Umsetzung in andere Abteilung
Hallo alle zusammen In unserem Betrieb soll ein Arbeitsbereich, in dem eine Kollegin (6 Std. Kraft) beschäftigt ist auf 8 Stunden aufgestockt werden. Diese Kollegin soll daher in einen anderen Bereich versetzt werden. In ihrem Arb. Vertrag ist diese neue Beschäftigung mit angegeben. Wir als BR bekamen vom Chef einen Anhörungsbogen mit jener Mitteilung um hier unser Einverständnis zu geben. Die Kollegin möchte ihren Arb. Platz jedoch behalten, da sie der Meinung ist diesen auch in 6 Std. zu bewältigen, was in der Vergangenheit auch so war. In dem neuen Bereich kommt es öfter vor in Schichten zu arbeiten, dies ist jedoch nicht möglich (3 Kinder und Mann in 4 Schichten) es wurde auch ein Zusatz zum AV vereinbart, dass sie keine Schichten machen muss und auch keine Überstunden. Ihre Befürchtung ist jedoch Unmut der anderen Kollegen, wenn es zu Schichten oder Überstunden kommen wird.
Wie würdet ihr entscheiden?? Freue mich über jeden Tip Danke im voraus
Community-Antworten (15)
06.10.2011 um 11:46 Uhr
Ich kann mir schwer vorstellen, dass ein Arbeitgeber großes Interesse hat eine Arbeit die nachweislich in sechs Stunden zu bewältigen ist, auf acht Stunden auszudehnen. Ich gehe davon aus das er andere Gründe hat so zu handeln. Fragt doch mal bei Ag. nach wieso und wer diesen Arbeitsplatz besetzen soll. Tragt eure Bedenken vor. Ansonsten köntet ihr der Versetzung nicht zuzstimmen (99 Satz 2 Nr drei). Evtl. bringt ihn das zum Nachdenken.
06.10.2011 um 13:49 Uhr
AG bestimmt gem. § 106 GeWO Ort und Zeit der Arbeitsleistung unter Beachtung des ArbV/TV/BV und MB.
Kein AG kann einen AN zwingen seinen ArbV zeitlich aufzustocken.
06.10.2011 um 14:27 Uhr
Oh evelinsche, was ist das jetzt wieder?!?
06.10.2011 um 14:38 Uhr
Keiner
eine zutreffende Antwort, oder wo ist was falsch??
Ein BR sollte mit einer solchen Antwort umgehen können, denn alles was sich dahinter verbirgt ist BR-Wissen und man kann es ggf. nachlesen.
06.10.2011 um 17:05 Uhr
Also, nur dass ich das verstehe. Der Ag stockt die Stelle auf, von 6 auf 8 Stunden. Die Kollegin , die bisher diese 6 Stunden geleistet hat, soll versetzt werden. Das Direktionsrecht und der AV dieser Mitarbeiterin lassen dies zu. Sie hat auch einen Vertragszusatz, daß sie keine Schichten und Überstunden machen muß. Nun ist der Grund, dies nicht zu wollen, die Befürchtung, die MA im neuen Bereich könnten Unmut entwickeln? @ Lernender: Wo ist da der Nachteil gem. 99 (2) 3
06.10.2011 um 17:24 Uhr
@Ulrik
zunächst der Nachteil, dass der Arbeitgeber sich die Zustimmung ersetzen lassen muss.
Ansonsten die Befürchtung des Br., dass der Arbeitnehm ersonstige Nachteile erleidet, ohne das die aus betrieblichen oder persönlichen Gründen gerechtfertigt wird. (Ihre Befürchtung ist jedoch Unmut der anderen Kollegen) und sie kann die anfallende Arbeit ja wohl in sechs Stunden erledigen.
06.10.2011 um 17:38 Uhr
@Lernender: Ob sie die anfallende Arbeit erledigen kann, kann keiner von uns beurteilen. Der AG entscheidet, daß diese Arbeit eine 8-Stunden-Tätigkeit ist. Von daher hast Du hier deine betrieblichen Gründe. Sie selbst hat wohl kaum verargumentierbare Nachteile. Die anderen MA haben auch keine Nachteile. Sie haben nur nicht die gleichen Vorteile (merke: entgangener Vorteil ist kein Nachteil).
Und als BR einen Widerspruch zu formulieren, nur weil man den AG ins Zustimmungsersetzungsverfahren zwingen will, halte ich für moralisch bedenklich. Man kann doch als BR auch im Rahmen der Gesetze gute Arbeit machen, ohne unnötige Kosten zu produzieren?!
06.10.2011 um 17:57 Uhr
""da sie der Meinung ist diesen auch in 6 Std. zu bewältigen, was in der Vergangenheit auch so war.""
Die Kollegin kann es wohl beurteilen.
Zusätzliche Kosten müssen nicht entstehen wenn der Arbeitgeber mit dem Br. ins Gespräch kommt. Sollte es dabei zu einer einvernehmlichen Lösung kommen, kann er die Versetzung wieder vorlegen. Einigungsmöglichkeiten sehe ich reichlich.
