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Zuordnung zu leitenden Angestellten

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track
Jan 2018 bearbeitet

Hallo,

der Betriebsrat und der Arbeitgeber sind sich in einer Person uneinig, ob es sich bei Ihr um einen „leitende Angestellten“ handelt.

Der AG ist der Auffassung, dass es sich bei der Person um einen leitenden Angestellten im Sinne des BetrVG § 5 Abs. 3 Satz 3 nicht jedoch im Sinne des KSchG.

Der Betriebsrat beruft sich auf die Zuordnung der Person in die Wählerliste der zuletzt stattgefundenen BR-Wahl. Dort wurde die Person als wahlberechtigt eingestuft. Es gab zu dem damaligen Zeitpunkt bereits Bedenken des AG, jedoch keinen Einspruch gegen die Wählerliste.

Wir wollen letztlich nicht darauf beharren, dass die Person kein „Leitender“ ist. Zumal die Person dem AG näher steht als dem Rest der Belegschaft

Letztlich befürchten wir aber, dass die Person aktuell von der „Statusänderung“ profitiert z. B. eine mutmaßliche bessere Bezahlung und im Falle einer Kündigung sich wieder selbst als Arbeitnehmer sieht, um den Betriebsrat wieder mit im Boot zu haben.

Sind diese Befürchtungen angebracht? Wie schätzt ihr dies ein und wie würdet ihr Vorgehen? Gibt es zumal formale Kriterien zur Informationspflicht des BR zu einer solchen „Statusänderung“ – muss der AG uns z. B. eine veränderte Arbeitsplatzbeschreibung etc. vorlegen?

Vielen Dank für eure Antworten.

1.02901

Community-Antworten (1)

G
gallocampo

03.12.2010 um 13:51 Uhr

Ich würde die betroffene Person offiziell 'anhören'. Erstmal soll er selber sagen, ob er sich als Leitender Angestellter sieht oder nicht.

Damit wäre seine Selbsteinschätzung dokumentiert und er kann später nicht wieder so einfach zurück.

Wenn der Junge dann meint, er sei ein Leitender Angestellter und ihr grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden habt, dann ist er aus eurer Verantwortung raus.

Gruß

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