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Dieser Beitrag ist vor 4 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Darf Betriebsrat der Inhalt vom Gespräch weiter geben?

P
Pegnik
Jun 2021 bearbeitet

Hallo, ich glaube ich habe ein Problem. Ein Betriebsmitglied bei der Arbeit hat mich gefragt ob bei mir alles in Ordnung ist. Darauf hin habe erzählt dass ich mich von eine Kollegin gemobbt und schikaniert fühle .Ich war sehr wütend und mit nerven am Ende und habe dem Betriebsratsmitglied darüber erzählt und leider dabei ein paar beleidigenden Wörter Richtung meiner Kollegin gesagt. Eine Woche später hat der Betriebsratsmitglied alles diese Kollegin erzählt und sie ist zum Betriebsleiter gegangen und über persönliche Beleidigung erzählt. Meine Frage: Darf Betriebsratsmitglied überhaupt unserer Gespräch weiter geben? Ich habe ausdrücklich gebeten nicht weiter sagen. Hatte von Mobbing ständig informiert ,wurde aber nichts unternommen. In November war ich so weit das ich mir das Leben nehmen wollte. Bin dann ins Krankenhaus gelandet und bin seit 7 Monaten krank. Ich lebe jeden Tag mit den Gedanken dass auf mich eine Kündigung ,wegen Beleidigung, wartet. Morgen ist meine erste Arbeitstag und gleich einen Termin beim Boss.

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Community-Antworten (11)

C
celestro

09.06.2021 um 02:10 Uhr

"Darf Betriebsratsmitglied überhaupt unserer Gespräch weiter geben? Ich habe ausdrücklich gebeten nicht weiter sagen."

Nein. Aber das bringt Dir ja nichts, denn es wurde weiter getragen.

"sie ist zum Betriebsleiter gegangen und über persönliche Beleidigung erzählt."

Woher weißt Du denn das?

"Ich lebe jeden Tag mit den Gedanken dass auf mich eine Kündigung ,wegen Beleidigung, wartet. Morgen ist meine erste Arbeitstag und gleich einen Termin beim Boss."

Man würde Dir mMn erst einmal eine Abmahnung geben müssen. Und nach 7 Monaten krank wundert mich ein "Termin beim Chef am ersten Tag" nicht wirklich (und muss auch nicht unbedingt auf Ärger hindeuten).

P
Pegnik

09.06.2021 um 02:20 Uhr

Am letzten Arbeitstag, vor dem Zusammenbruch, habe ich zu Kollegin, die mich gemobbt hat , gesagt, dass ich würde alles über Mobbing mit dem Scheff sprechen. Sie hat mir gesagt dass er wird mit mir sowieso die Tage sprechen ,weil ich über sie etwas erzählt habe und dabei sie persönlich beleidigt.

B
BRHamburg

09.06.2021 um 06:14 Uhr

Ich bin da bei Celestro. Ein Gespräch mit dem Chef nach einer so langen Ausfallzeit finde ich nicht ungewöhnlich. Wenn das Thema auf deine Aussagen und Beleidigungen kommt, würde ich die Sache dem Chef erklären und deutlich machen das dir die Wahl deiner Worte leid tut. Wenn du noch immer den Eindruck hast, damals gemobbt worden zu sein oder es vieleicht immer noch wirst würde ich das dem Chef auch sagen. Mit dem BRM würde ich ein Gespräch führen und fragen warum er dein Vertrauen in dieser Art missbraucht hat. Vieleicht gibt es eine Erklärung die du verstehen kannst.

K
kratzbürste

09.06.2021 um 08:47 Uhr

Ich würde dir raten, zu dem Gespräch mit dem Chef ein Betriebsratsmitglied mitzunehmen. Es muss ja nicht das schwatzhafte BR-Mitglied sein. Und an Kündigung brauchst du meiner Meinung nach nicht denken.

P
Pegnik

09.06.2021 um 12:17 Uhr

"...Mit dem BRM würde ich ein Gespräch führen und fragen warum er dein Vertrauen in dieser Art missbraucht hat. Vieleicht gibt es eine Erklärung die du verstehen kannst...." Der Missbrauch kann mir mein Job kosten und ich soll versuchen da etwas zu verstehen ? Ich bin auf fieseste Art und Weise verraten worden. An dem Tag war ich so fertig, dass ich mich nicht nur beim Gespräch mit BRM beherrschen konnte ,sondern bin unterwegs nach Hause ,anstatt Ausfahrt zu machen, einfach 12km Autobahn weiter gefahren. Es war wie einen Blackout.

C
celestro

09.06.2021 um 12:48 Uhr

dann solltest Du bei so einer heftigen Reaktion vielleicht über den Besuch eines Psychotherapeuten nachdenken

P
Pegnik

09.06.2021 um 13:02 Uhr

Deswegen war ich auch 7 Monaten krank. 2 Monaten Krankenhaus, danach Tagesklinik usw. Volles Programm. Leider habe ich zu lange gewartet. Letzte Zeit habe ich mich wie ein Hand gefühlt, der in eine Ecke gedrängt worden und nach mehreren Versuchen auszuweichen-einfach zu gebissen hat.

B
BRHamburg

09.06.2021 um 13:09 Uhr

Nein da hast du mich leider völlig falsch verstanden. Du sollst sicher kein Verständnis aufbringen für das Verhalten wenn es das auf deiner Seite nicht gibt ( Was ich verstehen könnte) Aber zu reden ist sicher nicht verkehrt. Und vieleicht gibt es ja einen Grund den du verstehen kannst.

G
ganther

09.06.2021 um 16:55 Uhr

verstehe ich das richtig: der Vorfall liegt 7 Monate zurück? Dann würde ich mir nicht zu viele Sorgen wegen einer Kündigung machen. Wenn der AG dies gewollt hätte, wäre er während deines Krankenstandes aktiv geworden. Wenn er eine außerordentliche Kündigung aussprechen wollte, so hätte er ja eine 2 Wochenfrist gehabt und die wäre offensichtlich vorbei. Eines ist für mich aber auch klar. Eine Beleidigung eines Kollegen geht nicht. Egal wie wütend man ist. Wenn das aus der Emotion heraus passiert ist, dann sollte man m.E. auch die Größe haben den Fehler einzugestehen und sich zu entschuldigen

P
Pegnik

09.06.2021 um 17:17 Uhr

Ja , der Vorfall liegt 7 Monaten zurück. Eine Beleidigung eines Kollegen ist natürlich NO-GO. Es ist keine Entschuldigung, aber an dem Tag bzw. Abend war ich so am Ende, dass ich dann die Ganze Nacht nicht geschlafen habe. Mir ein Strick genommen und ein paar Briefe geschrieben. Weinend hat mich meine Frau am nächsten Tag vorgefunden und ab zum Arzt. Sorry für solche Einzelheiten . Natürlich werde ich mich entschuldigen. Ich habe nur bedenken ob ich das Ganze zugeben sollte oder einfach alles abstreiten, da der Gespräch mit Betriebsratsmitglied unter 4 Augen gefunden hat.

M
Moreno

09.06.2021 um 18:02 Uhr

sag einfach....das ist solange her kann mich nicht an so ein Gespräch erinnern......würde mich auch nie so ausdrücken. :-) Kündigung kannst wegen fehlender Beweisbarkeit in die Tonne kloppen.

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