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Dienstwagen

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AnqieTy
Dez 2020 bearbeitet

Hallo Ihr lieben, ich erläutere mal Kurz: Fachbereich Leiter soll Dienstwagen entzogen bekommen, weil nur noch Abteilungsleiter Dienstwagen fahren sollen. Er fährt den Wagen seid 9 Jahren und dazu gibt es auch eine Dienstanweisung zum bestehenden Arbeitsverhältnis. AG will die Vereinbarung jetzt einseitig aufkündigen, weil Stimmen anderer laut geworden sind warum darf der, und wir nicht. Also kurz gesagt AG kündigt dieses Verhältnis auf weil er sich nicht vor anderen dafür rechtfertigen möchte. AN fühlt sich jetzt natürlich degradiert bzw. ungerecht behandelt.

Habt Ihr Rechtsbelehrungen zu solchen Situationen parat?

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Community-Antworten (3)

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RudiRadeberger

22.12.2020 um 16:02 Uhr

Normalerweise gibt es in solchen Fällen eine Überlassungsvereinbarung zu Dienstfahrzeugen. In meiner steht zum Beispiel drin, dass der AG diese jederzeit widerrufen kann. Wie sich der AN danach "fühlt", ist irrelevant.

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UdoWoe

22.12.2020 um 16:54 Uhr

Der MA soll mal in seinem Arbeitsvertrag schauen. In manchen ist der Dienstwagen Bestandteil dessen. Dann müsste der AG eine Änderungskündigung aussprechen. Zudem sind Dienstwagen oft Bestandteil des Gehaltes. Ich würde anstelle des MA mal einen Arbeitsrechtsanwalt einschalten und ihn dies alles überprüfen lassen. Da sind genügend Fallstricke in der sich der AG verheddern kann. Wir hatten auch "einfache" MA die einen Dienstwagen hatten, weil der Vorgesetze keine Gehaltserhöhung durchsetzen konnten. Da konnte man den Dienstwagen auch nicht so einfach wegnehmen. Und nur weil jemand sagt, warum der und nicht ich, ist kein Argument. Immerhin liegt das im Ermessen des AG. Schade das in eurem Fall der AG keinen Arsch in der Hose hat zu sagen, der behält aber seinen Dienstwagen.

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RudiRadeberger

22.12.2020 um 17:09 Uhr

"Zudem sind Dienstwagen oft Bestandteil des Gehaltes."

Da muss ich leicht korrigieren. Dienstwagen stellen, wenn sie auch privat genutzt werden dürfen, einen geldwerten Vorteil da. Dieser muss versteuert werden und orientiert sich neben dem Bruttolistenpreis des Fahrzeugs auch am Arbeitsweg. Deshalb schmälert ein Dienstwagen das Nettogehalt nicht unerheblich. Umgekehrt betrachtet ist der Entzug des Dienstwagens zwar ärgerlich, bedeutet aber auch ein höheres Nettogehalt.

Unter dem Strich spart man mit einem privat nutzbaren Dienstwagen aber viel Geld. Versteuerung hin oder her - so billig fährt man nie wieder Auto.

Ich bin aber eher ein Freund von klaren Vorgaben. Deswegen sollte sowas immer an Positionen oder Tätigkeiten gebunden sein. Sonst gibt es ständig Neid und Unruhe.

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