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Erpressung des Betriebsrats

M
MrDooley
Jan 2018 bearbeitet

Ich habe das Gefühl unser Geschäftsführer erpresst den BR. Kurz zur Vorgeschichte... Wir sind ein Getränkelogistiker mit 15 Kraftfahrern. Nun müssen laut EU Gesetz die Kraftfahrer bis 2014 Schulungen machen damit der Führerschein verlängert wird und sie weiter LKW fahren dürfen. Das kostet natürlich auch Geld ( ca. 400€ p.P.) die vom AN zu zahlen sind. Wir als BR haben die GF gefragt ob sie sich an den Kosten beteiligt. Zeitgleich hat der BR beschlossen 3 BR Mitglieder auf Schulung zu schicken (Grundschulungen) was aber gleich auf heftige Gegenwehr stieß. Die GF teilte uns mit das momentan kein Geld dafür da ist und wir sollen unsere Schulungen verschieben und auch mal an das Wohl der Firma denken. Und nun kam gestern der Höhepunkt. Auf einer Mitarbeiterversammlung teilte die GF mit das sie sich mit 50% an den Schulungskosten der Kraftfahrer beteiligen würde wenn der BR in den nächsten 2 !!! Jahren keine BR Schulungen macht !!! Die Kosten für beide Sachen kann sich die Firma momentan nicht erlauben... Also entweder oder.... Und somit standen wir mit dem Rücken zur Wand da die GF ohne Absprache mit dem BR der Belegschaft diese Mitteilung machte. Wie können wir uns am besten verhalten. Ich sehe darin eine Behinderung der BR Arbeit, da er versucht die Arbeitnehmer zu beinflussen und gegen den BR handelt. Wir würden uns über jeden Tip freuen....

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Community-Antworten (2)

H
hotzenplotz

14.08.2010 um 18:38 Uhr

was fordert der AG als nächstes ?

wenn der BR geschlossen zurücktritt, übernimmt er die Gesamtkosten der Nachschulungen für alle Mitarbeiter ?

glasklare Behinderung der BR-Arbeit

Anwalt hinzuziehen, Unterlassungserklärung unter Androhung von Zwangsgeld erwirken (§ 23 BetrVG), oder Strafantrag gem § 119 BetrVG stellen und damit herrscht für alle Zeiten Krieg

oder

auch mithilfe eines Anwalts ein ernstes Gespräch mit dem AG führen, wobei ihm die Ungesetzlichkeit seines Handelns klar gemacht wird und Ziel sein sollte einen Kompromiss zu verhandeln, der zum einen eine anteilige Kostenübernahme und zum anderen sicherstellt, das die gesetzlich vorgeschriebenen und nötigen Schulungen des BR insbesondere im Bereich der Grundlagen sichergestellt werden

hier ist Verhandlungsgeschick gefordert natürlich darf man sich nicht auf die Schiene begeben, "der BR spart am nötigsten" und dafür erhalten die AN Zuwendungen, die der AG sonst nicht ausschütten würde aber man könnte ja mal überlegen statt z.b. die Mitglieder auf wochenlange auswärtige Lehrgänge zu schicken, kann man auch billigere "inhouse"-Lehrgänge beschließen, das somit gesparte Geld wird wiederum als Zuschuß zu den Führerschein schulungen verwendet (nur als Beispiel)

ich glaube, ihr stellt jetzt die Weichen für die zukünftige BR-Arbeit schaftt man es gemeinsam, ein erträgliches Klima zu schaffen oder haut man sich die nächsten Jahre nur gegenseitig die Köpfe blutig

wenn euer AG zum Typ "Kopf durch die Wand" gehört, hilft wohl nur die Keule wenn er jedoch zu erkennen gibt, gesprächsbereit zu sein kann ein geschickt agierender BR viel erreichen, wenn er die Keule erstmal nur leise schwingt, sie jedoch noch konstruktiv wieder wegsteckt

das ist die hohe Kunst der Verhandlung einen für beide Seiten tragfähigen Kompromiss zu erreichen obwohl der AG eigentlich erstmal die "Keule" bräuchte, um aufzuwachen

T
Tankwagenfahrer

17.08.2010 um 18:18 Uhr

Zuersteinmal muß ich sagen das die GF den Ernst der Lage auf dem Arbeitmarkt nicht erkannt hat. Er kann seinen Laden zumachen wenn er die Schulungen des BKFQG nicht zu 100 % bezahlt. Es ist eine Frechheit die Kosten auf den Fahrern abzuwälzen. Was macht er denn 2014 im September wenn die Übergangsfristen abgelaufen sind, kein Nachwuchs mehr von den Arbeitämtern und der Bundeswehr kommt ?!!? Tür zu und abschließen???

Als hätte man nicht eh schon den NiedrigLohn in dieser Branche, muß sich der Fahrer auch noch um diesen Quatsch kümmern. Das macht mich wirklich wütend, da ich auch bei einem Spediteur angestellt bin. Hier aber noch das Glück habe, für ein großes Mineralölunternehmen in Deutschland (die mit dem Leck im Golf) zu arbeiten.

Natürlich stimme ich dem Schreiber vor mir zu, das das auf jeden Fall ein Verstoß gegen das BetrVG beinhaltet.

Ich verstehe es einfach nicht mehr, das sich die Chefs wehemment gegen den BR auflehnen. Die könnten so ein ruhiges Leben führen wenn sie einfach mit dem BR ZUSAMMEN arbeiten würden. Dann könnten sie echtes richtiges Geld sparen....

Zu dem Thema: Es ist kein Geld übrig >>> Dann hat Dein Chef leider nicht in Betriebswirtschaftslehre aufgepasst.

Jeder Unternehmer rechnet die Kosten die auf den BR anfallen bei jedem Auftrag schon mit ein.(zumindest ein gesunder Unternehmer mit etwas Verstand von der Materie)

Dreht den Spieß einfach mal um.

Ich würde mich garnicht darauf einlassen und Ihn mal fragen ob er 2014 Ohne Fahrer da stehen möchte. Auf dem Stellenmarkt wir er wohl kaum auf einmal 15 Fahrer finden.

  1. BR Sitzung einberufen (vorher dem Chef informieren wann, nicht warum)

  2. BR Seminaranmeldung für die betroffenen Mitglieder ausfüllen und an den Chef schicken zwecks Kostenübernahme

Falls der sich weigert sofort die nächste BR Sitzung einberufen und mit der Einigungsstelle drohen (schriftlich) Kostet ab ca 5000 Euro falls er es inanspruch nimmt. Bezahlt auf jeden Fall der Chef und Ihr gewinnt 100 %ig.

Die Chefs und Manager im Transportwesen sind glaub ich eine besondere Species.

Kommt mir doch alles irgendwie bekannt vor.

In diesem Sinne. Allzeit gute Fahrt.

Bei Fragen gerne via Email nachfragen. Habe morgen ebenfalls BR Sitzung

PS: Bin eigentlich auch nicht für \"KEULE\" , aber ab und zu gehts nicht anders, weil die Herren einen sonst nicht wahrnehmen.

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