Hallo,

bei uns ist eine Neusinstellung faellig. Der AG hat uns um Zustimmung zu dieser gebeten und hierbei u. a. ausgefuehrt:

"Die vorgesehene Eingruppierung soll auf einer 40 Stunden Woche basieren. Zusaetzlich werden Sonntags-, Feiertags und Nachtzuschlag bezahlt.

Alle uebrigen Vereinbarungen sollen den vertraglichen Bedingungen unserer Nachwuchs-Operator entsprechen."

Da das nicht wirklich praezise ist (40 Stunden ist die Wochenarbeitszeit, aber keine Eingruppierung?), haben wir wie folgt nachgefragt:

"Die Eingruppierung ist fuer uns nicht erkennbar; der Betriebsrat bittet deswegen um Benennung des Bruttoarbeitsentgeltes, der Zuschlaege (Art und Hoehe), eventueller Zusatzleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld und deren Hoehe, des Umfanges des bezahlten Urlaubs und eventueller Freiwilligkeitsvorbehalte. Es duerfte wohl am einfachsten sein, dem Betriebsrat den angebotenen Arbeitsvertrag in Kopie zuzuleiten."

Die Einsicht in der Vertrag verweigert der AG (was auch nicht zu beanstanden ist, da es im Hause keine Formulararbeitsvertraege gibt). Ansonsten antwortet er lapidar:

"Eine Eingruppierung setzt eine Verguetungsverordnung voraus. Eine solche Verordnung existiert bei uns nicht und selbst wenn waere nur die beabsichtigte Eingruppierung anzugeben, nicht aber die Hoehe des tatsaechlichen Gehaltes."

Das moegen wir so nicht akzeptieren. Grund dafuer ist, dass es hier im Haus bei der Verguetung einen ueblen Wildwuchs gibt und fuer ein und dieselbe Arbeit Gehaelter zwischen 2T und 6T bezahlt werden - nicht eben gerecht. Ausserdem hat der AG ja noch zuvor selbst in "Nachwuchs-Operator" und was-auch-immer-Operator unterschieden.

Langer Rede, kurzer Sinn: Kann ich die Nennung des beabsichtigten Gehaltes verlangen; wenn ja, mit welcher Argumentation?

Und Nein, es gibt weder eine BV noch einen TV.

Danke im voraus sagt das

JePilein