Mitarbeiterbefragung
Hallo liebes Forum, Wir haben uns im Gremium mal gefragt, warum machen wir nicht selber eine Mitarbeiterumfrage. Es fanden alle die Idee gut und wie gesagt so getan, haben einige aus dem Gremium die Arbeit gemacht, Fragen und Antworten aufzuschreiben. Natürlich mit dem Hintergedanken keinem (dem Betrieb) zuschädigen oder irgendwie etwas auf zuheitzen. Einfach nur grob (!!) - wegen Datenschutz - ein Feedback aus der Belegschaft zubekommen. Klar hört man so viel von den Kollegen, aber dies finden wir ein interessantes Werkzeug um Stimmungen im Betrieb mit zubekommen. Nachdem wir hinterher die Fragen im Gremium mit allen "überarbeitet" haben, um jeglichen negativen Verdacht (oder falsche Formulierung) zubeseitigen, haben wir das Exemplar der Geschäftsführung vorgelegt um Ihren "Segen" zubekommen. Jetzt haben wir unseren Fragenbogen wiederbekommen mit circa nur noch die hälfte der Fragen von uns (ich hoffe eine Erklärung werde ich die Tage hören). Meine Frage hier im Forum: Muss ich das so hinnehmen? Wir beabsichtigen wirklich ja nichts Böses - geschweige das Ergebnis könnte für die Geschäftsführung auch interessant sein. Noch wichtiger wäre - ich finde nichts Rechtliches in der Richtung, ob wir das überhaupt so machen dürfen oder nicht. Oder ich habe am Falschem Ende gesucht. Hat da jemand Erfahrung damit, oder kann mir damit weiterhelfen?? Ich möchte eigentlich nicht dieses Projekt Mitarbeiterbefragung so "beenden", da doch einiges an Zeit und Arbeit dafür verwendet wurde...
Danke im Vorraus Charry
Community-Antworten (8)
27.08.2011 um 05:38 Uhr
Sorry, aber mir stellt sich bei sowas immer die Frage, warum ein BR sowas machen will... sollte der BR nciht nahe an der Basis sein? Ohne solche Umfragen wissen was die AN wollen und denken? Muß ein BR nicht solche Dinge machen wenn er halt nicht mit den Leuten spricht? -warum spricht der BR nciht mit den AN? Diese Fragen nur so zum nachdenken... Jetzt kommt wieder, dass die Leute bei so einer Umfrage lieber ihr Herz ausschütten, weil annonym... ist das nciht ein schwaches Bild für einen Gremium, wenn die AN nicht mal direkt auf die BRM zugehen können oder wollen?
Ich meine: Finger weg von Umfragen.... eure Leute sollten so Vertrauen zu euch haben. haben sie es nciht, macht ihr irgend etwas falsch...
27.08.2011 um 13:10 Uhr
@DonJohnson,ich sehe das etwas anders. @charry,es kommt darauf an welches Ziel mit der Befragung verfolgt wird(Zufriedenheit,Verhalten,Arbeitsumfeld usw.) und wofür ihr sie braucht.Dementsprechend wird ein Fragenkatalog ausgearbeitet,dieser muss nicht dem AG vorgelegt werden, wenn er annonym ist. Mitarbeiterbefragungen können aber auf einer ganz anderen Ebene erfolgen und zwar in Folge einer Gefährdungsbeurteilung,die oben genannten Punkte finden sich z.B. bei der Befragung zum psychosozialen Stress wieder. Leider muss ich aus eigener Erfahrung sagen,dass die Beteiligung an freiwilligen und annonymen Befragungen unter 30% Prozent liegen. Daher gebe ich DonJohnson recht,geht auf die Leute einzeln zu und vermittelt ihnen das Ihr jederzeit für sie da seid.
27.08.2011 um 14:03 Uhr
@DonJohnson,ich sehe das etwas anders.
...
Daher gebe ich DonJohnson recht,geht auf die Leute einzeln zu und vermittelt ihnen das Ihr jederzeit für sie da seid.
ja nu, was denn jetzt ;-)
27.08.2011 um 14:23 Uhr
charry
schon einmal etwas von Betriebsversammlung gehört?? Dort könnt ihr den Koll. alles vorstellen und um Feedback bitten und aber auch gleich Antworten geben. Dort könntet ihr auch ggf. Fragebögen auslegen, auch weil der BR dort das Hausrecht hat.
27.08.2011 um 14:45 Uhr
Ob eine Befragung Sinn macht, kommt wohl auf die Struktur des Betriebes an. Leider ist es nicht immer möglich von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz zu laufen oder auf umfassende Resonanz in einer Betriebsversammlung zu hoffen. Wo es geht - klasse .....
Trotzdem, auf eine "globale" Umfrage zur Arbeitszufriedenheit würde ich als BR verzichten. Da braucht man dann schon Experten, um die richtigen Schlüsse zu ziehen. Und in der Tat - die Resonanz ist nicht sehr hoch.
Eher würde ich mir besondere Themen, die in der BR-Arbeit von Bedeutung sind oder im Betrieb diskutiert werden, herausgreifen und hierzu 3 bis 5 Fragen stellen. Dazu bedarf es dann auch nicht einer Zustimmung der Geschäftsleitung. (siehe auch: Rechte des BR zur Informationsbeschaffung im Sinne des § 80 BetrVG)
27.08.2011 um 19:20 Uhr
*Trotzdem, auf eine "globale" Umfrage zur Arbeitszufriedenheit würde ich als BR verzichten. Da braucht man dann schon Experten, um die richtigen Schlüsse zu ziehen. Und in der Tat - die Resonanz ist nicht sehr hoch. *
hmmm, also hat der alte mann doch recht ;-)
30.08.2011 um 19:07 Uhr
sorry "alter Mann",habe das Wort eigentlich vergessen, mea culpa.
30.08.2011 um 22:16 Uhr
@all 99,9% aller so angefertigten Umfragen sind das Papier nicht wert, auf dem sie an die AN verteilt werden. Aussagen dieser Art sind regelmäßig... ...nicht valide ...nicht reliabel ...und schon gar nicht objektiv!
Das ist Zeitverschwendung puren Ausmasses!
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