Kann betriebsratsmitglied auch versetzt werden?
hallo, haben folgenden sachverhalt:
ein mitglied des betriebsrates war ca. 1 jahr wegen "burnout" weg und hat nun die wiedereingliederung hinter sich, d.h. steht wieder vollzeit zur verfügung. zwischenzeitlich wurde die abteilung, wo die person arbeitet betriebsbedingt gekündigt bzw. ausgelagert zu einem anderen standort und wer nicht da hin wollte, wurde halt gekündigt. das betriebsratsmitglied hat keine arbeit mehr, beschäftgigt sich halt mit so kleinigkeiten und betriebsratsangelegeheiten - damit hatte sie auch gut zu tun, denn es wurden nochmals leute betriebsbedingt entlassen.
jetzt ist es so, dass eine stelle frei ist und man wollte, dass die person diese arbeiten erledigt (ähnlich wie ihre vorherige arbeit), das wurde aber von ihr abgelehnt, mit der begründung, dass sie das nervlich nicht schaffen wird. sie hat sich jetzt auf eine weitere freie stelle in der personalabteilung beworben, wo man sie aber nicht gebrauchen kann, weil dort der druck auch enorm groß ist und man angst hat, sie würde ausfallen -zudem erfüllt sie die anforderungen nicht-.
was macht man in so einem fall? es gibt nichts zu tun für diese person, kann sie deshalb die eine passende stelle ablehnen, weil ihr die mitarbeiterin nicht passt (das ist eigentlich der grund, warum sie die stelle abgelehnt hat und dann kam das burnout als "ausrede")
danke und mfg bubie
Community-Antworten (3)
20.02.2010 um 22:00 Uhr
@Bubie Klassischer Fall für ein BEM... ...wobei - wenn ich mir es recht überlege - vll. auch nicht!
21.02.2010 um 01:19 Uhr
imho ein glück für das brm, eine andere stelle angeboten bekommen zu haben. (es gibt zwar auch ein urteil, nachdem für brm "freizukündigen" sein, das finde ich aber auf die schnelle nicht). wie auch immern, die abteilung und der job sind obsolet, daher denke ich wenn das brm einer versetzung widerspricht, wird es leider auch nicht vor kündigung geschützt sein. Informel hierzu BAG Beschluß 11.07.00 1ABR 39/99
22.02.2010 um 11:04 Uhr
was ist BEM?
also es hat sich ergeben, dass man einem betriebsratsvorsitzenden verhaltensbedingt kündigen konnte und auf diese stelle sollte nun die "kranke" betriebsratsperson gesetzt werden, da sie vor ihrer krankheit ähnliche bürotätigkeiten gemacht hat, das mächte sie aber nicht. auf die freie stelle in der personalabteilung hat sie sich zwar beworben, aber auch noch andere angestachelt, sich darauf zu bewerben, weil sie das nicht machen möchte, aber ja willen zeigen muss, dass sie was anderes machen will (klingt kompliziert, aber ist wirklich so)
ich frage mich halt nur, ob es sein kann, dass man zu solch schlechten zeiten noch großartig ansprüche stellen kann und man damit durchkommen kann, weiterhin nichts tun zu müssen, weil diese person alles ablehnt. es können doch deswegen nicht personen entlassen werden, deren stellen dem betriebsratsmitglied besser gefällt - das ist doch nicht gerecht.
mfg bubie
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