06.10.2011 um 18:02 Uhr
Da bin ich dabei, ins Gespräch mit dem AG zu kommen. Nur hast Du dem Fragesteller einen Widerspruchsgrund genannt, und den sehe ich eben nicht.
Und was die Beurteilung der Arbeit angeht, wir wissen nichts darüber, wie der AG die Aufgabenzuteilung dieser Stelle in Zukunft sieht. Evtl. kommt da noch etwas dazu?! Alles Spekulation. Von daher meine Zweifel, daß diese AN es beurteilen kann.
06.10.2011 um 18:02 Uhr
..ist die Kollegin überhaupt bereit ihre vertragliche Arbeitszeit von 6 auf 8 Std. zu erhöhen?
06.10.2011 um 18:08 Uhr
so wie ich es verstehe nicht.
06.10.2011 um 18:15 Uhr
@Ulrik Und was die Beurteilung der Arbeit angeht, wir wissen nichts darüber, wie der AG die Aufgabenzuteilung dieser Stelle in Zukunft sieht. Evtl. kommt da noch etwas dazu?!
und falls es die gibt hat er diese Gründe dem Br. anlässlich der Versetzung mitzuteilen.
""Nur hast Du dem Fragesteller einen Widerspruchsgrund genannt, und den sehe ich eben nicht."" nur zur Förderung der Gesprächsbereitschaft.
06.10.2011 um 18:25 Uhr
@Ulrik: Der Nachteil für die "unmutigen" Kollegen dürfte in folgenden zwei Punkten zu sehen sein: a) in der Häufigkeit, von angeordneten Überstunden betroffen zu sein Wobei hier der BR ja ein Mitbestimmungsrecht hat...
b) in der Verschlechterung der Schichtplangestaltung Nehmen wir mal an, im Bereich arbeiten 3 MA in drei Schichten. Bislang also immer nur alle 3 Wochen Nachtschicht. Jetzt darf aber ein MA laut AV nur noch in Frühschicht eingesetzt werden. Wie oft "dürfen jetzt die verbleibenden Nachtschicht fahren?
06.10.2011 um 19:14 Uhr
Kein AG kann einen AN zwingen seinen ArbV zeitlich aufzustocken. Antwort 2 Erstellt am 06.10.2011 um 11:49 Uhr von eveline 181910
Der Arbeitgeber setzt die Stelle auf 8 Stunden an, entweder die Kollegin stockt die Stumden auf oder wird versetzt. Das sie ihre Stelle mit 6 Stunden nicht ordnungsgemäß ausfüllt belegt ein Arbeitgeber mit Leichtigkeit. Und wenn das alles nicht fruchtet gibt es eine Änderungskündigung. Und schon war es das mit deinem Planeten der Glückseligen
06.10.2011 um 20:05 Uhr
Wenn man erst bei § 99 ist, ist es in solchen Fällen zu spät. Hier ist Vermittlung im Vorfeld dringend angeraten, wenn man nicht will, dass die Kollegin zwischen den Stühlen sitzt.
Ich würde den AG fragen, warum nicht eine 6 Std.-Kraft in diesem 8 Std.-Bereich arbeiten kann. Es könnte doch auch sein, das jemand Teilzeit beantragt - und wo wären da die Gründe nein zu sagen?
Verwandte Themen
Umsetzung oder Versetzung
ÄlterMoin, folgendes Problem. Wir haben am 13.02.19 ein Umsetzungsantrag vorgelegt bekommen, die Rückwirkend zum 01.01.19 sein soll, und am 30.01.19 unterschrieben wurde. Angeblich ändert sich am Aufgaben
§ 84 und 85 BetrVG
Älterein wie ich denke, komplizierter und vermutlich auch seltener Fall, zu dem ich gerne eure Meinung hören würde. Durch die Zentrale werden Arbeitshandbücher und Prozessleitfäden erstellt, die einhei
AGG und kein Ende
ÄlterVielleicht interssant für den einen oder anderen: die EU-Kommission hat am 8. Oktober 2009 gegen die Bundesrepublik Deutschland die zweite Stufe des Vertragsverletzungsverfahrens wegen unvollständi
Umsetzung in anderes Team - aus welchen Gründen könnten wir für die MA eine Umsetzung ablehnen?
ÄlterHallo, bei uns im CallCenter wird es auf Grund des Arbeitsaufkommens Umstrukturierungen geben bzw. auch ein neue Aufgaben für Teams geben. Gegen die neue Struktur ist nichts einzuwenden. Doch es zieht
Urlaubsanspruch anteilig
ÄlterHallo, folgende Frage zum Thema Urlaubsanspruch: Wir haben 2 Abteilungen: Abteilung A und Abteilung B Abteilung A hat 24 Urlaubstage - jedoch auf eine 6 Tage Woche verteilt. Abteilung B hat