Praktikant abgelehnt v. Betr. Rats. Vorsitzenden - Vorgehen in Ordnung?
Hallo,
kurze Stichpunkte: Kleinbetrieb mit 70 Mitarbeiter davon wurden 24 Mitarbeiter ab Jan. 2010 entlassen. Betriebsrat zur Zeit noch mit 5 Personen. Bin Leiter der QS und QMB in der Firma und war selber mal im Betriebsrat Die Firma ist Zertifiziert. Das bedeutet ob 30 oder 100 MA das Zertifikat ist wichtig und sollte erhalten bleiben. Ich habe 2,5 Personen in der Qualitätssicherung wegen der Kündigungen werde ich auch eine Mitarbeiterin verlieren (Kündigungsklage der Mitarbeiterin läuft noch).
Meine Frage u. Anliegen: Ich könnte für zwei Monate einen Praktikanten bekommen. Keinerlei kosten für die Firma. Dadurch Unterstützung bei internen Audits (Einsparrung des CO- Auditore) Auditberichte, u.s.w..Der Praktikant ist EDV Fachmann und könnte auch in anderen Abteilungen was EDV betrift einiges ändern und verbessern ohne Kosten.
Hatte heute mit Betriebstatsvorsitenden gesprochen. Antwort = Ablehnung und Entscheidung das gesamten Betriebsrates abwarten. Begründung: Wir können nicht Mitarbeiter entlassen und uns einen Praktikanten holen.
Ist das mit ausreichender Begründung? Nach welchen § beruft sich der Betriebsratsvorsitzende? Ist dieses Vorgehen in Ordnung? Es entstehen eigentlich ohne Kosten nur Vorteile für die Firma.
Danke für Antworten und gezielte Begründungen evtl. §.
Tschüß
Community-Antworten (6)
03.02.2010 um 21:04 Uhr
Nach welchen § beruft sich der Betriebsratsvorsitzende? Auf das Mitbestimmungsrecht !!!
Es entstehen eigentlich ohne Kosten nur Vorteile für die Firma. ...ebend ,nur nur Vorteile für die Firma,der MA bleibt auf der stecke !!!
Hatte heute mit Betriebstatsvorsitenden gesprochen. Antwort = Ablehnung und Entscheidung das gesamten Betriebsrates abwarten. Das ist eine TOP Antwort,die ich von einem guten Betriebsrat erwarte ...
Da du selber mal Betriebsrat warst,kannst du dir eigendlich die frage selber beantworten ;-)
03.02.2010 um 22:38 Uhr
Dettmann
Wie wäre es, wenn man dich durch einen "kostenlosen" Praktikanten ersetzen würde, wäre es dir dann auch Un-Recht wenn der AG versuchen würde dieses zu verhindern, wo nur Vorteile für die Firma entstehen würden, da sie Dein Gehalt sparen würden??
Du denkt offenbar sehr kurz und nur an Dich oder??
war selber mal im Betriebsrat Da stellt sich einem doch die Frage, was für ein BR?? Weiter können die Koll. wohl bei einer solchen Denke froh sein, dass es mal war und nicht mehr ist.
03.02.2010 um 22:50 Uhr
all Auch ich finde es richtig wenn der BR in diesem Fall so entscheiden würde. Ich kann es jedoch nicht in Ordnung finden wenn der BRV schon bevor ein Beschluss gesfasst wurde in der Öffentlichkeit ausspricht: Ablehnung und Entscheidung des gesamten BR abwarten.
03.02.2010 um 23:01 Uhr
Antwort = Ablehnung und Entscheidung das gesamten Betriebsrates abwarten. Begründung: Wir können nicht Mitarbeiter entlassen und uns einen Praktikanten holen.
Das war die Meinung des BRV welche er wohl so dem Gremium vorträgt un dort um Unterstützung dieser bittet.
Daran, auch die Aussage so vor einem Beschluss zu treffen istr doch ok. Jedes BRM hat eine Meinung und darf sie vertreten, auch vor Sitzungen.
Kann da wirklich nichts falsches daran erkennen.
04.02.2010 um 02:14 Uhr
Hallo,
danke für die bisherigen Antworten.
Es geht nicht um Gehalt einsparen u.s.w. das ist ein Nebenefekt. Für die "Arbeit" des Praktikanten würde ich niemals eine bezahlte Arbeitskraft von der Firma bekommen. Das ist doch teilweise die Denkweise der bisherigen Antworten.
Ich denke EDV mässig auch an einige Mitarbeiter in der Arbeitsvorbereitung, Einkauf und Versand.
Teiweise 20 jahre in der Firma würden gerne auf Excel und PC Einstellungen ihres eigenen Computers in der Firma mehr können. Möchten das aber nicht eingestehen und sind für bezahlte Schulungen nicht bereit. Diese "Lücken" soll der Chef und Vorgesetzte aber nicht mitbekommen.
Aussage dieser Kollegen "Das könnte der Praktikant mir ja mal Zeigen". Das würde einige "Fehlerquellen" in der Firma beseitigen ohne das die betreffenden Mitarbeiter ihr fehlendes Wissen eingestehen müssen.
Es gab durch die Entlassungen einige Umstellungen in der Firma. Jeder ist dankbar das er nicht entlassen worden ist und einige würden sich freuen EDV Hilfe am "neuen" Arbeitsplatz zu bekommen. Das sollen die Vorgesetzten ja nicht merken. Diese Aussagen sind vorhanden.
Ich denke der Praktikant ist auch ein Zukünftiger Mitarbeiter egal in welcher Firma er mal später Arbeiter sollt. Auch er sollte eine Gelegenheit bekommen Erfahrungen zu sammeln um mal einen Arbeitsplatz zu bekommen.
Trotz allem denke ich an unsere Mitarbeiter die durch d. Praktikanten eine Hilfe bekommen würden. Es muß ja weiter gehen.
Danke für "sachliche" Antworten.
Tschüß
04.02.2010 um 08:29 Uhr
@Dettmann Wie du selbst sagst, würdest Du niemals eine bezahlte Stelle dafür bekommen, aber einen kostenlosen Praktikanten schon. Also geht es nur, und ausschließlich um die Einsparung von Geldern, und Ausbeutung eines Mitarbeiters, der für seine Mühen KEIN Geld bekommt. Ich kann deinen restlichen Mitarbeitern nur gratulieren, dass du nicht mehr BR bist ...
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