerdings blauen "Taxi" zur Berufsschule gefahren: § 19 Schulzwang Bleibt die Einwirkung nach § 18 erfolglos, so werden die Schulpflichtigen der Schule zwangsweise zugeführt. Die zwangsweise Zuführung erfolgt auf schriftliches Ersuchen des Schulleiters. Auf sie finden die Vorschriften des Verwaltungsvollstreckungsgesetzes (VwVG NW) über die Anwendung des unmittelbaren Zwanges Anwendung.

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