Hallo,

habe mal wieder ein knifflieges Anliegen.

Unser BRV ist vor zwei Wochen zurückgetreten und hat auch sein Betriebsratsmandat niedergelegt. Auf unserer letzten BR-Sitzung haben wir als letzten Punkt besprochen und beschlossen, dass vier Tage später eine Sondersitzng stattfindet, auf dessen Tagesordnung nur der Punkt Neuwahl des BRV stand. Zwei BRM waren bei dieser Sitzng nicht anwesend. Sechs Tage später fand dann die Sondersitzung statt, bei der alle BRM, einschließlich das für den ausgeschiedenen BRV, anwesend waren. Es wurde über die Wahlmodalitäten diskutiert, dann wurde ein Wahlleiter bestimmt und gewählt. Es gab zwei Kandidaten für das Amt des BRV, einmal der SBRV und einmal ein normales Mitglied.
Den SBRV können viel im BR nicht ab, da er seine Aufgaben als freigestelltes BRM bisher nicht so wahrgenommen hat, wie man es von einem freigestellten BRM erwartet.
Es gab dann eine offene Wahl (Mehrheitswahl), an dessen Ende das normale BRM die Mehrheit der Stimmen auf sich verbuchen konnte. Daraufhin hat der SBRV auf seine Freistellung verzichtet und ist vom Amt des SBRV zurückgetreten. Daraufhin wurde ebenfalls durch Mehrheitswahl ein neuer SBRV gewählt. Die Wahl wurde ordnungsgemäß protokolliert und alle BRM waren mit der Durchführung der Wahl einverstanden.
Der ehemalige SBRV gab dann zu verstehen, dass die Wahl aus seiner Sicht ungültig sei, da es keine schriftliche Einladung dazu gab. Er wäre ja im Urlaub gewesen und hätte erst einen Tag vor der Sondersitzung etwas darüber erfahren.

Gestern fand die nächste ordentliche BR-Sitzung statt, ohne neuen BRV. Der neue SBRV hat die Sitzung geleitet. Der ehemalige SBRV hat dort wieder gesagt, dass die Wahl ungültig sei.

Jetzt sind viele der Meinung, dass die Wahl rechtens ist, da mündlich zudieser Sondersitzung mit nur dem einen TOP eingeladen wurde und ja auch alle BRM anwesend waren.
Ist das so richtig oder ist die Wahl ungültig, auch wenn alle BRM vorher mit der Wahl einverstanden waren?

Kann jemand was dazu sagen oder hat Erfahrung damit?